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Symphonie-Orchester Berlin begeistert am BER

Konzert in Schönefeld Symphonie-Orchester Berlin begeistert am BER

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Tugan Sokhiev begeisterte am Sonntagabend in der Reihe der Brandenburgischen Sommerkonzerte 1500 Gäste unter dem Terminaldach am Flughafen BER. Es war bereits das zweite Konzert dieser Art in Schönefeld. Als Gast hatten die Musiker den kanadischen Pianisten Jan Lisiecki eingeladen.

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Tugan Sokhiev leitet das Deutsche Symphonie-Orchester, das am Sonntag zum Sommerkonzert in Schönefeld zu Gast war.
 

Quelle: Karen Grunow

Schönefeld.  Volksfeststimmung am BER: Mit Würstchenbuden und Bierwagen wurde am Sonntagabend unter dem großen Dach der Terminalvorfahrt am Flughafen Berlin-Brandenburg einer der Höhepunkte der Reihe der Brandenburgischen Sommerkonzerte in diesem Jahr gefeiert – der Auftritt des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO). Mehr als 1500 Besucher lauschten andächtig dem satten Klang des Orchesters, das mit dem kanadischen Pianisten Jan Lisiecki an diesem Abend einen ganz besonderen Gast hatte.

Zum zweiten Mal gab es ein Sommerkonzert unter dem Terminaldach. Thomas Schmidt-Ott, Vorsitzender des Vereins Brandenburgische Sommerkonzerte, machte mit seinem Grußwort vor dem Konzert die vielen Besucher nur noch gespannter: „Schon beim Soundcheck haben wir gemerkt, dass die Kassettendecke und die hohen Fenster versprechen, diese Location zu einem der großen Konzertsäle Berlins zu machen“, schwärmte er von der Akustik. Karsten Mühlenfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH, musste Schmidt-Ott jedoch etwas bremsen. Wenn dann doch eines Tages der Alltagsbetrieb eines hektischen Flughafens einsetzen sollte, wäre ein solches Konzertereignis wohl kaum noch denkbar.

Vorletzte Saison des Dirigenten beendet

Umso exklusiver also war der Abend mit dem Orchester, das zu den renommiertesten hierzulande gehört. Mit Gefühl und Präzision dirigierte Tugan Sokhiev, der seit 2012 nicht nur Chefdirigent des DSO, sondern auch der künstlerische Leiter ist. Mit dem Auftritt am Sonntag endete allerdings die vorletzte Saison des beliebten jungen Dirigenten in Berlin. Und sie endete fulminant, denn mit Jan Lisiecki gab ein junger Musiker sein Debüt beim DSO, einer der vielversprechendsten Pianisten weltweit. Gerade 20 Jahre ist er alt, und damit genauso jung wie Chopin war, als der sein Klavierkonzert in e-moll erstmals öffentlich vorstellte. Nun präsentierte sich Lisiecki mit diesem Stück, bei dem Schwermut anklang, aber auch Energie und Feuer. „So eine Reife und Kraft in diesem Alter“, sagte Lisiecki kürzlich staunend über dieses Werk. Dabei ist ihm das ebenso zu eigen: Der Pianist faszinierte mit seinem nuancenreichen und zugleich analytischen Spiel auch die Besucher beim Konzert unter dem Terminaldach.

Für Joachim Pliquett ein „spektakulärer Ort“. Er ist Künstlerischer Leiter der Brandenburgischen Sommerkonzerte und das von Beginn an, also seit nunmehr 25 Jahren. Einst initiiert, um den Berlinern das brandenburgische Umland schmackhafter zu machen, sind die Sommerkonzerte längst keine reine Landpartie großstädtischer Klassikliebhaber mehr. „Wir haben heute ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Besuchern aus Berlin und Brandenburg“, sagt Pliquett. Viele Gäste sind treue Wiedergänger und besuchen jedes Jahr wieder gleich mehrere der hochkarätig besetzten Konzerte.

Weitere Veranstaltungen der Reihe

Demnächst, am 19. Juli, kommt die Reihe wieder in die Region, denn dann wird im Zuge einer Brandenburgischen Orgelreise auch in Königs Wusterhausen und Motzen angehalten. Rund 30 Sommerkonzerte gibt es mittlerweile jedes Jahr. „In der ersten Saison hatten wir sieben“, erinnert Pliquett sich.

 Von Anfang mit dabei war das Deutsche Symphonie-Orchester, bei dem Pliquett seit 1982 Solo-Trompeter ist. Er war am Sonntag also nicht nur als Gastgeber am BER, sondern auch als Akteur inmitten seiner Kollegen, die mit Beethovens Egmont-Ouvertüre den Konzertabend eröffneten und schon dabei den gewaltigen Klang spüren ließen, der die Zuhörer zum Abschluss bei Richard Strauss’ „Ein Heldenleben“ umso mehr begeisterte.

Von Karen Grunow

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