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Dahme-Spreewald Telekom baut letzte Telefonzelle in der Stadt ab
Lokales Dahme-Spreewald Telekom baut letzte Telefonzelle in der Stadt ab
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10:31 22.02.2018
Die Telefonzelle hat gegen Mobiltelefone keine Chance, wie dieses letzte Wildauer Exemplar in der Freiheitstraße, Ecke Fichtestraße. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

In Wildau geht bald die Ära der Telefonzellen zu Ende. Die Telekom will den letzten öffentlichen Fernsprecher an der Freiheitstraße/Ecke Fichtestraße abbauen, weil er einfach überflüssig geworden ist.

Wildauer Telefonzelle wird nicht mehr genutzt

Vize-Bürgermeister Marc Anders (parteilos) informierte im Hauptausschuss des Stadtrates über die Absicht des Unternehmens. Die Stadtverwaltung hat dem Antrag auf Rückbau der Telefonzelle, wie es offiziell heißt, schon zugestimmt. Einen Termin dafür nannte Anders nicht. Eigentlich ist es gar keine richtige, geschlossene Zelle mehr, sondern eine überdachte Säule. Sie

Marc Anders, ist Kämmerer und Vize-Bürgermeister der Stadt Wildau Quelle: Franziska Mohr

ist eingerahmt von zwei Glaswänden links und rechts. Es gibt nicht nur das Telefon, sondern einen WLAN-Hotspot, also eine kabellose Verbindung ins Internet. Geholfen hat das alles nichts. Laut Marc Anders ist von dem öffentlichen Telefon im Jahr 2017für drei Euro telefoniert worden. Laut Telekom müssen Telefonzellen aber mindestens 50 Euro monatlich einspielen. Sie sind im Zeitalter der Mobiltelefone kaum noch gefragt, bundesweit gibt es noch 20 000 Telekom-Telefonzellen.

Parkverbot in der Bergstraße kommt

Im Hauptausschuss war außerdem die Bergstraße ein Thema, deren mehrjähriger Ausbau im vorigen Jahre abgeschlossen wurde. Die Stadt Wildau will für den Abschnitt zwischen Schillerallee und Jahnstraße ein Parkverbot beantragen. Grund sind Autos, die vor allem morgens und spätabends jenseits der besetzten Parkbuchten am Straßenrand stehen und den Verkehr behindern, wie Marc Anders sagte.

Für die Bergstraße wird die Stadt Parkverbote beantragen. Quelle: Frank Pawlowski

Das sorgte noch einmal kurz für Diskussionen. CDU-Fraktionschef Mark Scheiner befürwortet das Parkverbot, weil die Bergstraße mit rund 17 000 Fahrzeugen täglich eine der am meisten befahrenen Straßen im Kreis sei. Allerdings würden dann auch Parkplätze für das Restaurant Bergstüb’l wegfallen, das sei schlecht. Es seien dort zu wenige Parktaschen geplant worden. „Dafür ist es jetzt zu spät“, sagte Thomas Wilde (Linke). Er sprach sich dagegen aus, das Lokal vom Parkverbot auszunehmen. Die Sorge vor Rasern in der Straße hält er für unbegründet. Er regte an, in der Bergstraße, falls nötig, Geschwindigkeitskontrollen mit stationären oder mobilen Blitzern durchzuführen.

Freie Träger für neue Kita gesucht

Für die geplante neue Kita „Am Hasenwäldchen“ in der Freiheitstraße/Ecke Fliederweg soll ein freier Träger gesucht werden. Der Hauptausschuss empfahl das der SVV einstimmig, die am 27. Februar darüber entscheiden wird. Die Fraktionen CDU/SDP und SPD bringen den Antrag gemeinsam ein. Zunächst soll ermittelt werden, ob freie Träger überhaupt daran interessiert sind, in Wildau eine Kita zu betreiben. Erst danach berät die SVV über eine Vergabe. „Das ist ein Signal, dass wir freie Träger haben wollen“, sagte Mark Scheiner. Die Kinder der kommunalen Kita „Wirbelwind“ ziehen mit in die neue Einrichtung, für die es noch keinen Eröffnungstermin gibt. Der Vorentwurf des B-Planes liegt derzeit aus. Zur Zukunft der Wirbelwind-Beschäftigten gab es mehrere Fragen im Ausschuss. Die Linken drängten darauf, die sozialen Aspekte zu klären. „Wir kümmern uns um unsere Leute“, sagte Vize-Bürgermeister Marc Anders.

Von Frank Pawlowski

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