Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Trebbin und Thyrow im Wandel
Lokales Dahme-Spreewald Trebbin und Thyrow im Wandel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 14.04.2016
Die TuT-Gründungsmitglieder Uta Klag (l.) und Paula Valderrama am Bahnhof. Quelle: Nadine Pensold
Anzeige
Trebbin

Es ist noch nicht lange her, da war das Bahnhofsgebäude in Trebbin verlassen, schmuddelig und wenig einladend – ein richtiger Schandfleck.

Seit 2012 mausert sich das Klinkersteinhaus aber zum lebendigen Treffpunkt in der Stadt. Das gelingt dank des Engagements der Initiative „Trebbin und Thyrow im Wandel“ (TuT).

„Der Bahnhof ist das Eingangstor zu Trebbin“, sagt Sprecherin Paula Valderrama, deshalb habe man damit begonnen, das Gebäude wieder herzurichten. Kurz nach der Gründung der Initiative im Herbst 2012 begannen die Renovierungsarbeiten in dem städtischen Gebäude. Dielen wurden abgeschliffen, Wände gestrichen und über die Monate Wartehalle, Flur und ein Veranstaltungsraum durch Spenden und viel ehrenamtliche Arbeit gemütlich gemacht, die Sanitäranlagen auf Vordermann gebracht. Ein Antrieb für das schnelle Vorankommen und Aufhübschen war dabei auch die nahende 800-Jahr-Feier Trebbins im Sommer 2013.

Mit zu den ersten Schritten der Bürgerinitiative zählte die Neugestaltung des Außengeländes. Dort wurde ein Gemeinschaftsgarten angelegt, aus dem sich jeder Reisende und Trebbiner bedienen darf. Geerntet werden können dort unter anderem Tomaten, Zucchini, Salate, Kräuter und auch Blumen. „Auch in diesem Jahr werden wir das Beet wieder bepflanzen“, kündigt Paula Valderrama an.

Im Bahnhofsgebäude in Trebbin selbst haben mittlerweile unterschiedliche Projekte ihren Platz gefunden. Kino- und Themenabende, Workshops zum Arbeiten mit Lehm oder zum Nähen aus Stoffresten finden dort statt. Auch eine Tauschbörse ist dort eingezogen, die dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr besucht werden kann. „Wir wollen, dass der Bahnhof irgendwann immer geöffnet ist“, sagt Paula Valderrama. In diesem Zuge sei auch ein Kiosk geplant. Wenn alles gut läuft, könne das sogar in diesem Jahr noch umgesetzt werden.

Alle Projekte und Angebote der Initiative stehen dabei unter der Idee von Nachhaltigkeit, Umweltschutz, lokalen Aktionen und vor allem der Bürgerbeteiligung. „Die Idee ist, ältere und junge Menschen zusammenzukriegen und für die Wiederverwertung von Ressourcen und Regionalität zu sensibilisieren“, sagt Paula Valderrama. Und sie fügt hinzu: „Wir stehen zudem für Toleranz und ein friedliches Miteinander.“ Organisiert ist „Trebbin und Thyrow im Wandel“ dabei im Netzwerk der sogenannten Transition Towns, die durch lokale Initiativen die Relokalisierung der Wirtschaft und den Ausstieg aus fossilen Ressourcen bewirken wollen.

Mit den bisherigen Erfolgen in Trebbin ist Paula Valderrama zufrieden. „Es könnte natürlich immer noch mehr passieren. Wir sind aber alle ehrenamtlich tätig, deshalb kämpfen wir immer mit der verfügbaren Zeit.“ An Ideen für neue Projekte mangele es nicht, allerdings an Leuten, die diese umsetzen und Verantwortung übernehmen. Neue Mitstreiter sind daher immer gerne gesehen. „Wer sich für unsere Projekte interessiert, kann sich gerne im Bahnhof zu den Öffnungszeiten melden“, sagt Paula Valderrama.

Die nächsten Aktionen der Initiative stecken sogar schon in den Startlöchern. Jüngst haben sich die Klimanauten gegründet, die sich in Abendgesprächen zum Thema Ressourcen-Schonung austauschen. Für den 21. Mai ist ein Hausflohmarkt geplant.

Von Nadine Pensold

Dahme-Spreewald „Carlotta, Henri und das Leben“ - Autorinnen lesen in der Stadtbibliothek

Anette Beckmann und Marion Goedelt haben sich mit ihrem Kinderbuch „Carlotta, Henri und das Leben“ einem wichtigen, aber für viele Eltern auch etwas delikaten Thema gewidmet: dem Thema Schwangerschaft. In der Königs Wusterhausener Stadtbibliothek haben sie ihr Buch jetzt vorgestellt – vor neugierigen Kindern.

11.04.2016

Sie haben gelernt, wie man Wunden versorgt, wie man Bewusstlose in die stabile Seitenlage legt und wie man gebrochene Gliedmaßen ruhig stellt. Bei den Kreiswettbewerben des Jugendrotkreuzes durften die Nachwuchssanitäter am Sonnabend in Ludwigsfelde nun auch gegeneinander antreten und sich in mehreren Disziplinen messen.

11.04.2016

MAZ-Redakteur Oliver Fischer kannte Hotels bisher nur als Gast, und über die Arbeit der Zimmermädchen hat er sich dabei wenig Gedanken gemacht. Für die Serie „MAZ macht mit“ hat er sich jetzt aber mal einen Tag lang im Luckenwalder Hotel „Vierseithof“ verdingt – und dabei einige Erkenntnisse gewonnen.

10.04.2016
Anzeige