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Dahme-Spreewald TH bietet viele Wege zur Akademiker-Karriere
Lokales Dahme-Spreewald TH bietet viele Wege zur Akademiker-Karriere
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00:28 31.05.2015
Studenten an der TH Wildau. Quelle: Foto: Karen Grunow
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Wildau

Seine früheren Kollegen, erzählt Harold Martin Michling, hätten ihm schon während der Ausbildung zum Elektroniker für Gebäudetechnik „einen Floh ins Ohr gesetzt“. Er müsse studieren, sagten sie. Dabei hatte er gar kein Abitur. Doch dann hörte er von einer Freundin, dass er sich trotzdem an der Technischen Hochschule Wildau bewerben kann. Mittlerweile studiert er hier im sechsten Semester Telematik.

„Rund sieben bis acht Prozent der Vollzeit-Studierenden hier an der TH haben kein Abitur“, weiß Ulrike Tippe, Professorin für Angewandte Mathematik und E-Business/E-Learning im Studiengang Wirtschaftsinformatik und als Vizepräsidentin der Hochschule zuständig für Studium, Lehre und Qualität an der TH. Bei den beiden Studiengängen Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen, die auch als berufsbegleitende Studien angeboten werden, ist der Anteil der Studierenden ohne Abitur sogar noch höher: „Mehr als 30 Prozent sind es hier“, berichtet Tippe. Nahezu ein Fünftel der an der TH eingeschriebenen 4100 Studenten hat sich für ein solches berufsbegleitendes Studium entschieden. Hier ist die Altersspanne besonders groß, 25-Jährige sind ebenso für diese intensiven Wochenendstudien immatrikuliert wie 50-Jährige. „Im Schnitt aber sind diese Studierenden Anfang bis Mitte 30“, so Tippe. Sie unterrichtet selbst sehr gern und seit vielen Jahren in den berufsbegleitenden Fächern, für die die Regelstudienzeit bis zum Bachelor in Betriebswirtschaft bei neun und in Wirtschaftsingenieurwesen bei zehn Semestern liegt. „Die Unterrichtsgespräche bekommen einen großen Praxisbezug“, sagt sie.

„Dadurch, dass ich sehr erfahren bin in praktischen Dingen, kam ich schnell in Kontakt mit den anderen“, erzählt auch Harold Martin Michling. Seine Kommilitonen profitierten von der beruflichen Erfahrung des jungen Mannes, während er durch sie besser an das verschulte System eines Studiums herangeführt wurde. Gerade Mathematik, erinnert er sich, sei am Anfang schwierig gewesen. Doch der Koordinator seines Studiengangs Telematik, Bernd Weissbach, nahm ihn und andere unter seine Fittiche und half bei Mathe weiter. „Nach dem ersten Semester dann habe ich mir überhaupt keine Sorgen mehr gemacht“, sagt Michling.

Auch Ulrike Tippe weiß: „Wenn die erste Zeit überstanden ist, dann sind die Studierenden, die aus dem Berufsalltag an die Hochschule kommen, so gut und motiviert, dass sie mindestens genauso gut sind wie die anderen.“ Sie hofft, dass künftig den Leuten ohne Abi der Start an der Hochschule noch leichter gemacht werden kann. Die Idee ist, eine Art Vorsemester anzubieten, bei dem es intensivere fachliche Vorbereitungen gibt, aber auch die Struktur einer Hochschule und die Bibliothek vorgestellt werden. „Das wird momentan konzipiert“, sagt sie.

Vom Prinzip sind alle Studiengänge der TH für Interessierte ohne Abitur zugänglich. Die Bewerbung dafür funktioniert wie für jeden anderen Studienbewerber auch. Trotzdem empfiehlt Ulrike Tippe, die Bewerbung für ein Studium ohne Abitur, ob berufsbegleitend oder in Vollzeit, nicht auf den letzten Drücker einreichen. Zwar gilt für alle Studieninteressierten dieselbe Frist - der 15. Juli ist der bundesweite Stichtag für Studienbewerber zum kommenden Wintersemester. Aber es sei hilfreich, wenn schon vorher intern geprüft werden kann, ob der ausgewählte Studiengang zum Profil des Bewerbers passt. Denn auch wenn die Zugangsvoraussetzungen seit Wegfall der Eingangsprüfung vor einigen Jahren deutlich erleichtert wurden, so gilt es eben dennoch, einige Bedingungen zu erfüllen: „Eine Ausbildung und wenigstens drei Jahre Berufserfahrung oder eine erfolgreiche Meisterprüfung sind das Minimum“, sagt Ulrike Tippe.

Harold Martin Michling ist übrigens nicht nur Vollzeitstudent. Er hat auch eine kleine Stelle an der Hochschule und lebt im Studentenwohnheim. Schnell nach Studienstart wusste er: „Ich habe mich richtig entschieden.“

Von Karen Grunow

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