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Dahme-Spreewald Trauer um Jochen Wagner
Lokales Dahme-Spreewald Trauer um Jochen Wagner
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00:18 11.06.2017
Jochen Wagner war auch nach seiner Amtszeit als Bürgermeister ein großer Förderer des Sports. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Der frühere Königs Wusterhausener Bürgermeister Jochen Wagner ist Pfingstmontag während eines Kurzurlaubs in Italien unerwartet verstorben. Die Nachricht von seinem Tod wurde in der Region mit großer Bestürzung aufgenommen. Bürgermeister Lutz Franzke (SPD), der sich im Urlaub befindet, sagte der MAZ: „Das geht mir sehr nahe, er war ein wesentlicher Weggefährte.“

Er legte die Grundlagen des Aufschwungs

Jochen Wagner wurde 72 Jahre alt. Er war von 1992 bis 2002 Bürgermeister der Stadt. Seit der Wende war keiner so lange in dem Amt wie er. In seiner Amtszeit wurden die Grundlagen für den Aufschwung Königs Wusterhausens in den 2000er Jahren gelegt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt war er politisch nicht mehr aktiv, er engagierte sich aber weiterhin ehrenamtlich sehr stark, unter anderem im Gewerbeverein. Er machte sich besonders als Förderer des Sports einen Namen. Jochen Wagner war der Mitbegründer und das Gesicht der Initiative „Sport in KW“.

Ein Macher der alten Garde

Über die Entwicklung Königs Wusterhausens freute er sich. Bei einem Stadtempfang vor drei Jahren zitierte ihn die MAZ mit den Worten „Mir gefällt es, wie es läuft. Es bewegt sich viel am Bahnhof, am Kirchplatz – überall“. Lutz Franzke würdigte ihn . „Er gehörte wie Wildaus Bürgermeister Gerd Richter zur alten Garde der Macher, die zugepackt haben und mutig waren in ihren Entscheidungen. Das war gut für uns. Hut ab, dass er sich bis in die jüngste Zeit eingebracht hat.“

Als Vorgesetzter anerkannt und geschätzt

Zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl ergriff Jochen Wagner, der einmal der SPD angehörte, Partei für den CDU-Kandidaten Jörn Perlick, den er einst als Kämmerer in die Verwaltung holte. Auf Perlicks Internetseite ist Jochen Wagner ein prominenter Unterstützer der Kandidatur. Jörn Perlick sagt über ihn: „Er hat die Stadt nachhaltig geprägt, war stets total präsent und ein kritischer Begleiter. Es war seine Stadt, sein Königs Wusterhausen. Es ist ein großer Verlust.“ Perlick berichtet von einer großen Betroffenheit unter den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die noch mit Jochen Wagner zusammen gearbeitet haben. „Er war ein anerkannter und geschätzter Vorgesetzter.“

Landrat ist erschüttert

Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Georg Hanke (SPD), reagierte betroffen auf die Todesnachricht. Auch er spricht von einem „großen Verlust“ für Königs Wusterhausen. Landrat Stephan Loge (SPD) sagte der MAZ: „Ich bin völlig erschüttert.“ Er habe Wagner als sehr engagiert in gesellschaftlichen Aktivitäten erlebt: „Er gehörte einfach dazu. Er wird mir sehr fehlen.“ Fassungslosigkeit herrscht beim Kreissportbund Dahme-Spreewald. Jugendkoordinator Daniel Gensigk: „Wir sind alle geschockt. Jochen Wagner war immer bereit, uns zu unterstützen. Er stand auch mir persönlich stets zur Seite.“ Alljährliche Veranstaltungen wie der Tag der Sportvereine und der Sportlerball seien maßgeblich durch ihn entstanden.

Von Frank Pawlowski

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