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Dahme-Spreewald Töpchin glänzt mit innerer Schönheit
Lokales Dahme-Spreewald Töpchin glänzt mit innerer Schönheit
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00:20 18.09.2017
Der Blick über den Dorfanger von Töpchin mit Kriegerdenkmal und Fachwerkhaus: Der Ort nimmt teil am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Quelle: Andrea Müller
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Töpchin

Töpchin ist ein Dorf wie jedes andere. Oder doch nicht? Für Ortsvorsteher Jan Priemer ist es viel mehr. Vor allem aber eines: Ein Miteinander. Das will Priemer gemeinsam mit anderen aus Töpchin beim Kreis-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in den Mittelpunkt stellen.

Nicht messen mit Spreewald-Dorf, Kähnen und Trachten

„Wir können mit Spreewald-Dörfern, Kähnen und Trachten natürlich nicht mithalten“, meint der Ortsvorsteher. Auch wenn sich Töpchin nicht zu verstecken brauche mit seinem Dorfanger, der Kirche, der Wasserpumpe, der Schule, der Künster-Kolonie, den Wasserbüffeln und den herrlichen Wäldern ringsherum. „Alles sehenswerte Orte in unserem Dorf“, so Priemer. Was er aber besonders schätzt in einem Dorf wie Töpchin sei, dass die Bewohner anders als in der Stadt nicht anonym bleiben, sondern sich kennen, miteinander reden und einander helfen. Das sei Töpchins Trumpf im Wettbewerb – sozusagen die innere Schönheit.

Die Kirche gehört in Töpchin zu den Schmuckstücken. Das ganze Ambiente um den Dorfanger herum lädt zum Verweilen ein. Quelle: Andrea Müller

Töpchin hat natürlich – wie viele andere Orte der Region auch – eine lange Geschichte. Die erste urkundliche Erwähnung reicht in das Jahr 1475 zurück. Im 15. Jahrhundert gehörte das Dörfchen zum Herrschaftsbesitz der Schenken von Teupitz. Mitte des 19. Jahrhunderts begann in Töpchin die Ziegelproduktion. Es wuchsen neun wuchtige Schornsteine aus dem Boden. 1885 unternahmen die „Berliner Braunkohlewerke“ erste Bohrungen. In den Folgejahren waren hier bis zu 90 Bergleute beschäftigt, die nach Kohle gruben. 1893 gab es aber einen Wassereinbruch, so dass die Grube wieder geschlossen wurde. In der jüngeren Geschichte ist erwähnenswert, dass seit den 1950er Jahren der Ortsteil Waldeck zu Töpchin gehört. 2003 wurde beides zu Mittenwalde zugeordnet.

Es hat sich viel verändert

Schon vor drei Jahren hatte sich Töpchin an dem Wettbewerb beteiligt und landete auf dem vierten Platz. „Seitdem hat sich im Ort viel verändert“, schätzt Priemer ein. Die Schule sei gewachsen, ein Bolzplatz entstanden sowie ein Bebauungsgebiet. Für Touristen gebe es die überdachten Holzaufsteller mit wichtigen Informationen rund um den Ort und für alle eine Töpchiner Internetseite. Ob das nun zu hundert Prozent mit dem Wettbewerb zu tun hat, vermag er nicht zu sagen. Ganz von der Hand zu weisen sei es aber nicht. Für Priemer und Gleichgesinnte ein Grund, es wieder zu versuchen. Am 9. Oktober werden die Juroren Töpchin besuchen. Die Töpchiner ihrerseits werden zweieinhalb Stunden Zeit haben, die äußere und innere Schönheit des Ortes zu präsentieren. „Keine leichte Aufgabe“, schätzt der Ortsvorsteher ein. Klar werde es einen Rundgang geben, bei dem die Fortschritte der Entwicklung des Ortes nicht zu übersehen seien. Aber Priemer will auch das Miteinander im Ort darstellen, die vielen regelmäßig stattfindenden Treffen aufzeigen, die zusammen vorbereiteten und durchgeführten Veranstaltungen ins Spiel bringen.

Blick in die Zukunft

Auch ein Blick in die Zukunft soll erfolgen, denn Töpchin will sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Gedacht werde hier unter anderem an einen Bushafen hinter der Schule. Auch die Instandsetzung des Borstelsteges mit dazu gehörigem Wanderweg sei ein wichtiges Ansinnen. Dabei verlangt Priemer nicht, dass diese Dinge „serviert“ werden. Auch hier wollen sich die Töpchiner einbringen.

Von Andrea Müller

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