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Technologiezentren werden erweitert

Wildau Technologiezentren werden erweitert

Die Technologiezentren in Wildau sind zu 99,2 Prozent ausgelastet. Deshalb plant die Wirtschaftsförderungsgesellschaft einen Neubau für 17 Millionen Euro. Einen Teil davon – 2,5 Millionen Euro – steuert der Kreis bei.

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Vor dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt III: Gerhard Janßen, Karsten Königstein, Leif-Nissen Lundbaek und Chris Halecker (v.l.).

Quelle: Karen Grunow

Wildau. Gerade noch so konnten die beiden Start-ups Xain AG und Smartly Solutions GmbH in die Technologiezentren in Wildau einziehen. „Der Auslastungsgrad liegt derzeit bei 99,2 Prozent“, erklärt Chris Halecker (Linke), stellvertretender Landrat in Dahme-Spreewald. „Ein edles Problem“ nennt das Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG), die die drei Objekte des Zentrums für Luft- und Raumfahrt und das Technologie- und Gründerzentrum Wildau betreibt. Mittlereile arbeiten in rund 60 Unternehmen mehr als 650 Menschen. Nun konnte Halecker einen Zuwendungsbescheid des Kreises über 2,5 Millionen Euro für die nächste Erweiterung des Komplexes überreichen. „Für so etwas geben wir doch gerne Geld aus“, sagte er.

Mit 13 Leuten ist im April die Xain AG in Wildau eingezogen. Leigf-Nissen Lundbaek ist einer der Gründer des in Oxford entstandenen Unternehmens. Es ist auf so genannte Blockchain-Technologien spezialisiert. „In gewisser Weise ein kryptografisches Verfahren“, erklärt Lundbaek. Die Systeme funktionierten ohne zentralen Server und werden durch Algorithmen stabilisiert. Angewendet wird die Blockchain-Technologie beispielsweise bei digitalen Währungen. Die Xain AG hat den ersten Porsche Innovation Contest gewonnen und ist nun dabei, auch mit Porsche zusammenzuarbeiten. Auch die Daimler AG kooperiert im Produktionstracking mit dem jungen Wildauer Unternehmen, das auch im Bereich autonomes Fahren aktiv ist. Für Leif-Nissen Lundbaek ist Berlin „die Hauptstadt der Blockchain-Technologie“ geworden. Deshalb wollten er und Mitgründer Felix Hahmann auch in die Region, suchten zunächst in Potsdam. Da aber, sagt er, fehlte die nötige Infrastruktur. In Wildau fühlen sie sich nun sehr gut aufgehoben.

Neubau soll 2020 fertiggestellt werden

Das gilt auch für Karsten Königstein und seine Smartly Solutions GmbH, die erst im Juni von Königs Wusterhausen nach Wildau gezogen ist. Fünf Mitarbeiter hat die Firma derzeit. Noch. Denn gerade, erzählt der Geschäftsführer, gab es einige wichtige Investitionen in sein Unternehmen, das ebenfalls mit der Daimler AG zusammenarbeitet, aber auch mit anderen Großkunden wie Zalando. „Wir bauen und vertreiben Industrie-4.0-Standardlösungen“, berichtet Königstein. „Wir liefern alles, was der Kunde braucht, damit er sofort loslegen kann.“ Entwickelt wurde das Firmenkonzept mit einer Großräschener Gerüstbaufirma. Im vergangenen Jahr gab es für die innovativen Konzepte, mit denen auch kleinere Unternehmen bei der zunehmenden Digitalisierung der Produktionswelt Schritt halten können, den Brandenburger Innovationspreis.

Um auch künftig solchen Unternehmen in Wildau Platz zu bieten, wird nun also neu gebaut. Um die 17 Millionen Euro, so Janßen, werden in den Neubau fließen, der 2020 fertig werden soll. Darüber hinaus ist die Entwicklung einer gemeinsamen Dachmarke in Vorbereitung, bei der neben den Häusern der Wirtschaftsförderungsgesellschaft auch das Desy in Zeuthen, die TH Wildau, der Wildauer Standort des Fraunhofer IAP für Polymermaterialien und Composite und der Königs Wusterhausener Technologiepark Funkerberg integriert werden. Mit dem künftigen Zentrum für Zukunftstechnologien der WFG, den geplanten Erweiterungen der TH, des Desys und von Fraunhofer sowie auf dem Funkerberg werden in den nächsten zwei Jahren rund 100 Millionen Euro in der Region investiert. „Es kommt ins Rollen“, freut sich Janßen. Und Chris Halecker betont, dass die Region auch als Wohnort für die zu erwartenden Fachleute noch attraktiver werden muss.

Von Karen Grunow

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