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Dahme-Spreewald Tauche unter Zugzwang
Lokales Dahme-Spreewald Tauche unter Zugzwang
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00:19 09.10.2017
Seit 2009 ist Winnifred Tauche Gemeindevertreterin der Linken, seit 2014 die Fraktionsvorsitzende. Quelle: Foto: Oliver Becker
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Schulzendorf

Für die Linken-Politikerin Winnifred Tauche war das Wahlergebnis vom 24. September eine Enttäuschung. Deutliche 19 Prozentpunkte lag sie nach Auszählung der Stimmen abgeschlagen hinter dem amtierenden Rathauschef Markus Mücke (parteilos). Große Erfolgschancen rechnete sich die Linke vor der Wahl deshalb aus, weil die CDU erstmals keinen eigenen Kandidaten aufgestellt hatte und stattdessen die Linken-Kandidatin unterstützte. Bei der Stichwahl nimmt Tauche die Außenseiterrolle ein und steht unter Zugzwang – sie muss um viele weitere Stimmen auf Veranstaltungen kämpfen. Dabei ist sie auch auf Schützenhilfe des Bürgerbündnisses angewiesen, das sie nach der Wahlniederlage von Ramona Brühl unterstützen will.

„Ich will Bürgermeisterin werden, weil ich mein Leben lang Schulzendorferin bin und weiß, wie die Schulzendorfer ticken“, hatte Tauche zu ihrer Kandidatur gesagt. Sie wolle hauptamtlich zum Wohle und der Entwicklung von Schulzendorf tätig sein und habe dafür gute Voraussetzung aufgrund ihrer Verwaltungstätigkeit und Ehrenämter. Die 57-jährige Volkswirtin arbeitet seit 1984 beim Jugendamt in Berlin in leitender Funktion. Tauche ist ein Kind der DDR-Zeit, in Schulzendorf aufgewachsen und zur Schule gegangen. Von 1973 bis 1978 spielte sie aktiv Frauenfußball, danach engagierte sie sich in der Nachwuchsarbeit. Von 1997 bis 2011 war sie Mitglied im Vorstand des Kulturclubs Schulzendorf. Im Ehrenamt engagiert sie sich im Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche und des Dorfangers und im Feuerwehrförderverein. Seit 2009 ist sie Gemeindevertreterin, seit 2014 Linken-Fraktionsvorsitzende. Sie hat eine Tochter.

Tauche möchte bezahlbare Mietwohnungen für Senioren und junge Menschen schaffen, die nicht aus Schulzendorf wegziehen wollen. Dafür bringt sie die Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft ins Gespräch. Die Errichtung von Mietwohnungen für betreutes Wohnen in Absprache mit dem Investor der Waldsiedlung unterstützt sie. Geplante Bauprojekte – Waldsiedlung, Ritterschlag, Illgenstraße – seien für die Entwicklung Schulzendorfs wichtig. Weitere Bauflächen müssten nicht freigegeben werden, da ausreichend Wohnraum geschaffen werde. Analog zum Zuzug müsse die Infrastruktur angepasst und geprüft werden, ob genügend Kita-, Hort- und Schulplätze vorhanden seien sowie die Verkehrsanbindung unter die Lupe genommen werden. Mit der Schulerweiterung will sie die Not an der Bestandsschule schnell lindern. Die geplante Erweiterung um 13 Räume hält sie für richtig – sie sei von der Schulleitung empfohlen worden. Der gemeinsame Schulneubau mit Eichwalde und Zeuthen ist für sie nicht vom Tisch, aber nur denkbar, wenn mit dem Zuzug die Bedarfe feststellbar steigen und die Kosten feststehen.

Die Bürgerbeteiligung will sie stärken. Öfter müssten Anwohnerversammlungen abgehalten und Probleme gemeinsam erörtert werden, wenn Straßen saniert oder ausgebaut würden. Nur so würden die Bedürfnisse der Bürger ernst genommen. „Ich möchte ein Vermittler zwischen Bürgern und Verwaltung sein und letztere dahin bringen, dass sie die Bürgersorgen annimmt und sich als Dienstleister für die Schulzendorfer begreift – das ist heute leider oft nicht so“, sagte sie. Mit Zeuthen und Eichwalde will Tauche weiter eng bei Infrastruktur, Grundschulneubau, Kitaplanung, niveaufreier Bahnquerung in Eichwalde zusammen arbeiten. Eine Fusion lehnt sie ab. Wichtiges Anliegen im Straßenausbau ist für sie die Beleuchtung. Viele Straßenzüge müssten ausgeleuchtet werden, damit die Menschen sicher durch die Gemeinde kommen.

Von Oliver Becker

Mit 41 Prozent Stimmenanteil hat der amtierende Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) Rückenwind bei der zweiten Runde der Bürgermeisterwahlen in Schulzendorf. Am 15. Oktober entscheiden die Bürger zwischen Mücke und der Linken-Kandidatin Winnifred Tauche.

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