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Unbemannte Flugzeuge aus Wildau

Wirtschaftsforum Brandenburg Unbemannte Flugzeuge aus Wildau

Anfang der Woche trafen sich die Vertreter der Brandenburger Wirtschaft in Wildau. Die Entwicklung der Industrie am Standort ist eine Erfolgsgeschichte – und wächst stetig weiter. Derzeit wird im Technologie- und Wissenschaftspark Wildau an unbemannten, emissionsarmen Flugzeugen geforscht.

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Flugzeugbauer Reiner Stemme (l.) stellt Miloš Stefanović, Präsident des Wirtschaftsforums, und Staatssekretär Martin Gorholt (r.) sein Hybridflugzeug von morgen vor.

Quelle: Josefine Sack

Wildau. Eigentlich fehlt in Wildau bloß noch die Start- und Landebahn für den großen Durchbruch, scherzte Geschäftsführer Reiner Stemme beim Wirtschaftsforum Brandenburg, das am Montagabend im Zentrum für Luft- und Raumfahrt (ZLR) tagte. Sein Unternehmen, die Reiner Stemme Utility Air-Systems GmbH, ist seit zwei Jahren am Standort ansässig. Der Flugzeugbauer entwickelt unbemannte Flugüberwachungssysteme. Getestet werden diese 40 Kilometer südlich, auf dem Flugplatz Schönhagen bei Trebbin.

60 Mitarbeiter sowie Studenten der Technischen Hochschule forschen aktuell in Wildau an einem elektrisch betriebenen, emissionsarmen Flugzeug. Noch ist das Zukunftsmusik. In 20 Jahren könnten die leisen Hybridmodelle aus Wildau allerdings für Ruhe über unseren Köpfen sorgen – das Nachtflugverbot wäre somit Geschichte.

An welchen Innovationen derzeit noch in Wildau getüftelt wird, darum ging es bei dem Unternehmertreffen, auf dem auch der frühere Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Martin Gorholt (SPD), jetzt Bevollmächtigter des Landes beim Bund, sprach. Die erreichte Wirtschaftskraft im Bereich Luft- und Raumfahrt in der Region nannte er „beeindruckend“. Brandenburg sei mittlerweile führend bei der Entwicklung von Kleinsatteliten, unbemannten Flugsystemen sowie in der Triebwerksherstellung.

Platz in Wildau langsam rar

Ein Beispiel für diesen Erfolg ist etwa das Wildauer Verdichterprüfzentrum Anecom Aerotest. Das Unternehmen entwickelt und prüft Gasturbinen auf Aerodynamik, Emissionen und Akustik. Neben Rolls-Royce und Siemens zählen Unternehmen aus aller Welt zu den Kunden der Anecom Aerotest. 2002 mit rund 20 Mitarbeitern gegründet, ist das einst kleine Ingenieurbüro heute auf 220 Mitarbeiter angewachsen und erzielt Jahresumsätze in zweistelliger Millionenhöhe. Und das Unternehmen wächst weiter. Aerotest-Chef Edmund Ahlers rechnet daher in den kommenden Jahren mit einer Standorterweiterung: „Keine Sorge, wir sind überzeugte Brandenburger und werden auf jeden Fall hier bleiben“, versprach Ahlers.

Tatsächlich ist der Platz in Wildau langsam rar. Der Technologie- und Wissenschaftspark sei zu 98 Prozent ausgelastet, so ZLR-Geschäftsführer Gerhard Janßen. 80 Millionen Euro sollen daher bis 2020 am Standort investiert werden. Mit einer Erweiterung jenseits der Autobahn A 10 bis zum Funkerberg wird bereits geliebäugelt. Auch die TH soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

Von Josefine Sack

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