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Töpchin wird neuer Kita-Standort

Stadtverordnetenversammlung Mittenwalde Töpchin wird neuer Kita-Standort

Bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung von Mittenwalde ging es auch um den neuen Standort für eine neue Kindertagesstätte. Die speziell dafür eingerichtete Arbeitsgruppe löste sich nach zwei Treffen wieder auf. Man hatte sich auf Töpchin geeinigt. Frank Kausch hätte gern noch ein Kita-Konzept in der Arbeitsgruppe erarbeitet.

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In Töpchin soll nun auch eine neue Kita gebaut werden. Dafür sprachen sich die Mitglieder einer Arbeitsgruppe aus.

Quelle: Andrea Müller

Mittenwalde . Bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung in Mittenwalde am Montag ging es auch um den künftigen Standort für eine neue Kindertagesstätte. Die Stadt braucht dringend neue Kita-Plätze. Schon jetzt können nicht alle Wünsche der Eltern nach Kita-Plätzen berücksichtigt werden. Es fehlen mindestens 30 Plätze.

Eigentlich stand dieser Tagesordnungspunkt gar nicht auf dem Programm. Doch bei den Anfragen der Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung kochte das Thema hoch. Grund dafür war die Auflösung einer speziell eingerichteten Arbeitsgruppe „Kita-Standort“. Sie kam jetzt zu der Entscheidung, Töpchin als neuen Kita-Standort zu empfehlen.

Wunsch nach Gesamtkonzept

Frank Kausch (für die SPD) machte in seinen Ausführungen deutlich, dass er die Auflösung der Arbeitsgruppe für übereilt hält. „Ich hätte gern noch ein Gesamtkonzept aufgestellt“, sagte er. Kausch fand es absurd, dass man erst drei Monate gebraucht habe, um die AG zu gründen, sie dann aber nach der zweiten Sitzung auflöst. Die Schuld dafür schob er Carsten Clemen (CDU) in die Schuhe. Der bestritt, einen entsprechenden Antrag eingebracht zu haben, bewertete aber die weitere Existenz der AG als unnötig, da ja nun ein Standort gefunden sei. Er machte zudem darauf aufmerksam, dass er zunächst die Innenstadt von Mittenwalde als Kita-Standort favorisiert habe. Da sei man aber noch von 100 bis 120 Plätzen ausgegangen. „Dann hätte es keinen Sinn gemacht, sie an den Stadtrand zu legen, weil die Eltern ihre Kinder dann per Auto in die Einrichtung fahren müssten“, so Clemen. Nun habe sich die Situation geändert und man gehe nur noch von notwendigen 50 bis 60 Kita-Plätzen aus. „Deswegen ist es richtig, die Kita dort zu errichten, wo es einen deutlichen Bevölkerungszuwachs gibt“, erklärte er sein Votum für Töpchin.

„Für mich hat sich das erledigt“, machte sich Kausch Luft über den Ärger darüber. Ein Grundstück für die neue Kita in Töpchin muss aber erst gefunden werden. Damit sollen sich die Stadtverordneten in der nächsten Sitzung im Dezember beschäftigen.

Ringen um Kita-Plätze

Indes ringt Mittenwalde um weitere Unterbringungsmöglichkeiten – dies auch vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz. Eltern könnten diesen für ihre Kinder einklagen und entstehenden Verdienstausfall geltend machen, weil sie ihre Kinder selbst betreuen müssen, anstatt arbeiten zu gehen. Deswegen, so die stellvertretende Bürgermeisterin Hedda Dommisch, werde sogar in Erwägung gezogen, das Haus des Gastes in Motzen perspektivisch zur Kinderbetreuung umzunutzen. Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) war nicht anwesend bei der Sitzung. Gemeinsam mit zwei weiteren Abgeordneten weilt sie derzeit in der ukrainischen Partnerstadt Machniwka (die MAZ berichtete). Heydi Fischer (SPD) hielt den Umnutzungsvorschlag für keine gute Idee.

Mittenwalde hatte jüngst den Jugendraum in der Kita Schenkendorf wieder zurück gebaut, um hier mehr Kinder betreuen zu können (die MAZ berichtete). Bislang könne der zusätzlich geschaffene Platz aber nicht genutzt werden, weil die ausstehende Genehmigung des zuständigen Ministeriums in Potsdam ausstehe. Dommisch erklärte, man habe die Auskunft bekommen, dass trotz Dringlichkeit die Bearbeitungszeiten dort derzeit bei rund drei Monaten liegen.

Jan Priemer, Ortsbeiratsvorsitzender in Töpchin, freut sich über die Entscheidung der Arbeitsgruppe, eine Kita in Töpchin entstehen zu lassen. Das werde den Ort noch attraktiver machen.

Von Andrea Müller

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