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Touristen stehen meist vor verschlossener Tür

Eingeschränkte Öffnungszeiten im Tourimuszentrum Prieros Touristen stehen meist vor verschlossener Tür

Als inakzeptabel charakterisierte Gemeindevertreter Knut Düntz (Pro Heidesee) auf der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlaments die diesjährigen Öffnungszeiten des Tourismuszentrum in Prieros. Am Nachmittag stehen die Besucher dort stets vor verschlossener Tür. Mehr lässt die geringfügige Beschäftigung des dortigen Mitarbeiters nicht zu.

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Besucher stehen jetzt an jedem Nachmittag im Tourismusbüro der Gemeinde Heidesee in Prieros vor verschlossenen Türen.

Quelle: Franziska Mohr

Prieros . „Die Gemeinde Heidesee hat vor knapp zehn Jahren ein großes Tourismuszentrum in Prieros eröffnet. Was aber nutzt das alles, wenn es jetzt selbst in der Hochsaison an jedem Nachmittag geschlossen ist?“, fragte der Prieroser Abgeordnete Knut Düntz (Pro Heidesee) jetzt im Gemeindeparlament. Es könne nicht sein, dass dieses Büro nur noch von Mittwoch bis Sonnabend jeweils von neun Uhr bis zwölf Uhr geöffnet ist. „In einer am Tourismus orientierten Gemeinde wie Heidesee ist das ein unhaltbarer Zustand“, forderte Düntz die Verwaltung unverzüglich zum Handeln auf. Das sei ein deutlicher Rückschritt zum vergangenen Jahr, in dem das Tourismusbüro von Dienstag bis Sonnabend jeweils von neun Uhr bis 16 Uhr für Besucher offenstand.

Die amtierende Hauptamtsleiterin Heike Kienast entgegnete, dass dort derzeit mit dem Gussower Georg Schäfer nur ein Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis tätig ist. Mehr Stunden gebe dieses Budget nicht her. 2014 habe noch eine zweite Mitarbeiterin als Ein-Euro-Jobberin zur Verfügung gestanden. Diese Chance gebe es in diesem Jahr nicht. Eine Vollzeitstelle für diese Aufgabe könne sich die Gemeinde nicht leisten. Kienast stellte in Aussicht, dass es möglicherweise für die Sommersaison 2016 gelingt, die Öffnungszeiten zu verlängern. Damit aber gab sich der Abgeordnete Düntz nicht zufrieden. Die Verwaltung müsse kurzfristig noch bis zum Beginn der Sommerferien eine Lösung finden. Dieses Ansinnen unterstützte auch Gemeindevorsteher Jörg Romberg. Er forderte, dass die Rathausspitze noch für 2015 Lösungsvorschläge unterbreitet.

Auch der Tourismusbeauftragte Georg Schäfer selbst beurteilt die Situation „als unbefriedigend. Es hinterlässt keinen gastfreundlichen Eindruck, wenn die Besucher am Nachmittag vor verschlossener Tür stehen.“ Zumal die Blossinerin, die ihm als Ein-Euro-Jobberin im Vorjahr zur Seite stand, diese Aufgabe gern wieder übernehmen würde. Das aber lässt das Jobcenter nicht zu.

Das 2006 in Prieros eröffnete Tourismusbüro wird jährlich von 2500 Gästen besucht, viele komme aus Sachsen. Außerdem finden in dem Gemeindezentrum im Jahr etwa 150 Veranstaltungen mit 6000 Besuchern statt. Dazu gehören vor allem Ausstellungen, Lesungen und Familienfeiern. Auch der Chorgesang und Line Dance fanden hier eine Heimstätte.

Von Franziska Mohr

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