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Dahme-Spreewald Umsorgter Lebensabend
Lokales Dahme-Spreewald Umsorgter Lebensabend
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00:18 17.11.2015
Bürgermeisterin Beate Burgschweiger gratulierte Klara Sommer (l.) und Lina Mann. Quelle: Uta Schmidt
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Zeuthen

Ein seltenes Doppeljubiläum konnten am Donnerstagnachmittag Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter des Seniorenstifts Zeuthen begehen: Clara Sommer und Lina Mann luden zu ihren 100. Geburtstagen. Bei guter Gesundheit nahmen sie viele Glückwünsche bei Kaffee, Kuchen und Sekt in der kleinen Bibliothek entgehen. „Wir feiern heute gewissermaßen einen 200.Geburtstag. Frau Sommer hatte am 8. und Frau Mann am 10. November Geburtstag“, erklärte Stiftsleiterin Marion Christoph den festlichen, außergewöhnlicher Anlass. Den nutzte Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD), um den Jubilarinnen mit bunten Blumensträußen im Namen der Gemeinde die Glückwünsche zu überbringen. „Unter unseren 11 000 Einwohnern sind viele Senioren. Wir können in jedem Jahr etwa fünf Mal 100. Geburtstage begehen. Das ist schon eine Besonderheit“, so Burgschweiger. Dem demografischen Wandel mit vielen älteren Bürgern werde in Zeuthen vor allem durch Zuzug junger Familien begegnet.

Aufmerksam hörte das Gemeindeoberhaupt den Erzählungen aus dem Leben der beiden Frauen zu. Clara Sommer, 1915 in Essen geboren, lebte noch bis zum Jahre 2012 in Aschaffenburg. Als Gesundheit, Augenlicht und Kräfte schwanden, übersiedelte sie in die Nähe ihres Sohnes. „Einfach war das nicht. Einen alten Baum verpflanzt man eben nicht gern“, sagte Sohn Rainer. Die Mutter sei früher sehr aktiv gewesen, habe in einem kleinen Geschäft für Eisenwaren und Schreinerbedarf die Buchhaltung gemacht, heute möchte sie kaum noch das Haus verlassen. „Sie würde gerne lesen, aber das lassen die Augen nicht mehr zu“, so der Sohn.

Über ihre Jugend mit viel Arbeit erzählte die 1915 in Niederschlesien geborene Lina Mann. „Wir waren immer fleißig und mussten Geld verdienen. Ganz früher habe ich schon die Kühe auf die Weide gebracht“, sagte die Seniorin. Sie zog erst vor einem Jahr in die Geborgenheim des Stifts um. Dort wird sie oft von ihrer Tochter besucht. „Ich hätte mich gerne mehr um meine Tochter gekümmert“, sagte die alte Dame. Glückwünsche gab es auch von Rainer Rebien vom Heimbeirat. Die sieben Mitglieder des Gremiums sorgen mit dafür, dass die 146 Bewohner einen schönen und umsorgten Lebensabend in Zeuthen genießen können. „Dazu unterbreiten wir der Heimleitung immer wieder Vorschläge für Verbesserungen. Derzeit bemühen wir uns, die Lautsprecheranlage im Restaurant wieder hin zu bekommen und die Ursachen für den Wasserverlust im Teich abzustellen“, so der Heimbewohner. Einmal im Monat berate der Beirat über ausgewählte Themen wie Verpflegung oder Arbeit auf der Pflegestation. „Das ist eine wichtige Unterstützung für unsere Arbeit“, meinte Leiterin Christoph. Seit August hat das Seniorenstift Zeuthen einen neuen Betreiber, das Charleston Wohn- und Pflegezentrum in Füssen.

Von Uta Schmidt

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