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Dahme-Spreewald Swen Ennullat neuer Bürgermeister in Königs Wusterhausen
Lokales Dahme-Spreewald Swen Ennullat neuer Bürgermeister in Königs Wusterhausen
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00:34 19.04.2018
Swen Ennullat hat die Stichwahl deutlich für sich entschieden. Quelle: privat
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Königs Wusterhausen

Swen Ennullat (Freie Wähler KW) wird der neue Bürgermeister in Königs Wusterhausen. Er hat sich in der Stichwahl am Sonntag gegen seinen Kontrahenten Georg Hanke (SPD) durchgesetzt – und das sehr deutlich. Ennullat konnte 71,5 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. 10.445 Königs Wusterhausener haben bei ihm ihr Kreuz gesetzt. Zum Vergleich: Georg Hanke musste sich mit 4163 Stimmen beziehungsweise 28,5 Prozent der abgegebenen Stimmen begnügen.

„Ich freue mich sehr, eine verantwortungsvolle Aufgabe liegt jetzt vor mir“, sagte Ennullat bei seiner Wahlparty im Bahnhof Zeesen nach bekanntwerden des Ergebnisses. Zuvor hatte er sich bereits auf Facebook bei seinen Unterstützern bedankt: „Danke! Ihr seid großartig und ich tief gerührt! Seht es mir bitte nach, wenn ich aktuell nicht auf Eure Glückwünsche reagieren kann, aber mein Handy kocht schon! Jetzt wird gefeiert! Let’s rock!“, schrieb er.

Kontrahent Hanke zweifelt an Wahlversprechen

Besonders auffällig: Ennullat hat einen glatten Durchmarsch hingelegt, jeden der Stimmbezirke für sich entschieden. Sein bestes Ergebnis: 86,2 Prozent im Wahlbüro in der Kita „Zwergenstadt“. Hanke blieb chancenlos, bekam sogar weniger Stimmen als noch im ersten Wahlgang vor zwei Wochen, als 5000 König Wusterhausener für ihn votierten.

„Das Votum der Wähler ist eindeutig“, sagte ein sichtlich enttäuschter Georg Hanke, der als einer der ersten dem neuen Bürgermeister telefonisch gratuliert hatte. Man habe Fehler gemacht, räumte Hanke, der sich mit seinen Unterstützern in „Hoenckes Altem Wirtshaus“ am Kirchplatz getroffen hatte, ein. Sein Kontrahent Ennullat habe im Wahlkampf die Stimmung der Wähler besser erfasst. Dennoch zeigte sich Hanke überzeugt, dass Ennullat seine Wahlversprechen – allen voran die beitragsfreie Kita- und Hortbetreuung – nicht umsetzen können wird. Man werde dennoch aufeinander zugehen. Hanke selbst wird als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung künftig eng mit Ennullat zusammenarbeiten müssen.

Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl lag bei 43,9 Prozent und damit deutlich unter der des ersten Wahlgangs. Vor zwei Wochen waren noch 72,2 Prozent der Wahlberechtigten an die Wahlurnen getreten und hatten ihre Stimmen abgegeben.

Alte und neue Bürgermeister

Auch in anderen Gemeinden Brandenburgs fanden am Sonntag Stichwahlen um das Bürgermeisteramt statt. In Glienicke (Oberhavel) holte Amtsinhaber Hans Günther Oberlack (FDP/CDU) 59,7 Prozent der Stimmen und bleibt damit für weitere acht Jahre im Amt.

Das Rathaus von Eisenhüttenstadt wird künftig von einem Sozialdemokraten regiert. Bei der Bürgermeister-Stichwahl setzte sich am Sonntag Frank Balzer (SPD) gegen Amtsinhaberin Dagmar Püschel (Linke) durch. Nach Angaben der Stadt stimmten 67,9 Prozent der Wähler für ihn.

Von Stephanie Philipp

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