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Dahme-Spreewald Ultrafeinstaubmessung am BER gefordert
Lokales Dahme-Spreewald Ultrafeinstaubmessung am BER gefordert
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11:10 24.04.2017
Gerade beim Start verbrauchen Flugzeuge viel Kerosin. Die Folge sind hohe Ultrafeinstaubwerte. Die Belastungen will Zeuthen messen. Quelle: dpa

Ultrafeinstaubmessung im BER-Umfeld: Die Gemeindevertretung Zeuthen hat auf ihrer letzten Sitzung die Verwaltung beauftragt, gegenüber dem Landtag und der Landesregierung sich mit Nachdruck für eine wissenschaftliche Ultrafeinstaubmessung einzusetzen. Die Messungen sollen in Zeuthen und allen betroffenen Gemeinden bereits vor Inbetriebnahme des BER erfolgen, um einen Vorher-Nachher-Vergleich zu ermöglichen.

„Wir fordern vom Land, dass der Ultrafeinstaub in Zeuthen gemessen wird, damit eine Kontrolle geschieht“, sagte Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Man befürchte deutlich schlechtere Werte. „Diese Messungen müssen jetzt beginnen, damit wir einen Vergleich zu dem Zeitpunkt haben, wenn der Flughafen ans Netz geht. Dann können wir sagen, ob es eine Verschlechterung gibt“, so Burgschweiger.

Schulterschluss mit anderen Gemeinden

Sie wolle sich mit der Forderung schriftlich an die Landesregierung und das zuständige Ministerium wenden sowie zugleich die Abgeordneten des Landtags für das Thema sensibilisieren. Im Schulterschluss mit anderen Nachgargemeinden wolle man gemeinsam Druck machen. Das Thema sei bereits im BER-Dialogforum diskutiert worden. Andere Bürgermeister seien sensibilisiert. Blankenfelde-Mahlow und Schulzendorf hätten ähnliche Beschlüsse gefasst. Bislang gebe es noch kein Signal des Entgegenkommens auf Landesseite.

„Werden schlechtere Werte festgestellt, müssen wir über die Fluglärmkommission versuchen, die Bestimmungen für die Airlines zu verschärfen“, sagte Burgschweiger. Dies könne geschehen, indem bessere Technik eingesetzt werde, die weniger Feinstaub produziere, oder die Einhaltung der Routen kontrolliert und nicht über bewohntes Gebiet geflogen werde. Auch Routen-Änderungen seien zu diskutieren. „Wir fordern die Überprüfung der Einhaltung unserer Gesundheitsstandards“, so die SPD-Politikerin. Noch vor der Sommerpause erwartet sie eine Antwort vom Land.

Ultrafeinstaub gefährlicher als herkömmlicher Feinstaub

„Die Notwendigkeit einer Messung ist da, weil man auf der Grundlage erhöhter Belastungen Maßnahmen ergreifen und das Auflegen von Gesundheitsprogrammen besser rechtfertigen kann“, sagte Nadine Selch (CDU). Ultrafeinstaub sei um ein Vielfaches gefährlicher als herkommlicher Feinstaub, da sich ersterer direkt in der Lunge einnisten könne. Das sei von der Wissenschaft bewiesen. Nach der BER-Eröffnung werde mit einem Anstieg von Herz- und Kreislauferkrankungen gerechnet. Menschen jeden Alters müssten über die Krankenkassen öfter zur Kur fahren dürfen.

Für die Offenhaltung Tegels

Die Messung und Auswertung hingegen könne eine Kommune wie Zeuthen nicht alleine stemmen, da Wissenschaftler die gewonnen Daten auswerten müssten. „Die Gefahrenabwehr ist Landesaufgabe und der Schutz der Bevölkerung geht vor“, sagte Selch. Karl Uwe Fuchs (Grüne/FDP) sagte: „Wir begrüßen nach wie vor die Offenhaltung des Flughafens Tegel, da damit die Belastung für die Gemeinde geringer ist – das betrifft Lärm und Schmutz.“ Auch im Regionalausschuss solle das Thema auf die Tagesordnung, um mit Eichwalde und Schulzendorf gemeinsam vorzugehen. Wichtig sei es, die Leute darauf aufmerksam zu machen und für das Thema zu sensibilisieren.

Von Oliver Becker

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