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Suche nach Rezept gegen Platzmangel

Bildungsstandort in Eichwalde Suche nach Rezept gegen Platzmangel

Der Bildungsstandort in Eichwalde platzt in den kommenden Jahren aus allen Nähten. Die Gemeindevertreter haben nun über die Zukunft des Areals beraten – zunächst ohne Ergebnis. Sowohl eine Erweiterung als auch ein ganz anderer Standort sind im Gespräch.

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Am Bildungsstandort wird es in den kommenden Jahren nicht mehr genug Platz für Schüler und Kita-Kinder geben.

Quelle: Uta Schmidt

Eichwalde. Eine beachtliche Kostenlawine in Höhe von mindestens drei Millionen Euro könnte ab dem Jahr 2018 auf die Gemeinde Eichwalde zurollen, sollen Grundschule, Hort und Kita „Villa Mosaik“ durch einen neuen Ergänzungsbau für die Zukunft fit gemacht werden. Am Donnerstagabend diskutierten die Gemeindevertreter in einer Sondersitzung über verschiedene Ausbauvarianten des Bildungsstandorts und die finanziellen Auswirkungen auf ihren Gemeindehaushalt. Zuvor hatten sie sich einen Eindruck über die aktuellen Lern- und Arbeitsbedingungen in Schule und Hort verschafft. Diese sind schon jetzt aufgrund stark gestiegener Kinderzahlen in der S-Bahngemeinde von erheblichem Platzmangel geprägt. Und es wird in den nächsten Jahren noch enger auf dem „Campus“ in der Stubenrauchstraße.

Geschäftsbereichsleiter Steffen Käthner erläuterte die Entwicklungsmöglichkeiten der einst auf Zweizügigkeit ausgelegten Humboldt-Grundschule, die mit derzeit 341 Schülern in 15 Klassen an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen sei. „Im nächsten Schuljahr rechnen wir mit 371 Kindern in 16 Klassen. Im Jahr 1017/18 mit 385 Schülern in 17 Klassen und 2018/19 mit 401 Schülern in 18 Klassen.“ Auf Dauer würden pro Jahr drei neue erste Klassen aufgenommen. Grundlage der Berechnung sind allein die Zahlen von Eichwalde. Das Pro-blem könnte sich weiter durch Anmeldungen aus Berlin und den Nachbargemeinden verschärfen, aber auch durch Abgänge in die Begabtenklasse des Gymnasiums entspannen. „Das sind Zahlen, die schwer kalkulierbar sind“, sagte Schulleiter Peter Bodenstein.

Schon seit einem knappen Jahr beraten Gemeindevertreter und Verwaltung intensiv über die Frage, durch welche Maßnahmen der Bildungsstandort in der Gemeinde gesichert und weiterentwickelt werden kann. Erste Varianten zur Problemlösung stellte jetzt ein Architekturbüro aus Königs Wusterhausen vor, das einen zweigeschossigen Erweiterungsbau auf dem Schulgelände mit zusätzlichen Hort- und Schulräumen sowie einer großzügigen Mensa empfiehlt. Dieses soll durch einen Übergang an den bisherigen Schulbau angebunden werden. Dieser Neubau mit rund 700 Quadratmetern sowie ein Umzug des Horts aus den Räumen in der „Villa Mosaik“ können dann wiederum für mehr Raum für die Kita-Kinder sorgen. Dort befinden sich derzeit mehrere Räume in Doppelnutzung von Kita und Hort. Außerdem fehlen Garderoben und Personalräume. Nach der Vorentwurfsplanung der Architekten könnte ab 2018 durch einen Umbau der Villa 82 Kita-Kinder auf zwei Etagen betreut werden.

Nach den vorliegenden Kostenkalkulationen müsste die Gemeinde je nach Ausbauvariante zwischen 2,5 und 2,8 Millionen Euro investieren. Der kitagerechte Umbau der „Villa Mosaik“ wird mit 456 000 Euro angesetzt. Kämmerer Michael Launicke erläuterte die Folgen für den Gemeindehaushalt in den nächsten Jahren. Demnach schlagen ab 2018 für den Bau 134 000 Euro pro Jahr zu Buche, für den Kita-Umbau mehr als 120 000 Euro. Sein Fazit: „Die Gemeinde ist dann ohnehin überschuldet. Das Haushaltsicherungskonzept kommt, egal ob ein Jahr früher oder später.“ Auch Bürgermeister Bernd Speer (parteilos) riet zu dieser Investition. „Wir haben jetzt schon einen großen Handlungsdruck und wollen das Heft in der Hand behalten“. Fördermittel des Landes für die Schule stünden eventuell in Aussicht. Andere Lösungen wie ein erforderlicher Kita-Neubau würden noch teurer und wären keine sinnvolle Alternative.

Die Gemeindevertreter stehen nun vor der Frage, ob diese großen Investitionen in dem vom Fluglärm belasteten Bildungsstandort oder ein weiterer Schulbau an einen neuen Ort – eventuell in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Zeuthen und Schulzendorf – entstehen sollte. Jörg Jenoch (Wie) sprach sich für die Prüfung weiterer Varianten aus. „Wir haben an diesem Standort nicht nur das Problem Fluglärm. Da sollten wir ganz neu über Lösungen nachdenken.“ Er forderte zwei bis drei Machbarkeitsstudien weiterer Planungsbüros. Die Gemeindevertreter wollen die unterschiedlichen Varianten weiter in den Fachausschüssen beraten.

Von Uta Schmidt

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