Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Rettung eines Schwans hat Nachspiel
Lokales Dahme-Spreewald Rettung eines Schwans hat Nachspiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:21 15.08.2014
Die Feuerwehr bewies ein großes Herz und rettete den Schwan. Quelle: Aireye
Anzeige
Waltersdorf

Die Schwanenrettung von vor einer Woche am Weiher in Waltersdorf schlägt Wellen. Stefan Klippstein vom Verein Deutsches Tierschutzbüro erstattete Anzeige beim Landkreis Dahme-Spreewald – weil die Hilfe für die Tiere angeblich zu spät und unsachgemäß erfolgte. Die Kräfte der Feuerwehr waren letzte Woche ausgerückt, weil einem Schwan ein Angelhaken im Hals steckte. Ein weiterer Jungschwan hatte sich in Angelschnüren verheddert und konnte sich nicht mehr selbst aus dieser misslichen Lage befreien.

Rettung kam laut Tierschützer zu spät

Die ganze Aktion zog sich nach Meinung des Tierschutzbüros zu lange hin. Denn bereits am 6. August sei die Feuerwehr in Waltersdorf über die Verletzungen der Tiere benachrichtigt worden. Zudem sollen Mitarbeiter des zuständigen Ordnungs- sowie Veterinäramtes vor Ort gewesen sein. „Passiert ist jedoch nichts“, so Klippstein. Dabei seien die Tiere in akuter Gefahr gewesen, hätten sterben können. Am nächsten Tag dann ein erneuter Versuch der Waltersdorfer Truppe: Dieses Mal konnten die Kameraden das Jungtier befreien. Doch der alte Schwan zeigte sich äußerst aggressiv, ließ die Retter nicht an sich heran. „Erst dann erhielt das Deutsche Tierschutzbüro Meldung“, berichtet Klippstein. Aber eine Hilfsaktion wurde erst für den nächsten Tag vereinbart. So lange wollten die Waltersdorfer Retter jedoch nicht warten und schritten schließlich noch einmal – inzwischen Freitag – ein, lockten den Schwan aus dem Wasser und entfernten den Haken. „Ich will den Kameraden absolut keinen Vorwurf machen, aber sie gingen unfachmännisch vor und ohne Hilfe eines Tierarztes“, beklagt nun der Mann vom Tierschutzbüro.

Schwan kollabiert bei Einsatz mit Tierschutzbüro

Dies weist der Waltersdorfer Wehrführer Michael Wurbs entschieden zurück. „Wir waren einmal vor Ort und wollten helfen“, sagte er. Ein Kamerad habe den sich heftig wehrenden Schwan am Ufer unter den Flügeln gepackt. Dann sei der Haken entfernt worden. Eine Tierärztin sei zudem benachrichtigt und da gewesen. „Dem Schwan ging es anschließend gut. Er schwamm normal auf dem Wasser“, so Wurbs weiter. Erst als der zweite Einsatz mit dem Tierschutzbüro erfolgte, sei der Schwan kollabiert. „Für uns ist es klar, dass das Tier diesen Stress nicht zweimal aushielt“, meint der Wehrchef. Das hatte zur Folge, dass der Schwan schließlich zur Seite kippte und auf dem Wasser trieb. Klippstein brachte ihn dann in die Tierklinik Düppel in Berlin: „Das Tier wurde hier geröntgt und mit Medikamenten versorgt.“

Anzeige gegen Tierschutzbüro wird in Erwägung gezogen

Ein solcher Vorfall soll sich nicht wiederholen. „Wir fordern daher, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um das Seeufer von Angelhaken und -schnüren zu reinigen“, so die Tierschützer in der Anzeige beim Landkreis. „Wir werden den Sachverhalt prüfen“, so Sprecherin Heidrun Schaaf.
Nun muss sich das Tierschutzbüro möglicherweise auf eine Gegenanzeige gefasst machen. Laut Tierschutzgesetz hätte es bei Wildtieren wie Schwänen sofort aktiv werden müssen.

Von Andrea Müller

Brandenburg Firma aus Wildau baut Drohnen - Der Herr des Fliegens

Hightech aus Brandenburg: Die Firma Aidrones aus Wildau (Dahme-Spreewald) baut zivile unbemannte Fluggeräte - sogenannte Drohnen - für den Weltmarkt. Firmengründer Yorck Rackow, ein gelernter Maschinenbau-Ingenieur, ist schon lange fasziniert von der unbemannten Luftfahrt.

18.08.2014
Dahme-Spreewald Freigesetztes Uran aus der ehemaligen Spee-Produktion der DDR - Erhöhte Uran-Werte im Trinkwasser

Hochwertiges Trinkwasser ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr: Es besteht Handlungsbedarf beim Märkischen Abwasser-und Wasserzweckverband. In Wildau ist eine erhöhte Uran-Konzentration gemessen worden. Die Werte liegen noch unter den gesetzlichen Grenzwerten. Das Uran stammt aus der Spee-Produktion in der DDR.

15.08.2014
Polizei Dahme-Spreewald: Polizeibericht vom 15. August - Zwei Unfälle in einer Straße

+++ Wildau: In der Chausseestraße hat es gleich zweimal am Donnerstagabend gekracht +++ Motzen: Reh kreuzt die Fahrbahn und wird von Autofahrer angefahren +++ Schulzendorf: Diebe brechen Kleintransporter auf und lassen Werkzeuge für 6500 Euro mitgehen +++

15.08.2014
Anzeige