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Dahme-Spreewald Tag der offen Tür auf Müll-Deponie Senzig
Lokales Dahme-Spreewald Tag der offen Tür auf Müll-Deponie Senzig
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05:03 03.07.2017
Auf dem Gipfel der Deponie nahmen die Senziger Agnes Barbara und Bernd Kirst den SBAZV-Verbandsvorsteher Lutz Pätzold (r.) ins „Kreuzverhör“. Quelle: Franziska Mohr (2)
Senzig

Viele Senziger wurden am Sonnabend beim Tag der offenen Tür des Südbrandenburgischen Abfallzweckverbandes (SBAZV) zu wahren Gipfelstürmern. Bis zur Spitze der Senziger Deponie galt es, stolze 71,9 Meter zu erklimmen. Eingeladen hatte aber nicht nur der SBAZV, sondern auch das „Netzwerk für Senzig“ mit seinen mehr als 50 Mitgliedern, zu denen neben Schule und Kita auch Privatleute sowie der Verein Südstern Senzig mit mehr als 300 Sportlern gehört.

Neben dem Spaß beim Bungee-Jumping, Drachensteigen und Müllsackhüpfen stand für die meisten Senziger das Interesse an der weiteren Entwicklung ihrer Deponie im Mittelpunkt. „Ich wohne seit neun Jahren in Senzig und will jetzt erstmals schauen, was sich hinter den sonst verschlossenen Toren zur Deponie verbirgt“, begründete Matthias Kopfer sein Kommen. Die Größe von 11,3 Hektar habe ihn überrascht. Auch die einheimische Susanne Neumann schaute zum ersten Mal hinter das Eisentor an der Chausseestraße fast gegenüber der Seebrücke. „Schade, dass es so regnerisch ist. Sonst hätte man vom Gipfel sicher einen ganz tollen Blick bis nach Berlin“, meinte sie.

1,6 Millionen Kubikmeter Hausmüll, Bauschutt und Produktionsabfälle

Die Senziger Agnes Barbara, Bernd Kirst und Barbara Schimmelrieger nutzten die Chance, um SBAZV-Verbandsvorsteher Lutz Pätzold auf dem Gipfel geradezu ins Kreuzverhör zu nehmen. Geduldig ließ er es geschehen und gab sachkundig Auskunft. Er erläuterte die Funktionsweise der überall auf dem Gelände befindlichen Gasbrunnen und verwies darauf, dass das Grundwasser rund um die 2002 geschlossene Deponie jährlich mehrfach beprobt wird. Auf der seit 1964 bestehenden Deponie lagern insgesamt 1,6 Millionen Kubikmeter Hausmüll sowie Bauschutt und Produktionsabfälle. Der Verband ließ sich die Rekultivierung, unterstützt durch Fördermittel der EU, mehr als fünf Millionen Euro kosten. Das spezielle Entgasungssystem kostete weitere 440 000 Euro.

Der technische Leiter des SBAZV, Hans-Joachim Peters, erklärte den Besuchern, dass die Alt-Deponie nach dem damaligen Stand der Technik noch über keine Basis-, aber eine Oberflächenabdichtung mit zahlreichen Kunststoffbahnen, Ton und Filtervlies verfügt. Außerdem ist ein Dichtungskontrollsystem integriert, das nach dem Ohmschen Gesetz auf der Basis von elektrischen Spannungsmessungen eventuelle Lecks sofort anzeigt. Die Hoffnungen einiger Senziger, auf diesem Areal schon bald eine Sommerrodelbahn, eine Loipe oder gar Wohnungen zu errichten, dämpfte der Verbandsvorsteher. „Es wird wohl noch 30 Jahre dauern, ehe das Gelände frei zugänglich ist“, so Peters.

Die Müllwerker entsorgen jedes Jahr 52 000 Tonnen Hausmüll

Den vielen Kindern war das allerdings ziemlich schnuppe. Sie genossen den Spaß an den vielen Spielstationen wie dem Mülltonnen-Zielwurf oder dem Abfallangeln, die meist von Netzwerkmitgliedern betreut wurden. Die SBAZV-Vertreter freuten sich vor allem, dass viele Dahmeländer den Tag nutzten, um den Müllwerkern ausdrücklich zu danken, dass sie alljährlich 52 000 Tonnen Hausmüll zuverlässig entsorgen.

Von Franziska Mohr

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