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Trauerfeier für Ehrenbürger von Mittenwalde

Mittenwalde Trauerfeier für Ehrenbürger von Mittenwalde

Karl-Heinz Drogula, der neunte Ehrenbürger von Mittenwalde, ist am 31. Juli gestorben. Seine letzte Ruhe fand er jetzt nach einer bewegenden Trauerfeier auf dem Friedhof in seiner Geburtsstadt Mittenwalde.

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Die Gäste versammelten sich in der Trauerhalle, um Abschied zu nehmen von Karl-Heinz Drogula.

Quelle: Gerlinde Irmscher.

Mittenwalde. Die Gäste in der Trauerhalle von Mittenwalde lauschten dem Lied „Merci Mon Ami Lyrics“ von Zarah Leander, in dem es heißt, „Tausend Dinge möcht ich dir noch sagen, Liebling wir müssen uns wieder seh´n“. Dass es kein Wiedersehen geben wird, die Gewissheit hatten alle die, die gekommen waren, um Karl-Heinz Drogula die letzte Ehre zu erweisen. Er ist am 31. Juli gestorben.

„Wenn ihr mich sucht, sucht in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch.“ Die Worte von Rainer-Maria Rilke stellte Uwe Pfeiffer seiner Rede voran. Wunsch der Familie war es, dass der frühere Mittenwalder Bürgermeister die Trauerrede hält. „Neben all dem, was Karl-Heinz Drogula für Mittenwalde getan hat, habe ich zudem eine besondere freundschaftlich Verbundenheit zu ihm, die sich in den Jahren entwickelt hat“, sagte Pfeiffer.

Soziales Engagement und Orthopädie

Am 14. Juni 1925, an einem Sonntag, wurde Drogula in Mittenwalde geboren. Die Eltern waren Hausmeister an der Schule. Die ersten sieben Jahre seines Lebens verbrachte er in der Stadt, dann zog die Familie nach Königs Wusterhausen. 1945 ging er zum Medizinstudium nach Kiel. Neben seinem sozialen Engagement galt sein Leben der Orthopädie. Er lebte im Westen Deutschlands, eröffnete mehrere Praxen und Kliniken.

Nach der Wende zog es ihn auch gerne wieder in seine Geburtsstadt, um sich dort zu engagieren. „In Dankbarkeit verneigt sich die Stadt Mittenwalde vor ihrem neunten Ehrenbürger. Sein Tod gibt uns Anlass zur Trauer“, sagte Bürgermeisterin Maja Buße (CDU). Seinem persönlichen Engagement sei viel zu verdanken, man werde täglich daran erinnert. Sei es das Paul-Gerhardt-Denkmal oder das Chorgestühl in der Kirche. Ohne seine Hilfe wäre es nur schwerlich gelungen, das Haus am Salzmarkt 5 zu sanieren und das Heimatmuseum aufzubauen.

Mit einer Schweigeminute ehrte die Trauergemeinde den Verstorbenen. „Alles hat seine Zeit, jetzt ist die Zeit gekommen Abschied zu nehmen“, so Pfeiffer. Nach dem Song „Thing to say Goodbye“ wurde die Urne zu Grabe getragen. Seine letzte Ruhestätte hat Karl-Heinz Drogula auf dem Friedhof in Mittenwalde gefunden, neben dem Grab von Probst Gotthold Sandmann. Dieser war der dritte Ehrenbürger von Mittenwalde und hat Drogula vor rund 92 Jahren getauft.

Von Gerlinde Irmscher

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