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Teupitz entgeht Haushaltssicherungskonzept

Massive Streichungen und kaum Investitionen Teupitz entgeht Haushaltssicherungskonzept

Wie bei vielen Kommunen im Land Brandenburg fehlt auch in Teupitz immer noch die Eröffnungsbilanz zum Start der doppischen Haushaltsführung 2011. Das macht das Agieren kompliziert; trotzdem gelang es den Teupitzern, das befürchtete Haushaltssicherungskonzept abzuwenden.

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Die Radwegbrücke über den See wartet noch auf Anschluss.

Quelle: Karen Grunow

Teupitz. Die der Stadt Teupitz drohende Haushaltssicherung konnte für dieses Jahr noch einmal abgewendet werden. Der ehrenamtliche Bürgermeister Dirk Schierhorn (Bürgernettzwerk) stellte in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten den Haushaltsplan vor. Durch Rücklagen und massive Streichungen kann das Defizit zwischen Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 157 000 Euro ausgeglichen werden. „Das ist keine Entwarnung für die Zukunft“, stellt er jedoch klar. Laut Haushaltsentwurf seien die Rücklagen nach diesem Jahr nahezu vollständig aufgebraucht, betont er.

Wie bei sehr vielen Kommunen ist auch in Teupitz das Problem, dass noch immer keine Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2011 existiert. Seitdem gilt für Kommunen in Brandenburg die doppische Haushaltsführung. Die Schwierigkeit ist die Einschätzung des Anlagevermögens, welcher Wert heute beispielsweise Straßen zugeschrieben werden kann, die vor Jahrzehnten ausgebaut worden sind. „Das Anlagevermögen muss solide bewertet werden“, fordert Schierhorn deshalb. Es seien kaum weitere Investitionen und nur notwendigste Unterhaltungen machbar, fasst er die derzeitige Haushaltslage zusammen. Trotzdem werden einige kleinere Arbeiten in der Kita realisiert, außerdem werden bereits begonnene Stadtsanierungsmaßnahmen wie die Entwässerung des Amtsparkplatzes in diesem Jahr abgeschlossen. Mit einer Einwohnerversammlung soll in der nächsten Woche im Ortsteil Neuendorf der Ausbau der dortigen Buswendeschleife angegangen werden.

Dauerbaustelle Radweg wird fertiggestellt

In den Haushalt integriert wurde auch die geplante Neugestaltung der Badestelle in der Teupitzer Gutzmannstraße. Hierfür werden zusätzliche Gelder aus dem EU-Förderprogramm Leader benötigt. In der jüngsten Leader-Antragsrunde konnte das Projekt nicht berücksichtigt werden. Die Teupitzer wollen deshalb zum nächsten Termin im Herbst ihre Badestelle erneut bewerben.

Außerdem kündigt Schierhorn an, dass die Dauerbaustelle Radweg zwischen Teupitz und Schwerin noch in diesem Jahr der Vergangenheit angehören wird. Es habe Abstimmungsschwierigkeiten auch innerhalb des Landesbetriebes für Straßenwesen gegeben, deshalb ruhten die Bauarbeiten für ein dreiviertel Jahr komplett. „Doch nun ist der Förderbescheid für den vierten Bauabschnitt da“, so Schierhorn. In der nächsten Sitzung der Stadtverordneten Anfang Mai sollen die Bauaufträge vergeben werden, sodass im Sommer wieder gebaut werden kann. Es geht nur noch darum, die Brückenkonstruktion über den Teupitzer See an die aus Teupitz und Schwerin kommenden Wege anzuschließen.

Von Karen Grunow

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