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Take-Off-Award 2016 verliehen

Schönefeld Take-Off-Award 2016 verliehen

Glanzvolle Verleihung des Take-off-Awards 2016 in Schönefeld: Zum fünften Mal wurde der Preis vergeben. Neben Gewinnern in den drei Kategorien „Bildung“, „Ausbildung“ und „Mitmenschlichkeit“ wurde außerdem ein Sonderpreis überreicht.

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Die Verleihung der insgesamt vier Preise im festlichen Saal des Holiday Inn sorgte für große und berührende Momente.

Quelle: Karen Grunow

Schönefeld. Kati Karney wird laut – vor Glück. Ein Freudenschrei entfährt ihr, als klar ist, dass die Initiative „Brandenburg zeigt Herz“ mit dem Take-off-Award 2016 in der Kategorie „Mitmenschlichkeit“ ausgezeichnet wird. Die Stellvertreterin des Geschäftsführenden Vorstandes des Awo-Bezirksverbandes Brandenburg-Ost holt Abdulhalim Bakkour mit auf die Bühne des Schönefelder Holiday Inn-Berlin Airport Conference Centre. Der junge Syrer gehört zu den 400 Geflüchteten, für die im Herbst vergangenen Jahres in Frankfurt an der Oder binnen weniger Tage eine Unterkunft in einer Messehalle eingerichtet wurde. Was damals mit großem Engagement vieler als „Frankfurt zeigt Herz“ begann, wurde schnell eine landesweite Initiative von Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbänden. „Aber wissen Sie, wir stehen dafür, wir brauchen keinen Preis dafür, wir werden es immer wieder tun“, sagt Karney überwältigt. „Mit dem Preisgeld können wir neue Biografiearbeit machen“, erzählt Anne Böttcher, Geschäftsführerin des Awo-Landesverbandes Brandenburg. Sie wollen Geschichten wie die von Abdulhalim Bakkour sammeln.

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Im Hotel Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld ist am Wochenende der Take-Off-Award 2016 verliehen worden. Schirmherrin war Doris Schröder-Köpf, mit dabei waren unter anderem die Sängerin Katja Ebstein und der ehemalige Brandenburger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD).

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Noch stärker als im vergangenen Jahr steht die Hilfe für Geflüchtete diesmal im Fokus beim Take-off-Award, der 2012 vom Holiday-Inn-Geschäftsführer Thomas Tarnok initiiert worden war. Die Berliner Organisation „Jobs4Refugees“ gewinnt in der Kategorie „Ausbildung“ für ein Projekt, in dem Geflüchtete fit gemacht werden sollen für den Einstieg ins Berufsleben. „Sport ist eine Sprache, die jeder versteht“ ist ein Projekt des Jugendclubs „Offline“ vom SC Potsdam. Jugendwart Peter Schäperkötter kann dafür den Sonderpreis des Abends entgegennehmen. Regelmäßig, erzählt er, kommen rund 40 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, um im Club mit anderen Potsdamer Jugendlichen Sport zu treiben. „Über die Fitness kommen wir an sie heran“, weiß Schäperkötter. Der Club will seine bestehenden Angebote nun erweitern, nach draußen gehen. Dabei hilft das Preisgeld. Mit 10 000 Euro ist jeder der vier Preise des Take-off-Awards dotiert.

Hintergrund

Der Take-off-Award ist ein Preis für

Bildung, Ausbildung und Mitmenschlichkeit. Die drei in diesem Jahr in diesen Kategorien vergebenen Preise sowie der Sonderpreis waren mit jeweils 10 000 Euro dotiert.

Seit 2012 wird der Take-off-Award jährlich in Schönefeld vergeben. Initiiert wurde er von Thomas Tarnok, Geschäftsführer des Holiday Inn-Berlin Airport Conference Centre.

Zunächst konnten Projekte aus der Flughafen-Region dafür vorgeschlagen werden, im vergangenen Jahr wurde der Preis dann für ganz Berlin und Brandenburg ausgeschrieben, in diesem Jahr bundesweit.

Die siebenköpfige Jury unter Vorsitz von Günter Baaske (SPD), Brandenburgs Minister für Bildung, Jugend und Sport, konnte diesmal aus 71 eingereichten Projekten die vier Preisträger ermitteln.

Die nächste Preisverleihung für den Take-off-Award findet am 18. November 2017 statt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat bereits zugesagt, im kommenden Jahr die Schirmherrschaft dafür zu übernehmen.

Eine Summe, die nun auch für das Adolf-Reichwein-Mobil des Berliner Vereins Roma Trial – Transkulturelle Selbstorganisation von Roma und Nicht-Roma – genutzt werden kann. Für Laudator Romeo Franz spürbar eine Herzensangelegenheit, dem Vereinsvorsitzenden Hamze Bytyci zu Scheck und gläsernem Preis gratulieren zu können. „Sinti und Roma eine gleichberechtigte Chance auf Teilhabe an der Gesellschaft geben“ – dafür engagiert sich laut Franz der Verein. Mit dem Mobil realisiert Roma Trial Antirassismusworkshops mit dem Fokus auf Antiziganismus.

Doris Schröder-Köpf ist Schirmherrin

Doris Schröder-Köpf (SPD) ist in diesem Jahr als Nachfolgerin des ebenfalls anwesenden früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe Schirmherrin des Take-off-Awards. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe spricht über das Ehrenamt allgemein und über jene für Flüchtlinge Engagierten im Besonderen: „Sie stehen für das couragierte, das engagierte, für das motivierte und das – ich sag das mal so – gute Deutschland.“

6200 Euro Erlös aus Tombolalosen

Dass der von einem Vier-Gänge-Menü begleitete und von den Radiostimmen Clara Himmel und Jürgen Karney charmant moderierte Abend über die berührenden Momente der Preisvergaben hinaus ein rundum gelungener wurde, lag auch an zahlreichen Künstlern: An den Jongleuren Michael und Florian Canaval, Toni Gutewort and his Dance Orchestra, der Sandzeichnerin Natalia Moro, Pianistin Gerlint Böttcher und Ehrengast Katja Ebstein. Zugunsten ihrer Stiftung, die sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche in Brandenburg und Berlin kümmert, verkauften der Potsdamer Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel und Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD), der auch Vorsitzender der Preisjury des Take-off-Awards ist, Tombolalose. 6200 Euro kamen so zusammen.

Von Karen Grunow

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