Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Umbau des Zeuthener S-Bahnhofs

Zeuthen Umbau des Zeuthener S-Bahnhofs

Wegen höherer Kosten von Baumaterialien steigt der Kostenanteil der Gemeinde Zeuthen für Zugangsbauwerke, Fahrradrampen, Überdachungen und Aufzüge auf 491 500 Euro

Zeuthen 52.3476518 13.6207615
Google Map of 52.3476518,13.6207615
Zeuthen Mehr Infos
Nächster Artikel
IT-Sicherheit für viele Firmen kein Thema

Schaubild des Zeuthener Fußgängertunnels am S-Bahnhof, wie er nach der Modernisierung aussehen könnte.

Quelle: Agentur BahnStadt / stationova GmbH

Zeuthen. Der Umbau des S-Bahnhofs Zeuthen wird teurer. Die Bahn plant ab März 2018 die Grunderneuerung der Personenunterführung am Haltepunkt Zeuthen. Für die Errichtung eines Aufzugs zum Bahnsteig muss die Gemeinde nichts bezahlen, jedoch für die Gestaltung der Zugangsbauwerke Ost und West, einschließlich Fahrradrampen, Überdachungen und Aufzügen. Ebenso fallen Unterhaltungskosten für 35 Jahre an, die sich die Gemeinde mit dem Land teilt.

Kostensteigerung

Waren für die Realisierung der Gesamtmaßnahme zunächst ursprünglich 7,3 Millionen Euro geplant, stiegen diese zuletzt auf insgesamt 10,5 Millionen. Die anteiligen Kosten der Gemeinde steigen um rund 130 000 Euro auf insgesamt 491 500 Euro an. Die Gemeindevertretung stimmte auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause der Kostenerhöhung und Bereitsstellung von zusätzlichen Mitteln zu. Grund sind gestiegene Kosten bei Baumaterialien und Ausführung. Es wird mit einer Bauzeit von 1,5 Jahren gerechnet. Im März 2018 soll die Baumaßnahme begonnen und im Oktober 2019 abgeschlossen sein.

Kostenteilung wird vereinbart

„Der Bahnhof wird teurer, weil auf dem Markt sämtliche Baumittel und Maßnahmen teurer geworden sind“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). „Die Bahn, die hier federführend ist, hat bei der Ausschreibung festgestellt, dass man nicht preisgünstiger als zehn Millionen Euro bauen kann“, sagte sie. Das sei eine große Kostensteigerung. „Dass nun die Gemeindevertretung der Übernahme der Mehrkosten zugestimmt hat, ist richtig, denn Bahn und Land übernehmen weiter den Löwenanteil“, sagte Burgschweiger. „Wir haben dazu noch eine finale Abstimmung in diesem Monat“, so die Bürgermeisterin. Dann werde die Kostenprüfung zeigen, ob die Maßnahme durchgeführt werden kann. „Ich gehe aber davon aus, dass das klappt. Ansonsten hätten wir bereits ein entsprechendes Signal erhalten“, sagte Burgschweiger. Es sei ein schwieriges Unterfangen, die drei Millionen Euro Differenz zu organisieren. Noch im Herbst diesen Jahres soll es eine Kostenteilungsvereinbarung geben, um festzuschreiben, welche Kosten von Bahn, Land, Gemeinde übernommen werden.

Teure Baumaterialien

„Es ist immer eine Frage von Angebot und Nachfrage“, sagte Nadine Selch (CDU). „Die Bahn hat festgestellt, dass die Angebote, die sie eingeholt hat, wesentlich teurer sind, als vorher kalkuliert“, sagte sie. „Das sind notwendige Kosten, die mehr anfallen. Das war unstrittig und wurde von der Gemeindevertretung ohne Debatte beschlossen“, sagte Karl-Uwe Fuchs (Grüne/FDP). „Baumaterialien, Transport und Ausführung haben sich verteuert“, so Fuchs weiter.

Tunnel, Rampen und Aufzüge geplant

Zur barrierefreien Erschließung der Personenunterführung werden an den Zugängen auf der östlichen und westlichen Seite zwei Fahrstühle errichtet, dazu ein dritter Aufzug in der Mitte des neuen Tunnels, um die Fahrgäste auf den Bahnsteig zu befördern. Darüber hinaus wird die Treppenanlage zum Mittelbahnsteig erneuert. Die Eingänge zum Tunnel werden verlängert und verbreitert, um Platz für den Bau von zwei schrägen Rampen für Kinderwagen und Fahrräder zu schaffen – je eine auf jeder Seite. Die Tunnelhöhe wird vergrößert. „Genutzt werden die alten Treppenanlagen. Um zwei bis drei Stufen wird der Tunnel nach unten versetzt. Er wird höher, weil die Bedingungen für die lichten Höhen heute andere sind als vor 150 Jahren“, sagte Burgschweiger. Auch die Überdachung der Eingänge soll modernisiert werden. Burgschweiger: „Es wird eine lichtdurchflutete, verglaste Überdachung geben, wie sie es historisch früher schon einmal gab. Die Stahlträger sowie die Fliesen von damals sollen erhalten bleiben.“

Auf einem 150 Meter langen Streifen hinter dem Bürgerhaus sollen zudem von Juni bis November 43 normale und vier Behinderten-Stellplätze entstehen. Bereits Anfang Juli 2016 hatte die Gemeindevertretung dem Bau zugestimmt. Die vorbereitende Planung des Schienenersatzverkehrs läuft bei der Bahn bereits an.

Von Oliver Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg