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Turm ist wieder ein Hingucker

Halber Dankeskirche Turm ist wieder ein Hingucker

Die Sanierung des Turmes der Halber Dankeskirche ist abgeschlossen. Etwa 180 000 Euro kostete allein diese Baumaßnahme. Das ist ein beachtlicher Erfolg für die Kirchengemeinde und den Förderverein des Gotteshauses. Nun sind weitere Sanierungsschritte geplant.

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Der frisch sanierte Turm hat nun einen warmen Gelbockerton.

Quelle: Karen Grunow

Halbe. Der Kirchturm strahlt endlich – und alle Beteiligten sowieso. Seit wenigen Tagen ist das Gerüst am Turm der Halber Dankeskirche abgebaut. Der erste große Schritt zur Sanierung des Gebäudekomplexes ist nun geschafft. Ein beachtlicher Erfolg für die Kirchengemeinde und vor allem den Förderverein Dankeskirche Halbe, der eigens 2008 gegründet worden war, um das marode Gotteshaus wieder herrichten zu können.

„Der Turm hat Symbolik für die Menschen hier im Ort“, sagt Friedhelm Blume vom Förderverein. Vielleicht wären andere Arbeiten im Gebäude selbst noch dringlicher gewesen, aber damit die Menschen sich identifizieren können mit dem Bau, die Fortschritte begleiten können, setzte sich der Förderverein als erstes für die Turmsanierung ein. „Ein schöner Anfangserfolg“, sagt Architekt Matthias Reckers. Der Baruther hatte 2010 das Sanierungskonzept entwickelt. Damals stand die Halber Dankeskirche auf der Prioritätenliste der zu sanierenden Gotteshäuser der Region noch ganz hinten. Doch Verein und Gemeinde blieben beharrlich, sammelten, holten Besucher zu Veranstaltungen in ihre Kirche, mühten sich erfolgreich um Fördergelder und wurden bei allem von Tina Kapp vom kirchlichen Baubüro sehr unterstützt.

Hintergrund

Im März 1914 wurde der schlichte Putzbau geweiht. Geplant worden war das Gotteshaus vom Kirchenbaumeister Curt Carl Ernst Steinberg. Bereits seit 1901 hatten sich die Halber um eine eigene Kirche bemüht.

Über dem Eingang steht „Gehet ein zu seinen Toren mit Danken!“, darauf bezieht sich der Name der Kirche, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs stark zerstört worden war. Der Turm ist danach nur teilweise rekonstruiert worden.

Der Förderverein hat eine Aktion gestartet: „Spende einen Quadratmeter Kirchturmputz!“. Informationen dazu und zur Geschichte der Dankeskirche unter www.dankeskirche-halbe.de

„Ich bin sehr zufrieden mit dem zeitlichen Ablauf und der Qualität der Arbeiten“, lobt Reckers die Fachfirmen, die seit September am Turm gewirkt haben. „Tolle Teamarbeit und gutes Wetter“ hätten bewirkt, dass tatsächlich pünktlich zum Weihnachtsfest das Gerüst vom Turm verschwinden konnte. Sogar der eigens abgebaute hölzerne Eingangsbereich, das auf schlanken Säulen ruhende Vordach, ist schon wieder da. Noch etwas provisorisch zwar, weil die Schiefereindeckung noch fehlt. Dafür hatten restauratorische Untersuchungen ergeben, dass die Kapitelle und Basen der Säulen keineswegs in schlammigem Grau sondern in dunklem Türkis gehalten waren, als die Kirche 1914 geweiht worden war. „Ein farblicher Hingucker“, so Reckers.

Neben Mauerwerks- und Gesimsreparaturen mussten das Dach und der Putz des Turmes erneuert werden. Etwa 180 000 Euro kostete allein diese Baumaßnahme. Um nun die weiteren dringenden Sanierungsschritte anzukurbeln, hat der Verein eine Spendenaktion gestartet: Ein Quadratmeter Putzfläche können die Menschen für 50 Euro erwerben. Es ist genau kartiert, wo am Turm sich dieses Quadrat befindet. Weit mehr als 50 der insgesamt 144 Flächen sind bereits verkauft.

Die Hoffnungen ruhen darauf, Gelder aus dem EU-Förderprogramm Leader zu bekommen. Dafür überarbeitet die Gemeinde gerade ein Konzept zur künftigen Nutzung der Kirche, die nicht nur Mittelpunkt der Kirchengemeinde und kulturelles Zentrum des Ortes, sondern auch ein Gedenkort für die Toten der sogenannten Halber Kesselschlacht sein soll, ein Haltepunkt für Menschen, die die Kriegsgräberstätte in Halbe auf der Suche nach Vorfahren besuchen. „Wir erhoffen uns mehr als 500 000 Euro für Dachsanierung, Schwammsanierung und das Dach des Freizeitheims“, erklärt der Fördervereinsvorsitzende Eckart Köthe.

Das evangelische Freizeitheim, sagt deren Leiterin Martina Morgenstern, ist längst eine für den lokalen Tourismus gewichtige Größe. Die Unterkunft werde zunehmend interessanter für Familien mit Kindern. Mehr als 3000 Übernachtungen pro Jahr zählt Morgenstern mittlerweile. Sie und die anderen planen für Ende März einen Festgottesdienst, um die Turmsanierung zu feiern, mit einer Ausstellung des Teurower Fotografen Reinhard Baer, der die Fortschritte in Bildern festgehalten hat.

Von Karen Grunow

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