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Über 120 Jahre altes Gebäude saniert

Hort in Friedersdorf Über 120 Jahre altes Gebäude saniert

Die Kinder der Theatergruppe sagten am Donnerstagnachmittag mit pfiffigen, eigenen Liedtexten auf ihre Weise den Planern, Handwerkern, Erziehern sowie der Gemeinde Heidesee Danke für die farbenfrohe Sanierung ihrer Horträume. Das über 120 Jahre alte Gebäude wurde brandschutztechnisch komplett ertüchtigt.

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Im Bauraum werden die Hortkinder zu wahren Meistern ihres Faches.

Quelle: Foto: Franziska Mohr

Friedersdorf. Pfiffig und spritzig mit selbst getexteten Liedern überbrachten die Kinder der Theatergruppe am Donnerstagnachmittag all den Handwerkern und Planern ein großes Dankeschön für ihre neuen, farbenfrohen Horträume. Darin eingeschlossen waren selbstverständlich auch die Erzieherinnen sowie die Gemeinde Heidesee, ohne deren Finanzspritze der Bau unmöglich gewesen wäre.

Über 120 000 Euro ließ sich die Kommune die Sanierung der neun Räume in dem mehr als 120 Jahre alten Gebäude kosten. Dabei erwies sich nach Angaben des Bindower Planers Rainer Krüger vor allem der Brandschutz als eine harte Nuss. Das schon 1895 von Pfarrer Adolf Theodor Lasson eingeweihte ehemalige Schulgebäude mit seinen Holzbalkendecken mit den bautechnischen Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu vereinbaren, erwies sich als echte Herausforderung. Des Rätsels Lösung bildeten unter anderem zwei in den Fluren eingebaute, gläserne Rauchschutzwände. Fünf Innentüren wurden durch Rauchschutztüren ersetzt. „Wir hoffen, das wir sie nie brauchen. Dennoch wurden wir speziell geschult, dass sich einige Türen bei Qualm automatisch schließen“, berichtet Hortleiterin Martina Peter den zur Eröffnung erschienenen Gästen. Für den Brandschutz bauten Handwerker im zweiten Obergeschoss auch eine spezielle Fluchttreppe an. Für diese Umbauten mussten Wände versetzt und die Elektroanlage modernisiert werden. Ab Mitte Oktober wurden die Hortkinder mit ihren Erzieherinnen daher liebevoll in der Schule in Friedersdorf aufgenommen, ehe sie ihr neues, altes Domizil wieder in Beschlag nehmen konnten.

Neun Räume stehen jetzt für die insgesamt 112 Hortkinder zur Verfügung. „Wünsche sind dennoch offen“, sagt die Hortleiterin, die so gern mit den Kindern Billard spielen würde. Aber dafür fehlt der Platz. Auch eine Leseecke oder ein kleines Atelier für die Kinder im Dachgeschoss wären schön. Diese Träume ließ der Heideseer Bürgermeister Siegbert Nimtz (parteilos) angesichts der hohen Kosten für den Dachausbau aber erst gar nicht zu. Stattdessen brachte er perspektivisch die Nutzung der großen Garagen am alten Feuerwehrgebäude ins Spiel. Dort stünden augenblicklich zum Schutz vor Vandalismus nur die Dienstwagen der Gemeinde.

Während die Erwachsenen weitere Pläne schmiedeten, hatten die Kinder im großen Bauraum, beim Basteln oder Tischtennis so richtig Spaß. „Ich gehe gern in den Hort, weil ich hier mit all meinen Freunden spielen kann“, sagte die sechsjährige Greta und setzte einen weiteren Baustein auf die Hausmauer.

Von Franziska Mohr

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