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Überwältigende Hilfsbereitschaft

Versorgung der Flüchtlinge Überwältigende Hilfsbereitschaft

Einen Tag lang nahm die Gemeinde Eichwalde Spenden der Bürger zur Verteilung an Flüchtlinge an. In Zusammenarbeit dem DRK kommen Kleidung, Spielzeug, Geschirr nun in die dafür vorgesehenen Lager, wo sie sortiert an die Hilfsbedürftigen weiter gegeben werden. Dienstag treten von Eichwalde aus zwei weitere Lkw-Ladungen ihre Reise an.

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Zahlreiche Bürger kamen, um für Flüchtlinge zu spenden.

Quelle: Gemeinde Eichwalde

Eichwalde. Für Eichwaldes Bürgermeister Bernd Speer (parteilos) war die Spendenaktion für Flüchtlinge eine der bewegendsten Momente in seiner Amtszeit. „Noch jetzt stehe ich unter dem Eindruck der großen Anteilnahme der Bürger für die Menschen auf der Flucht“, sagt er. Die letzten beiden Lkw-Ladungen werden am Dienstag vom Wasserwerk Eichwalde aus – in dem Kleidung, Spielzeug, Geschirr und anderes zwischengelagert waren – vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in die dafür vorgesehenen Lager abtransportiert. Gegen 18.30 Uhr sollen die Spenden abgeholt werden. „Dafür brauchen wir wieder freiwillige Helfer, die mit zupacken, die vielen Spenden auf die Laster zu verladen“, so Speer. Er habe jedoch keine Zweifel daran, dass wie neulich wieder viele kommen werden, um zu helfen.

Bürger nicht nur aus Eichwalde selbst, sondern auch aus Zeuthen, Schulzendorf, Königs Wusterhausen und anderen Orten waren gekommen, um bei der Hilfsaktion Spenden für die Flüchtlinge abzugeben, die derzeit jeden Tag im Landkreis Dahme-Spreewald eintreffen (die MAZ berichtete). „Eine Dame war sogar zu einem Supermarkt geeilt, um Damenbinden zu kaufen und bei uns abzugeben, weil die Flüchtlings-Frauen die doch auch dringend brauchten“, erinnert sich Nicole Diecke. Sie ist Referentin des Bürgermeisters und war bei der Spendenaktion mit vor Ort. Berührend sei auch gewesen, dass Kinder vorbei kamen und ihre Puppenkinder abgaben, teils mit schwerem Herzen, aber mit den Worten: „Die Flüchtlingskinder brauchen sie mehr als ich.“ Manche Mädchen baten darum, dass ihre Puppengeschwister nicht getrennt werden.

Bereits zwischen 9 und 11 Uhr seien so viele Spenden abgegeben worden, dass noch am selben Tag ein 7,5-Tonner des DRK seine Fahrt zum Lager antreten konnte. Der Märkische Wasser- und Abwasserzweckverband (MAWV) hatte darüber hinaus ermöglicht, dass weitere Spenden auf seinem Gelände zwischengelagert werden. „Das sind noch einmal zwei Ladungen“, schätzt Speer ein, der die Sachen selbst mit einem Transporter vom Rathaus zum Wasserwerk in einer Art Shuttle-Dienst gefahren hatte. Ehrenamtler hatten zuvor geholfen, sie in Umzugskisten oder Plastiksäcke einzupacken. Auch Gemeindevertreter sowie Leute aus Vereinen, Jugendliche und Senioren fassten mit zu. Die gesamte Aktion war im Rathaus gut vorbereitet worden. Unter anderem gab es Beispiellisten, auf denen konkret stand, was genau gebraucht wird. Darunter befanden sich auch Fahrräder, Rollatoren, vor allem aber Anziehsachen für den Winter in allen Konfektionsgrößen für Männer, Frauen und Kinder.

Wenn am Dienstag nun alles abtransportiert sein wird, sei die Aktion zwar beendet, aber keineswegs abgeschlossen. „Wir denken bereits über eine weitere nach“, so Speer.

Von Andrea Müller

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