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Telzer beklagen Gefahr für Grundschüler

Brenzliche Situationen an der Dorfaue Telzer beklagen Gefahr für Grundschüler

Aufgrund der gesperrten B96 in Zossen fahren derzeit deutlich mehr Fahrzeuge als üblich durch Telz. Für die Schulkinder im Ort birgt das Schwierigkeiten in Sachen Schulweg: Sie müssen jetzt eine vielbefahrene Straße überqueren. Das hat laut Ortsvorsteher Lothar Pehla bereits mehrfach zu brenzlichen Situationen geführt.

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An Bushaltestellen kann es gefährlich werden.

Quelle: dpa

Telz. Lothar Pehla ist alarmiert. „Zweimal ist es schon fast zu Unfällen mit Schulkindern gekommen“, sagt der Ortsvorsteher von Telz. Vor zwei Wochen wurde die B96 in Zossen für Bauarbeiten gesperrt (die MAZ berichtete), nun rollt der Verkehr auf einer Umleitungsstrecke durch Telz – bis zum November täglich 20 000 Fahrzeuge. Und das in der sonst verschlafenen Telzer Dorfaue.

Aber was Lothar Pehla und mit ihm vielen Eltern Sorgen bereitet, ist die Situation rund um die Bushaltestelle in der Dorfaue. Mehrmals am Tag holen Busse die Kinder ab, um sie in die Grundschule nach Mittenwalde und wieder zurückzubringen. „Besonders problematisch ist es morgens“, sagt Lothar Pehla. „Auf der einen Straßenseite hält der Bus, auf der anderen befindet sich das Wartehäuschen, in dem die Schüler warten. Kommt der Bus, laufen sie über die Straße.“ Vor der Umleitung war das kein Problem. „Jetzt stellt es eine akute Gefahr dar“, so Pehla. Immer mehr Eltern begleiten ihre Kinder morgens deshalb zum Schulbus.

Tempo 30 wurde abgelehnt

Dabei hat es vor drei Monaten einen Termin gegeben. Teilnehmer waren der Telzer Ortsvorsteher, Gabriele Frenzel, Chefin des Ordnungsamts in Mittenwalde, sowie Vertreter des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg. „Wir haben Tempo 30 beantragt, das ist nicht genehmigt worden“, so Gabriele Frenzel. Gestern hat sie den Landesbetrieb angeschrieben und darum gebeten, dass die Situation vor Ort noch einmal überprüft wird. „Auch könnte man das beidseitige Halteverbot wieder aufheben“, sagt sie. Das wurde eingeführt, um den Autos in Bereich der Dorfaue freie Fahrt zu sichern. „Die Aufhebung würde für eine Geschwindigkeitsanpassung sorgen“, so die Chefin des Ordnungsamts.

Pehla hat bei dem Termin eine noch unkompliziertere Idee gehabt. Der Schulbus macht eine Schleife, um ohne Wendemanöver wieder nach Mittenwalde fahren zu können. Er kommt über die B246, biegt ein paar hundert Meter vor dem Ortseingang Telz in den Bergweg ein, dann in die Dorfaue, um mit den Schülern über die B246 in die Grundschule zurückzukehren. Pehla machte den Vorschlag, diese Wendeschleife andersherum zu fahren. Vorteil: der Bus könnte vor dem Wartehäuschen halten. Aber das verhindert ein kurzer, kaum befahrener Abschnitt am Bergweg, der als Einbahnstraße ausgewiesen ist. „Man könnte die Beschilderung für Schulbusse ändern“, so Pehla.

Gabriele Frenzel hat sich mit der Polizei verständigt, eine Tempokontrolle an der Haltestelle vorzunehmen – damit Tempo 50 eingehalten wird. Weitere Beruhigung soll ab der nächsten Woche ein Geschwindigkeitsmesser bringen. „Dann sehen die Leute, wie schnell sie sind“, so Gabriele Frenzel.

Von Dietrich von Schell

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