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Töpfermarkt in Königs Wusterhausen

Farben, Formen und Dekore Töpfermarkt in Königs Wusterhausen

Zwei Tage lang boten mehr als 50 Handwerker rund um das Schloss in Königs Wusterhausen ihre Töpferwaren an. Die Besucher strömten reichlich zu den Verkaufsständen – und nahmen auch das eine oder andere Fundstück mit nach Hause. Der Veranstalter zeigte sich zufrieden.

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Das Angebot war vielfältig, das Interesse groß.

Quelle: Heidrun Voigt

Königs Wusterhausen. Mit der farbigen Vielfalt des Herbstes konnten die Angebote auf dem Töpfermarkt auf dem Kirchplatz in Königs Wusterhausen am Wochenende locker mithalten. Die Palette der 53 Handwerker, die an den Ständen ihre Waren feilboten, reichte von solider Gebrauchskeramik über lustige Figuren für den Gartenteich bis hin zu künstlerisch gestalteten Unikaten. Individuelle Formen und Dekore boten eine reizvolle Alternative zur industriellen Massenproduktion. Die Besucher hatten die Qual der Wahl. Und ihre Devise lautete: bummeln, schauen, nochmals schauen – und letztlich auch kaufen.

„Der Markt wird sehr gut angenommen“, sagt Helmut Gorlewski, der ihn in diesem Jahr zum zweiten Mal organisiert hat. Der Töpfer aus der Lüneburger Heide betonte, dass er mit der Veranstaltung den Töpfern eine Plattform bieten wolle. Finanziert wird der Töpfermarkt über die Standmieten. Gorlewski lobte die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und auch die Unterstützung des Tourismusverbandes.

Die Töpfer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die weiteste Anreise hatte ein Töpfer aus dem Schwarzwald. Aus Brandenburg stammten rund 20 Prozent der Teilnehmer.

André Santowski und Knut Winkelsdorf haben ihre Werkstatt in Müncheberg. Sie boten Plastiken, Schalen und Vasen aus Mangan-Ton an. Den dunkelbraunen Ton dekorieren sie mit farbiger Engobe – einem flüssigen, farbigen Ton. Die Atmosphäre auf dem Kirchplatz unter den alten Laubbäumen gefiel den jungen Keramikern gut.

Auch Sabine Rosemann fühlte sich dort sehr wohl. Die Töpferin ist zum zweiten Mal in Königs Wusterhausen. Ihre traditionelle Gebrauchskeramik mit leuchtenden blauen und roten Glasuren setzte ein Gute-Laune-Tüpfelchen in den Tag. „Ich töpfere seit vier Jahren professionell, vorher war das mein Hobby. Mit 50 habe ich noch mal auf Keramikerin umgeschult“, erzählte Sabine Rosemann. Im Museumsgehöft „Erlichthof“ bei Rietschen hat sie eine ganzjährig geöffnete Werkstatt, deshalb ist die Sächsin nur selten auf Märkten unterwegs. Der Verkauf lief aber am Wochenende offenbar gut. Bestens gelaunt sagte die Töpferin, dass sie im kommenden Jahr gern wiederkomme.

Wiederkommen wird auch Besucherin Frieda Belger. „So viele wunderschöne Farben sind hier zu finden, jede anders“, schwärmte die Großziethenerin von der Keramik. Bei ihrem Bummel entlang an den Ständen wurde sie auch fündig. Sie nahm eine Vase und ein Gefäß für ein Adventsgesteck mit nach Hause.

Auch Birgit Protze fand was Passendes. Die Berlinerin war mit dem Fahrrad angereist und lobte den Töpfermarkt mit seinem vielschichtigen Angebot.

Organisator Helmut Gorlewski weiß zwar noch nicht genau, wann im nächsten Oktober die Töpfer auf dem Kirchplatz wieder den Ton angeben. Fest steht aber, dass sie es tun werden.

Von Heidrun Voigt

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