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Tropical Islands jetzt mit Wasserfall und Geysir

Außenbereich „Amazonia“ eröffnet Tropical Islands jetzt mit Wasserfall und Geysir

Seit Freitag hat das Tropical Islands im Spreewald einen neuen Außenbereich – mit Wasserfall, Geysir, einem Sportbereich und viel Platz zum Liegen. Die wichtigste Attraktion aber ist ein 250 Meter langer Strömungskanal. Die ersten Besucher sind begeistert. Die Neuerungen hat sich das Erlebnisbad ziemlich viel Geld kosten lassen.

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So sieht der neue Außenbereich von oben aus.

Brand. Jürgen Schneck und Benjamin Hegwein sind begeistert: „Die Kinder sind hin und weg“, sagen die beiden Franken, die einige Tage im Tropical Islands verbringen, über den neuen 35.000 Quadratmeter großen Außenbereich des Erlebnisbades und vor allem über die Attraktion, den Wildwasserfluss. Diesen 250 Meter langen, in Deutschland einzigartigen Strömungskanal haben die zwei natürlich auch ausprobiert, sogar mehrfach. „Lustig“, sagt Schneck.

Doch am Freitag blieb der Bereich für die Badegäste des Tropical Islands gesperrt, denn mit zahlreichen Gästen, Live-Musik und Olympiasiegerin Britta Steffen wurde „Amazonia“, wie das Außengelände mit zwei großen Pools, Liegewiesen, Wasserspielplatz, Sportfeldern und dem Wildwasserfluss heißt, offiziell eröffnet.

14. April 2016: Am Donnerstag ist der 250 Meter lange Wildwasserfluss gemeinsam mit dem neuen Außenbereich schon einmal vorgestellt worden. Nimmt man die Gesichter der Tester als Maßstab macht das Rutschen wohl viel Spaß.

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Landrat lobt das Erlebnisbad für seine Verlässlichkeit

12,5 Millionen Euro wurden in diese Erweiterung investiert, für die Tropical-Islands-Geschäftsführer Jan Janssen erst Anfang 2014 die Idee entwickelt hat. „100.000 Quadratmeter Erlebnis für unsere Gäste“ biete das Tropical-Islands-Resort nun, so Janssen. Generalplaner Gerhard Geising, Architekt bei Geising + Böker, betont, dass die kurze Realisierungszeit nicht alltäglich sei: „Schon gar nicht, wenn es sich um etwas so Individuelles handelt.“ Es sei eine tolle Zusammenarbeit, lobt Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD). Das weiß auch der BER-Debakel-erfahrene Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), sehr zu schätzen: „Alle Versprechen werden gehalten und das seit zwölf Jahren“, sagte er.

Ein Million Gäste im Jahr

Die heutige Tropical-Islands-Halle war ab 1999 auf einem ehemaligen Militärflughafen durch die Cargolifter AG zum Bau von Luftschiffen errichtet worden. 2002 ging das Unternehmen in die Insolvenz.

2004 eröffnete das Tropical Islands. Rund 600 Mitarbeiter hat das Unternehmen.

Mittlerweile kommen mehr als eine Million Menschen jährlich, rund 20 Prozent allein aus den skandinavischen Ländern sowie Belgien und den Niederlanden.

Damals eröffnete das Tropical Islands, nachdem 2003 das Konsortium der malaysischen Tanjong- Gesellschaft und der Au Leisure Company aus Singapur die für den Bau von Zeppelinen errichtete Halle und große Teile des umliegenden Geländes übernommen hatte. „Wir sind damals für verrückt erklärt worden“, erinnert sich der Aufsichtsratsvorsitzende Gerard Nathan.

Tropical Islands will in Zukunft stärker auf Mehrtagesgäste setzen

„Wir schreiben derzeit schwarze Zahlen“, sagt Janssen und weist auf die Auslastung von deutlich über 80 Prozent hin. Für Joachim Hagemann vom Aufsichtsrat ist die Eröffnung von „Amazonia“ eine „Bestätigung, dass sich alles so gut entwickelt hat“. Er hat juchzende Besucher beobachtet, von denen bis zu 3000 pro Stunde durch den Wildwasserfluss treiben.

Jamie Buchan, Joachim Hegemann und Gerard Nathan (von links) vom Aufsichtsrat des Tropical Islands

Jamie Buchan, Joachim Hegemann und Gerard Nathan (von links) vom Aufsichtsrat des Tropical Islands; Nathan ist Aufsichtsratsvorsitzender.

Quelle: MAZ

Mehrtagesgäste wie Schneck und Hegwein sind genau die, auf die sich das Unternehmen künftig noch stärker konzentrieren will: „In den nächsten drei Jahren soll die derzeitige Bettenzahl verdoppelt werden“, so Jan Janssen. Momentan stehen 1844 Betten zur Verfügung, das große Ziel ist, irgendwann bis zu 9000 Übernachtungsmöglichkeiten anbieten zu können. Auf dem riesigen, rund 640 Hektar großen Areal rund um die Tropical-Islands-Halle sollen mehrere Feriendörfer entstehen.

Bad plant mit weiteren Neuerungen

„Auf der Südseite des Geländes bauen wir eine Vier-Sterne-plus-Hotel“, berichtet Janssen von den nächsten Vorhaben. Nachdem das umfangreiche Raumordnungsverfahren für die gesamte Fläche kürzlich erfolgreich abgeschlossen werden konnte, läuft jetzt für das Hotel bereits das B-Plan-Verfahren, im Herbst soll der Bauantrag eingereicht werden. „Wenn alles gut geht, können wir im Juni 2017 mit dem Bau beginnen“, sagt Janssen. Im kommenden Jahr sollen außerdem weitere 160 der bei Besuchern stark nachgefragten Mobile Homes aufgestellt werden.

„Wir werden Schritt für Schritt unser Produkt weiterentwickeln, solange der Markt uns die Signale gibt, dass die Nachfrage da ist“, so Janssen. Mit Vertretern der Tourismusverbände, mit Naturschützern, anderen Anbietern in der Region sei man in regem Austausch, um ein „sinnvolles Besucherlenkungssystem“ aufzubauen. „Übernachtungsgäste geben dreimal soviel Geld aus wie Tagesgäste“, so Ministerin Schneider. Jan Janssen stimmt ihr zu: „Wer drei bis vier Tage zu uns kommt, verbringt meist einen Tag in der Halle, einen in der Region und einen mit Ausflügen nach Berlin oder Dresden.“

Von Karen Grunow

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