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Umweltschützer besetzen Kipp-Anlage im Hafen

Kohle-Protest in Königs Wusterhausen Umweltschützer besetzen Kipp-Anlage im Hafen

Sechs Stunden lang haben Mitglieder der Umweltschutzgruppe „Robin Wood“ am Freitag eine Kohle-Kippanlage im Hafen Königs Wusterhausen besetzt. Sie protestieren damit gegen den Abbau von Braunkohle in der Lausitz und deren Verstromung im Kraftwerk Berlin-Rummelsburg. Der Protest könnte für die Umweltaktivisten Folgen haben.

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Kohle killt Klima: Mitglieder der Umweltgruppe „Robin Wood“ am Freitag im Hafen Königs Wusterhausen.

Quelle: Gerlinde Irmscher.

Königs Wusterhausen. Mit einem Transparent haben Mitglieder der Umweltorganisation „Robin Wood“ am Freitag in Königs Wusterhausen gegen den anhaltenden Abbau und die Verstromung von Braunkohle demonstriert. Zwei Aktivisten seilten sich zudem von einer Waggon-Kippanlage – einem Verladekran für Kohle – ab und behinderten mehrere Stunden lang den Betrieb der Anlage.

Protest-Start in den Morgenstunden

Ab sechs Uhr morgens – noch vor Betriebsbeginn – hatte eine ganze Gruppe von Umweltaktivisten die Kippanlage besetzt. Hafenarbeiter riefen später die Polizei, die die Umweltaktivisten vom Betriebsgelände verwies. Mit den beiden Robin-Wood-Mitgliedern, die den Verladekran besetzten, wurde vereinbart, dass die Protestaktion gegen Mittag beendet wird.

Hafen-Chef: Keine Behinderung

Rainer Schuster, Geschäftsführer der Lutra GmbH, die den Hafen betreibt, zeigte wenig Verständnis für die Aktion. Man werde rechtliche Konsequenzen prüfen, sagte er. Durch den Protest seien Abläufe am Hafen behindert worden. „Ein gewisser Mehraufwand war notwendig.“ Zum Erliegen kam der Kohleumschlag allerdings nicht, denn der Hafen verfügt über zwei Kippanlagen, die in der Regel parallel arbeiten. Die Umweltaktivisten besetzten am Freitag nur eine der beiden Anlagen. Auf der anderen konnte unvermindert gearbeitet werden.

Robin Wood sieht Aktion als Erfolg

Die Gruppe wertete den Protest trotzdem als Erfolg. Es gehe bei der Aktion darum, auf die Ursachen und Orte von Klimazerstörung aufmerksam zu machen, sagt Pilip Bedall, Energiereferent von „Robin Wood“. Der Hafen Königs Wusterhausen sei als Umschlagplatz zwischen dem Lausitzer Braunkohlerevier und dem Kraftwerk Rummelsburg genau der richtige Ort für diesen Protest.

1,2 Millionen Tonnen Braunkohle jährlich umgeschlagen

Auf dem Königs Wusterhausener Hafen werden jährlich rund 1,2 Millionen Tonnen Braunkohle umgeschlagen. Die Kohle wird mit Zügen aus der Lausitz antransportiert und im Hafen auf Transportkähne gekippt. Per Kahn wird sie anschließend nach Berlin-Rummelsburg gefahren und dort verheizt. Das Unternehmen Vattenfall, das sowohl die Tagebaue als auch das Kraftwerk betreibt, plant nach bisherigem Stand, den Kraftwerksbetrieb in Rummelsburg 2020 einzustellen. Die Stilllegung des Werks ist in der Vergangenheit allerdings schon mehrfach verschoben worden.

Von Oliver Fischer

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