Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Umbau des Zeuthener S-Bahnhofs
Lokales Dahme-Spreewald Umbau des Zeuthener S-Bahnhofs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:05 03.08.2017
Schaubild des Zeuthener Fußgängertunnels am S-Bahnhof, wie er nach der Modernisierung aussehen könnte. Quelle: Agentur BahnStadt / stationova GmbH
Zeuthen

Der Umbau des S-Bahnhofs Zeuthen wird teurer. Die Bahn plant ab März 2018 die Grunderneuerung der Personenunterführung am Haltepunkt Zeuthen. Für die Errichtung eines Aufzugs zum Bahnsteig muss die Gemeinde nichts bezahlen, jedoch für die Gestaltung der Zugangsbauwerke Ost und West, einschließlich Fahrradrampen, Überdachungen und Aufzügen. Ebenso fallen Unterhaltungskosten für 35 Jahre an, die sich die Gemeinde mit dem Land teilt.

Kostensteigerung

Waren für die Realisierung der Gesamtmaßnahme zunächst ursprünglich 7,3 Millionen Euro geplant, stiegen diese zuletzt auf insgesamt 10,5 Millionen. Die anteiligen Kosten der Gemeinde steigen um rund 130 000 Euro auf insgesamt 491 500 Euro an. Die Gemeindevertretung stimmte auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause der Kostenerhöhung und Bereitsstellung von zusätzlichen Mitteln zu. Grund sind gestiegene Kosten bei Baumaterialien und Ausführung. Es wird mit einer Bauzeit von 1,5 Jahren gerechnet. Im März 2018 soll die Baumaßnahme begonnen und im Oktober 2019 abgeschlossen sein.

Kostenteilung wird vereinbart

„Der Bahnhof wird teurer, weil auf dem Markt sämtliche Baumittel und Maßnahmen teurer geworden sind“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). „Die Bahn, die hier federführend ist, hat bei der Ausschreibung festgestellt, dass man nicht preisgünstiger als zehn Millionen Euro bauen kann“, sagte sie. Das sei eine große Kostensteigerung. „Dass nun die Gemeindevertretung der Übernahme der Mehrkosten zugestimmt hat, ist richtig, denn Bahn und Land übernehmen weiter den Löwenanteil“, sagte Burgschweiger. „Wir haben dazu noch eine finale Abstimmung in diesem Monat“, so die Bürgermeisterin. Dann werde die Kostenprüfung zeigen, ob die Maßnahme durchgeführt werden kann. „Ich gehe aber davon aus, dass das klappt. Ansonsten hätten wir bereits ein entsprechendes Signal erhalten“, sagte Burgschweiger. Es sei ein schwieriges Unterfangen, die drei Millionen Euro Differenz zu organisieren. Noch im Herbst diesen Jahres soll es eine Kostenteilungsvereinbarung geben, um festzuschreiben, welche Kosten von Bahn, Land, Gemeinde übernommen werden.

Teure Baumaterialien

„Es ist immer eine Frage von Angebot und Nachfrage“, sagte Nadine Selch (CDU). „Die Bahn hat festgestellt, dass die Angebote, die sie eingeholt hat, wesentlich teurer sind, als vorher kalkuliert“, sagte sie. „Das sind notwendige Kosten, die mehr anfallen. Das war unstrittig und wurde von der Gemeindevertretung ohne Debatte beschlossen“, sagte Karl-Uwe Fuchs (Grüne/FDP). „Baumaterialien, Transport und Ausführung haben sich verteuert“, so Fuchs weiter.

Tunnel, Rampen und Aufzüge geplant

Zur barrierefreien Erschließung der Personenunterführung werden an den Zugängen auf der östlichen und westlichen Seite zwei Fahrstühle errichtet, dazu ein dritter Aufzug in der Mitte des neuen Tunnels, um die Fahrgäste auf den Bahnsteig zu befördern. Darüber hinaus wird die Treppenanlage zum Mittelbahnsteig erneuert. Die Eingänge zum Tunnel werden verlängert und verbreitert, um Platz für den Bau von zwei schrägen Rampen für Kinderwagen und Fahrräder zu schaffen – je eine auf jeder Seite. Die Tunnelhöhe wird vergrößert. „Genutzt werden die alten Treppenanlagen. Um zwei bis drei Stufen wird der Tunnel nach unten versetzt. Er wird höher, weil die Bedingungen für die lichten Höhen heute andere sind als vor 150 Jahren“, sagte Burgschweiger. Auch die Überdachung der Eingänge soll modernisiert werden. Burgschweiger: „Es wird eine lichtdurchflutete, verglaste Überdachung geben, wie sie es historisch früher schon einmal gab. Die Stahlträger sowie die Fliesen von damals sollen erhalten bleiben.“

Auf einem 150 Meter langen Streifen hinter dem Bürgerhaus sollen zudem von Juni bis November 43 normale und vier Behinderten-Stellplätze entstehen. Bereits Anfang Juli 2016 hatte die Gemeindevertretung dem Bau zugestimmt. Die vorbereitende Planung des Schienenersatzverkehrs läuft bei der Bahn bereits an.

Von Oliver Becker

Das alt bekannte Phänomen: Die gelben Säcke werden zur Abholung auf die Straße gestellt und am nächsten Morgen liegt der gesamte Inhalt auf der Straße oder im Garten verteilt herum. Zeit für eine Reform, oder?

03.08.2017

Der Bustransfer für Schüler vom Zeuthener Winkel bis zur Grundschule am Wald stand kurz vor dem Aus. Der Landkreis wollte diesen aus Kostengründen einstellen. Ein Kompromiss wurde gefunden. Die Kosten von 40 000 Euro teilen sich künftig Landkreis, Gemeinde und Eltern. Der Transfer ist befristet von August bis Ende Juli 2019.

02.08.2017

Das Dorf- und Schützenfest findet am Wochenende wieder in Bestensee statt. Die Feierlichkeiten am Königlichen Forsthaus beginnen bereits am Freitagabend. Bei Karsten Seidel laufen die Fäden für die Organisation zusammen.

01.08.2017