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Traditionskonzert im Doppelpack

Musikalischer Advent in der Kreuzkirche Königs Wusterhausen Traditionskonzert im Doppelpack

120 Musiker und Sänger aus vier Chören spielten am Sonnabend gemeinsam das traditionelle Adventskonzert in der Kreuzkirche. Weil der Andrang der Zuschauer in jedem Jahr sehr groß ist, gab es erneut zwei Termine. Die Zuschauer bedankten sich mit großen Applaus

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Starke musikalische Gemeinschaft, starkes Konzert: vier Chöre und zwei Instrumentalgruppen aus Königs Wusterhausen traten gemeinsam in der Kreuzkirche auf.

Quelle: Heidrun Voigt

Königs Wusterhausen. „Singen ist eine edle Kunst und Übung“, das wusste schon Martin Luther. Wer singe, schlage alle Sorgen aus und sei guter Dinge, so der Reformator. Das können sicher auch die Sänger des Chores der evangelischen beziehungsweise katholischen Kirchengemeinde Königs Wusterhausen, des Kammerchores und des Schulchores des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums bestätigen. Zusammen mit dem Posaunenchor der evangelischen Kirche und der Instrumentalgruppe des Gymnasiums boten sie am Samstag gemeinsam gleich zwei bemerkenswerte Konzerte in der Kreuzkirche – um 16 und um 18 Uhr.

Der Posaunenchor eröffnete mit dem Weihnachtslied „Herbei o ihr Gläubigen“ das facettenreiche Konzert mit 120 Akteuren. Und alle, aber wirklich auch alle, liefen zur Hochform auf und boten nicht nur ein musikalisch überzeugendes Konzert, sondern vor allem ein emotionsreiches. Neben der inhaltlichen Zusammenstellung, die von Johann Sebastian Bach bis zu Benedykt Bryderns „Salsa Bells“ (einer Variation der gut bekannten „Jingle Bells“) reichte, begeisterten das Publikum auch die stimmlichen und instrumentalen Qualitäten. „Der Posaunenchor spielt so schöne Arrangements und wird jedes Jahr besser“, meinte Regina Wolff aus Senzig. Die Zernsdorferin Margot Batschkat besucht seit sechs Jahren das Traditionskonzert und findet es sehr abwechslungsreich.

Alle vier Chöre und die Musiker zeigten, was in ihnen steckt. Erwähnt seien die stimmungsvolle „Schlittenfahrt“ von Theodor Ritter mit Glöckchen und knallenden Peitschen der jungen Musiker vom Gymnasium oder „Tochter Zion“ von Michael Schütz, das der Posaunenchor spielte. Der Schulchor glänzte nicht nur mit „Leise rieselt der Schnee“ und die Kirchenchöre boten ein zu Herzen gehendes „Vom Himmel hoch“. Ein großes und stimmgewaltiges Ensemble bildeten die vier Chöre bei einigen Liedern.

„Wir haben seit 13 Uhr alle zusammen geprobt und gestern hatte unser Schulchor mit der Instrumentalgruppe zwei Konzerte im Gymnasium“, erzählte die 14-jährige Emma. Mit ihrer Freundin Meike ist die Neuntklässlerin sich einig, dass es bei aller Anstrengung vor allem Spaß macht. „Es ist ein echt schönes Gefühl, da vorn zu stehen und gemeinsam zu singen“, sagte Meike. Während eines einwöchigen Probeaufenthalts in Rheinsberg haben die Gymnasiasten ihr Programm einstudiert.

„Es war gestern im Gymnasium und auch heute ein ergreifendes Konzert“, sagte Heike Rathay. Ihr Sohn David (13) spielt Geige im Schülerensemble. Die Mutter betonte, wie wichtig für die Jugendlichen solch ein Auftritt sei, wo sie eine Resonanz auf ihre Arbeit erhielten. „Ohne den enthusiastischen Einsatz von den Lehrern Frau und Herrn Höhlig sowie Herrn Wulfert wäre so etwas nicht möglich“, ist sie sich sicher.

Seit mehr als 15 Jahren findet solch ein großes weihnachtliches Konzert in der Kreuzkirche statt, bei dem anstelle eines Eintritts ein „Austritt“ als Spende erbeten wird. „Seit etwa vier Jahren machen wir zwei Konzerte, weil die Plätze immer schnell ausgebucht waren“, sagte Kantorin Christiane Scheetz.

Von Heidrun Voigt

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