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Tino Höch übernimmt die Regie

Musikschule Seeliger in Wildau Tino Höch übernimmt die Regie

Die Wildauer Musikschule Seeliger feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Für Inhaber Roberto Seeliger ist dies Anlass genug, um die Geschäfte der Schule in jüngere Hände zu legen. Die Regie über die 370 Musikschüler übernimmt fortan der 26-jährige Tino Höch, der seine musikalische Laufbahn einst selbst in der Musikschule Seeliger begann.

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Fortan ein gutes Duo: Inhaber Roberto Seeliger (vorn) und sein neuer Geschäftsführer Tino Höch.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. In der Musikschule Seeliger in der Schwartzkopff-Siedlung in Wildau gibt es derzeit gleich zwei Anlässe zum Feiern: Das 20-jährige Bestehen sowie die deutliche Verjüngung der Geschäftsführung. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres führt dort der 26-jährige Tino Höch Regie, der Musikpädagogik studierte und im vorigen Jahr noch einen Abschluss im Studiengang Wirtschaft und Recht erwarb. „Diese Arbeit ist sehr abwechslungsreich, weil man gemeinsam mit den Musikschülern Ideen umsetzen, Konzepte erstellen und selbstverständlich auch unterrichten kann“, sagt Höch. Seine musikalische Laufbahn begann 1998 selbst in der Musikschule Seeliger, in der er als Schüler Klavier- und Gitarrenunterricht nahm sowie musiktheoretische Kenntnisse erwarb.

„Ich bin unglaublich froh, mit Tino einen jungen, engagierten Nachfolger gefunden zu haben“, sagt Roberto Seeliger, der Inhaber der Schule bleibt. Bei Tino Höch passte nicht nur die musikalische Begabung, sondern auch die menschlichen Qualitäten, lobt der 60-Jährige. Das zeige sich auch daran, dass er binnen kürzester Zeit zum Landesvorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Privatmusikschulen (BPPM) gewählt wurde. Ansonsten hofft der diplomierte Kulturarbeiter Seeliger, dass er sich künftig stärker seinem „neuen Baby“, dem Aufbau eines modernen Dienstleistungsbüros für kulturelle Bildung sowie der Vermittlung von kulturellen und musikalischen Dienstleistungen widmen kann.

Musikschule startete mit 35 Schülern

Gestartet ist Roberto Seeliger 1996 mit knapp 35 Musikschülern, einem Unterrichtsraum sowie jeweils einem Gitarren- und einem Keyboard-Lehrer. Heute zählt die private Musikschule 370 Schüler von den dreijährigen Küken bis zum 82-jährigen Senior. Höch zufolge sind etwa ein Viertel der Musikschüler Erwachsene, die entweder ein Hobby aus ihrer Jugendzeit nach Jahrzehnten wieder aufnehmen oder jetzt endlich die Zeit finden, um ein Instrument völlig neu zu erlernen. „Meist sind dies die fleißigsten Schüler, weil sie eben genau wissen, was sie wollen“, berichtet Seeliger aus seiner langjährigen Erfahrung.

Im Rückblick bewertet er die Zeit als die schwierigste, in der sich die private Musikschule nach fast acht Jahren aus dem Yamaha-Franchise verabschiedete. „Wir wollten unser eigenes Profil schärfen. Da war der etwa zweijährige Übergang schon ein wenig holprig, ehe wir endgültig auf eigenen Beinen standen“, gesteht Seeliger in der Rückschau. Jetzt aber verfügt die Musikschule über neun verschiedene Fachbereiche von den Tasten- über die Zupf- und Streich- bis zu den Blasinstrumenten sowie dem Schlagzeug. Auch Gesang und Chorausbildung sind dabei. Von den musikalischen Fortschritten der Musikschüler können sich die Dahmeländer übrigens am 18. Juni beim „Tag der offenen Tür“ aus Anlass des Aktionstages „Deutschland macht Musik“ überzeugen. Von 10 bis 14 Uhr spielen dann unter anderem in dem zur Musikschule gehörenden „Klub 114“ in Anlehnung an die gleichnamige Hausnummer in der Siedlung (ehemaliges Schwartzkopff-Restaurant) die Seniorenjazzband sowie die „Soulband“ der Schüler auf.

Private Musikschulen haben schlechten Ruf

Zwei Dinge allerdings stimmen Roberto Seeliger angesichts des Jubiläums seiner Musikschule aber doch ein wenig nachdenklich. „Die privaten Musikschulen finden im Land Brandenburg leider noch immer nicht die Wertschätzung, die sie verdienen. Stattdessen haftet ihnen noch immer das Klischee der profitorientierten Kapitalisten an“, kritisiert Seeliger. Er müsse auch registrieren, dass das Bildungsniveau vieler Schüler nachlasse. Vor allem die Lesefähigkeiten ließen zu wünschen übrig, so dass den Mädchen und Jungen jetzt so manche Angebote erst viel später unterbreitet werden können als früher. „Andererseits aber freue ich mich, dass viele unserer Musikschüler inzwischen tolle, nette Menschen geworden sind, die mitten im Leben stehen“, sagt Seeliger weiter. Das sei für ihn das schönste Geburtstagsgeschenk.

Von Franziska Mohr

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