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Dahme-Spreewald Teupitzer kämpfen gegen Wellengang
Lokales Dahme-Spreewald Teupitzer kämpfen gegen Wellengang
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00:25 29.07.2015
Mehr als 40 Oldieboote kreuzten am Sonnabend auf dem Teupitzer See. Quelle: Fotos: Uta Schmidt (3)
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Teupitz

Sonne, Wasser, starke Brise – trotz des Sommersturms stand das traditionelle Seefest am Wochenende in Teupitz unter einem guten Stern. 25 Schwimmer eröffneten das Spektakel am Samstagmorgen mit der fünften Auflage des Seeschwimmens. Hilmar Stolpe vom gastgebenden Bikut-Verein hatte nach dem Erfolg im vorigen Jahr zwar mit einer größeren Beteiligung am Sportevent gerechnet, freute sich aber dennoch über die gute Stimmung. „Wahrscheinlich sind wegen der Unwetterwarnung die spontanen Teilnehmer ausgeblieben“, sagte der Vereinsvorsitzende. Wegen des hohen Wellengangs, der den Schwimmern das Wasser direkt ins Gesicht schlug, musste der Kurzstreckenlauf über 700 Meter ganz abgesagt werden.

Alexander Birkhoff, Roberto Gutsche und Florian Wirt aus Berlin hatten trotz des starken Windes und heftiger Wellen viel Spaß am Seeschwimmen. Für die 1300 Meter brauchten sie rund 35 Minuten. Zu den Schnellsten gehörten sie damit nicht. Das machte aber nichts. „Wir wollten einfach nur einen schönen Tag erleben“, sagte Gutsche, der schon zum dritten Mal am Teupitzer Schwimmwettbewerb teilgenommen hatte. Alexander Birkhoff war zudem das Glück hold: Der junge Mann zog einen Restaurant-Gutschein aus der Tombola-Lostrommel und bescherte sich und den Freuden ein reichliches Mittagessen in Tornow.

Trubel herrschte zeitgleich auf dem nahegelegenen Relax-Campingplatz im Ortsteil Neuendorf, wo fast 40 Leute mit ihren schnittigen Oldiebooten festgemacht hatten und die Blicke auf sich zogen. Das Oldiebootsommertreffen findet schon seit elf Jahren statt, und den Teilnehmern geht es dabei nicht nur um Spaß“, wie Dirk Bütow vom Verein Oldieboote Deutschland klarstellt. „Wir suchen auch den Erfahrungsaustausch. Wer ein altes Boot fährt und unterhält, braucht viele gute Tipps von Gleichgesinnten.“

Gute Ratschläge nahmen Thorsten und Bianka Schroedter gerne entgegen, die mit einem „Variant Tourist“ am Ufer gestrandet waren und versuchten, den Motor des Holzbootes wieder flott zu machen. In seine schnittige „Boesch de luxe“ aus Mahagoni-Holz lud Guido von Ackeren aus Kleve derweil Neugierige zur Spritztour ein. Dieses Angebot ließ sich Isabelle Demin nicht entgehen. „Ich wollte schon immer mal auf einem so eleganten Boot mitfahren“, sagte die junge Berlinerin. Andere Gästen schwärmten vom Charme der Holzboote, die aber auch richtig Gas geben könnten. Die Wasserpolizei hatte in einiger Entfernung ein Auge drauf. „Immer mehr unserer Vereinsmitglieder kommen aus ganz Deutschland zu diesen Sommertreffen. Sie lieben die Ausfahrt über den Teupitzer See und die Dahme“, sagt Dirk Bütow. Über die große Resonanz freute sich auch Gastgeber Uwe Podlasly, der Inhaber des Relax-Campingplatzes in Neuendorf. Vor elf Jahren sei die Idee zum Treffen der Oldiebootbesitzer entstanden. „Damals hatte mancher ein Boot aus der DDR gekauft, ohne viel darüber zu wissen. Rat und Hilfe waren nötig“, so Podlasly. Inzwischen machen Holzboote aus dem Dreißigern ebenso an seinem Ufer Halt wie Plastikboote aus den Siebzigern. Im nächsten Jahr wollen auch die Oldiebootfans Susanne und Ranya Kalus-de-Praganca an dem Treffen teilnehmen. „Unser Boot wird gerade saniert. Wir sind auf der Suche nach einem Liegeplatz und nutzen schon mal die Kontakte“, so die Berliner.

Von Uta Schmidt

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