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Sven Herzberger siegt im ersten Wahlgang

Zeuthen Sven Herzberger siegt im ersten Wahlgang

Rechtsanwalt Sven Herzberger ist der neue Bürgermeister in Zeuthen. Mit 63,1 Prozent hatte er am Abend klar die Nase vor seinen Mitkontrahentinnen Martina Mieritz (SPD) und Nadine Selch (CDU) vorne. Punkten konnte er offenbar mit seiner Unparteilichkeit und Leitungserfahrung.

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Sven Herzberger (parteilos) setzt sich in Zeuthen durch.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Zeuthen. Sven Herzberger ist neuer Bürgermeister von Zeuthen. Der unabhängige Kandidat für das Rathausamt hatte am Abend die Nase klar vorn vor seinen Mitkontrahentinnen Martina Mieritz von der SPD und Nadine Selch von der CDU. Nach Auszählung der Stimmzettel in allen elf Zeuthener Wahlbezirken kommt der 1969 in Straußberg geborene Rechtsanwalt Herzberger auf 62,9 Prozent, Mieritz auf 22,4 und Selch auf 14,7 Prozent der Stimmen.

Hohe Wahlbeteiligung

9628 Zeuthener waren am Sonntag aufgerufen, wählen zu gehen. Die Wahlbeteiligung lag bei 80,4 Prozent. „Das ist ein guter Schnitt. Bei der letzten Wahl waren wir mit 70 Prozent darunter“, sagte Wahlleiter Wolfgang Laute. „Das ist eine tolle Sache und bestätigt, was im Leben und in der Politik offenbar noch funktioniert. Wenn man etwas zusammen macht, ist man erfolgreich“, sagte Herzberger am Abend der MAZ und spielte auf die Unterstützung von Linke, BfZ und Grüne/FDP an.

Glückwünsche an den Sieger

Auf seiner Wahlparty im Forstweg 30 wurde er von Vertretern der verschiedenen Fraktionen mit „Herzi-Herzi“-Rufen beglückwünscht. Im Wahlkampf habe er immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger gehabt – so erkläre sich der deutliche Wahlausgang, auch seine Überparteilichkeit habe eine Rolle gespielt, so Herzberger. Eine effizientere und transparente Verwaltung, die Bahnquerung am Forstweg und die Schulerweiterung seien nun die wichtigsten Themen nach der Wahl. Beschlüsse der Gemeindevertretung müssten wie entschieden eins zu eins umgesetzt werden, sagte Herzberger. Seine Vorgängerin Beate Burgschweiger (SPD) habe dies nicht immer beachtet. Die Blockadehaltung in der Gemeindevertretung sei durch einen Vertrauensverlust entstanden. „Wenn Tegel offen bleibt, müssen wir keine Diskussion über eine dritte Startbahn am BER führen“, sagte Herzberger.

Mieritz überrascht

„Ich bin entsetzt. Damit habe ich nicht gerechnet, sondern mit einer Stichwahl zwischen Herrn Herzberger und mir“, sagte Mieritz. „Woran es gelegen haben mag, kann ich noch nicht sagen. Möglicherweise hat das etwas mit dem Bundestrend zu tun“, so die SPD-Frau. „Wir merken, dass in der Region einige nichtparteiliche Kandidaten sich durchgesetzt haben“, sagte Mieritz. Diese seien aber nicht immer die beste Wahl für die Gemeinde. Sie werde sich weiter als Gemeindevertreterin und Kreistagsabgeordnete engagieren.

Unterstützung aus den anderen Fraktionen

„Ich gratuliere Herrn Herzberger zum Sieg. Die Prognose war relativ eindeutig, man konnte den Ausgang erwarten“, sagte Selch. Herzberger habe ein gutes Konzept im Wahlkampf präsentiert und biete offenbar für viele Zeuthener Bürger die bessere Alternative. „Ich bin beeindruckt über die Deutlichkeit des Ergebnisses. Die Arbeit geht jetzt erst los. Sein authentisches Auftreten und die Fachkompetenz haben den Ausschlag gegeben“, sagte Karl Uwe Fuchs (FDP). „Er konnte mit seiner Leitungserfahrung überzeugen und ist von keiner Parteipolitik abhängig“, sagte Dieter Karczewski (BfZ). „Für Zeuthen ist ein Parteiloser das beste“, so Inge Seidel (Linke). Zusammen könne man nun ein vorteilhaftes Bündnis schmieden.

Von Oliver Becker

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