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Dahme-Spreewald Schnäppchenjagd im Museumsdorf
Lokales Dahme-Spreewald Schnäppchenjagd im Museumsdorf
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00:21 16.08.2018
Der Wünsdorfer Sven Lehmann (r.) erklärt Klaus Nolde aus Luckenwalde, wie eine Vergaserlaterne funktioniert. Quelle: fotos: frank Pechhold (2)
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Glashütte

Traumhaft schönes Wetter zog Tausende Besucher am Wochenende nach Glashütte. Zwei Tage lang verwandelte sich das Museumsdorf in eine Trödelmeile.

„Wir sind sehr zufrieden“, freute sich Marktbetreiberin Yvonne Schwarz über den großen Zuspruch. Viele Besucher kämen wegen des tollen Ambientes. „Die Leute wollen einfach nur klönen, gucken und ein bisschen handeln“. Samstag hätten rund 200, Sonntag 120 Trödler ihre Waren angeboten. Viele seien aus Sachsen, mehrere aus Thüringen, einige sogar aus Bochum, Bonn, Stuttgart, Berlin, Frankfurt (Oder) und Polen angereist. Die längste Anreise hatte Wolfgang Miosga aus Steyer in Österreich. Miosga besitzt ein Ferienhaus in Schönwalde, das er vielleicht vermieten oder verkaufen wolle. „Aber erst einmal muss Platz in dem Haus geschaffen werden“. Deshalb bot er in Glashütte beispielsweise viele Deckenlampen an. „Die sammle ich schon seit Jahren. Das ist so eine kleine Macke von mir.“

Klaus Nolde: „Was es alles so gibt“

Entspannt saß Sven Lehmann in einem Klappstuhl. Gelassen schaute der Wünsdorfer dem Treiben an seinem Stand zu. „Hier nimmt keiner was weg. Das sind alles ehrbare Leute.“ Trödelmarkt-Besucher wollten nicht ständig angequatscht werden, so Lehmann. Viele schreckt das eher ab. „Wenn sie sehen, dass da jemand aufsteht und auf sie zukommt, gehen sie schnell zum nächsten Stand weiter“. Deswegen lässt er die Leute lieber in Ruhe suchen. Auf den Campingtischen standen Gegenstände aus dem Nachlass seiner verstorbenen Tante, Bücher seines Bruders und Lehmans Autorennbahn. „Wenn ich sehe, dass jemand Interesse an einem bestimmten Gegenstand hat, dann gehe ich natürlich hin und sage etwas dazu“. Lehmann zufolge sei der Samstag besser gelaufen. „Da waren die Schnäppchenjäger unterwegs, die was bestimmtes brauchen. Heute sind mehr die Spaziergänger da.“

„Was es so alles gibt“, staunte Klaus Nolde. Der Luckenwalder war auf einen kleinen Schraubstock aus. „Bis jetzt habe ich nur große Werkzeuge gesehen.“ Also müssten seine Frau und er weiter suchen. „Aber erst mal muss ich meine Frau suchen.“ Sie war ihm in dem Trödel-Trubel abhanden gekommen.

Gesuchte Industrielampe ergattert

Eine Industrielampe mit hellgrünem Metallschirm nahm Matthias Reckers mit nach Baruth. „Danach haben meine Frau und ich gezielt gesucht, weil wir für unseren sanierten Schuppen noch ein paar Lampen brauchen“.

Ulrike und Gerd Krinzner aus Potsdam boten Hausrat an, der bis zu 120 Jahre im Familienbesitz war. „Die Kinder interessieren sich nicht so sehr dafür“, so Gerd Krinzner. Deshalb seien seine Frau und er zum ersten Mal nach Glashütte auf den Trödelmarkt gefahren. „Vielleicht hat ja der eine oder andere ein Herz für die schönen Dinge und kauft sie für kleines Geld.“

Udo Miemietz: „Spaß und Entspannung“

„Trödeln bedeutet für mich Spaß und Entspannung“, sagte Udo Miemietz aus Ruhlsdorf. Aber die ganze Sache habe einen Haken. Alle Bekannten und Verwandten wüssten inzwischen von seinem Hobby. „Jeder schleppt sein Zeug an.“ Wenn er die Geschenke annehme, bekomme er immer wieder was. Lehne er sie ab, bestehe die Gefahr, später auch wirklich gute Dinge nicht zu bekommen. „Da stecke ich immer in der Zwickmühle.“

Von Frank Pechhold

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