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Dahme-Spreewald Teupitzer Jugendliche besuchen Dichterstätte
Lokales Dahme-Spreewald Teupitzer Jugendliche besuchen Dichterstätte
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12:25 05.07.2016
Die Mädchen und Jungen durften sich auch mal an Richard Dehmels Schreibtisch in seiner Villa in Hamburg setzen. Quelle: Ralf Irmscher
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Münchehofe/Hamburg

Wer sich die Schuhe auszog, durfte sogar selbst mal Platz nehmen vor dem Schreibtisch, an dem einst Richard Dehmel saß und dachte und dichtete. 20 Mädchen und Jungen, die bis zum vergangenen Schuljahr noch Grundschüler in Teupitz waren, fuhren nun nach Hamburg, um den Wohnort des Dichters zu besichtigen. Der war 1863 im heutigen Münchehofer Ortsteil Hermsdorf als Förstersohn geboren worden und 1901 nach Hamburg gezogen, wo er 1920 starb. Das Haus, das 1912 für ihn und seine zweite Frau Ida errichtet wurde, war einst ein wichtiger Treffpunkt der Geistes- und Künstlerszene; hierher kamen Max Liebermann, Thomas Mann oder Richard Strauss, der auch einige von Dehmels Gedichten vertonte. Das Haus wurde nun aufwendig saniert; ab Herbst soll es öffentlich zugänglich sein.

Eintrag ins Gästebuch

„Wir waren die ersten, die sich ins Gästebuch eintragen konnten“, erzählt Ralf Irmscher. Der Bürgermeister von Münchehofe hatte 2014 bereits angeregt, dass die Grundschule in Teupitz sich einmal mit Richard Dehmel im Rahmen eines Projektes auseinandersetzen könnte. Schließlich ist es etwas Besonderes und wirkt umso stärker nach, den Wurzeln eines berühmten Menschen dort nachzuspüren, wo man selbst verwurzelt ist. Anfang 2015 begannen die damaligen Sechstklässler mit ihrem Dehmel-Projekt, sie befassten sich mit seinem Leben, seinen Frauen und natürlich dem Werk des Dichters, der um 1900 einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker war. Zum Abschluss ihres Projektes besuchten sie Hermsdorf, den Dehmel-Gedenkstein und die 2013, zum 150. Geburtstag des Dichters, gepflanzte „Dehmel-Kiefer”.

Die Hamburg-Reise war nun noch mal ein Dankeschön an die Kinder. Insgesamt reisten 38 Dehmel-Fans mit, einige Münchehofer waren dabei und auch vier Kinder, die in den Flüchtlingsunterkünften im Schenkenländchen wohnen und die Grundschule in Teupitz besuchen.

Spurensuche in der Region

Dort soll es im nächsten Schuljahr weitergehen mit literarischen Spurensuchen in der Region. Ralf Irmscher und Schulleiterin Cornelia Wetzk wollen dieser Tage beratschlagen, was sich eignen würde. „So etwas bleibt hängen“, hat Irmscher auf der Hamburg-Fahrt ganz stark gespürt. Denn die Kinder waren „hochmotiviert und hochinteressiert“.

Unterstützt wurde die Tour von der Gemeinde, dem Landkreis und der Hermann-Reemstma-Stiftung, die das Dehmel-Haus saniert hat. Nach dem Rundgang dort durften die Gäste aus dem Schenkenländchen im Landhaus Baur, dem Sitz der Stiftung, Mittagessen und konnten dann noch einen Nachmittag lang beim Straßenfest in Hamburg-Altona mitfeiern. „Es war eine schöne Tour, das hat viel Spaß gemacht“, freut sich Irmscher, der bei der Organisation auch von der Jugendkoordinatorin Astrid Peters unterstützt wurde.

Von Karen Grunow

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