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Swen Ennullat lässt alle hinter sich

Königs Wusterhausen Swen Ennullat lässt alle hinter sich

Er ist der klare Wahlsieger vom Sonntag, hat das Rennen um das Bürgermeisteramt aber noch nicht gewonnen. Der parteilose Swen Ennullat (Freue Wähler KW) holte mit 43,5 Prozent die meisten Stimmen. SPD-Kandidat Georg Hanke liegt mit 22,6 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Wer Bürgermeister wird, entscheidet sich in der Stichwahl.

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Er hat gut lachen: Der parteilose Swen Ennullat (Freie Wähler KW) entschied die erste Runde der Bürgermeisterwahl in Königs Wusterhausen klar für sich.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Bei der Bürgermeisterwahl in Königs Wusterhausen hat der parteilose Kandidat Swen Ennullat (Freie Wähler KW) mit 43,5 Prozent die mit Abstand meisten Stimmen geholt und den Sieg im ersten Wahlgang nur knapp verfehlt. Bis 23.45 Uhr waren 30 der 34 Stimmbezirke ausgezählt. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz landete SPD-Kandidat Georg Hanke mit 22,6 Prozent. In der Stichwahl zwischen diesen beiden Bewerbern entscheidet sich am 8. Oktober, wer neuer Bürgermeister in Königs Wusterhausen wird.

SPD-Bürgermeisterkandidat Georg Hanke versuchte mit dem Kita-Thema kurz vor der Wahl zu punkten

SPD-Bürgermeisterkandidat Georg Hanke versuchte mit dem Kita-Thema kurz vor der Wahl zu punkten. Er hält das Versprechen seines Kontrahenten für unseriös und nicht finanzierbar auis dem Stadthaushalt.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Als gegen 19 Uhr die ersten Ergebnisse zur Bürgermeisterwahl eintrafen, war der Balken mit den Ennullat-Stimmen schon am größten. Bei der SPD-Wahlparty im Zelt auf der Festwiese dachte man da noch an eine Momentaufnahme. Niederlehme sei für den parteilosen Widersacher von Hanke ein Heimspiel, sprachen sich die Genossen Mut zu. Da ahnten sie noch nicht, dass sich dieses Bild am Wahlabend nicht mehr verändern würde. Der Vorsprung von Ennullat betrug immer mindestens 20 Prozent. Er gewann in allen 30 Wahllokalen der Stadt, hatte beim ersten von vier Briefwahllokalen ebenfalls deutlich die Nase vorn. Der Anteil der Briefwähler war diesmal so hoch wie nie zuvor, mehr als 5000 Bürger gaben auf diesem Weg ihre Stimmen ab. Die Auszählung dauerte deshalb bis in die Nacht hinein, weil auch hier zuerst die Stimmen für die Bundestagswahl ermittelt wurden.

Die Wahlzentrale im Königs Wusterhausener Rathaus

Die Wahlzentrale im Königs Wusterhausener Rathaus. Hier trafen die Ergebnisse aller 30 Wahllokale der Stadt ein.

Quelle: Frank Pawlowski

Der vorläufige Wahlsieger Swen Ennullat war am Abend ins Rathaus geeilt, um die Entwicklungen zu verfolgen. Die Freien Wähler KW hatten keine Wahlparty organisiert. Mitglieder und Sympathisanten verfolgten statt dessen in allen Wahllokalen die Auszählung, übermittelten Ennullat die Ergebnisse per Kurznachricht aufs Smartphone. Das piepte pausenlos. „Ich bin froh, dass ich das Qualifying bestanden habe“, sagte er fast etwas ungläubig, als sich der triumphale Erfolg mehr und mehr abzeichnete. „Das zeigt, dass die Menschen vor Ort von den Parteien und deren Programmen die Nase voll haben und eine Politik der Bürgernähe haben möchten.“ Doch überschwänglich wirkte das nicht, denn das entscheidende Rennen steht ja noch bevor. „Ich werde in den nächsten Tagen meine Hand ausstrecken. Mir ist bewusst, dass ich auf Mehrheiten angewiesen sein werde“, sagte er.

SPD-Genossen sind geschockt

Nur einen Steinwurf vom Rathaus entfernt versammelten sich die SPD-Genossen aus der Region im Wahlzelt auf der Festwiese. Die SPD-Bürgermeisterkandidaten aus Bestensee, Zeuthen und Wildau waren dort. Und natürlich Georg Hanke. Er wirkte regelrecht geschockt. „Das ist ein trauriges Ergebnis, damit habe ich nicht gerechnet“, sagte er. Ratlos stand er vor dem Zelt, ließ sich aufmunternd von Parteifreunden drücken, die vorbeikamen. Die SPD hatte mit einer Stichwahl gerechnet, aber unter anderen Vorzeichen, mit ihrem Kandidaten als Sieger. Der muss nun vom Glück reden, überhaupt in die zweite Runde gekommen zu sein. „Das haben die, die in den letzten acht Jahren politisch gestaltet haben, definitiv nicht verdient“, sagte Hanke betroffen.

Bei den Linken kommt keine Freude auf

Im Wahlquartier der Linken in der Kästnerstraße wollte ebenfalls keine Freude aufkommen. Es gab lange Gesichter, als die Bürgermeister-Ergebnisse eintrudelten. Die Kandidatin von Linken und Grünen, Gudrun Eichler, landete auf dem vierten Platz. Königs Wusterhausens Ex-Bürgermeister Stefan Ludwig, jetzt Justizminister in Brandenburg, kommentierte das vorläufige Ergebnis nachdenklich. „Darin scheint sich eine Unzufriedenheit mit der Arbeit der Stadtverwaltung auszudrücken“, sagte er.

CDU-Kandidat Jörn Perlick war auf der Wahlparty seiner Partei in Bestensee. Anke Gerth (FDP) und Birgit Uhlworm verbrachten den Wahlabend zu Hause.

Von Frank Pawlowski

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