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Dahme-Spreewald Unikat mit Hochdruckpfeifen
Lokales Dahme-Spreewald Unikat mit Hochdruckpfeifen
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00:27 24.12.2015
Über 500 Besucher verfolgten das Orgelkonzert. Quelle: Uta Schmidt
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Eichwalde

Am Samstag kurz nach 18 Uhr erstrahlte die Evangelische Kirche Eichwalde in einem ganz besonderen Licht: Das Gotteshaus wurde ausschließlich durch die Adventskerzen, den Weihnachtsstern und das bunte Chorfenster erleuchtet. „Das Licht für das Fenster erzeugen wir mit einer 2000-Watt-Leuchte von außen an einer Drehleiter“, verriet Gruppenführer Sven Brücker von der Freiwilligen Feuerwehr.

Damit erhielt das diesjährige Advents-Orgelkonzert einen ungewöhnlichen Rahmen. Ein Ereignis, das sich weit über 500 Besucher nicht entgehen lassen wollten. Sogar die Stehplätze waren im Kirchenraum knapp. „Die Konzerte in unserer Kirche sind ja immer gut sehr besucht. Jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit kommen aber besonders viele Zuhörer. Unsere Parabrahm-Orgel ist wirklich ein Magnet“, sagte Regina Bädelt vom Gemeindekirchenrat. Sie bot Glühwein und Weihnachtsdekoration für den guten Zweck an. Die 900 Mitglieder starke Kirchengemeinde unterstützt mit den Spenden in Höhe von 1258 Euro eine kurdisch-syrische Familie, die nun im Gemeindehaus wohnt.

Kirchenmusiker Peter Aumeier an der Parabrahm-Orgel. Quelle: Uta Schmidt

Bevor Peter Aumeier auf der seltenen Parabrahm-Orgel aufspielte, erläuterte Burkhard Fritz den Zuhörern die schicksalhafte Geschichte des einzig erhaltenen Chorfensters aus der Entstehungszeit der Kirche 1908. „Am Heiligen Abend des Jahres zerstörte eine Brandbombe das Dach des Altarraums. Die folgende Druckwelle vernichtete zwei der drei Kirchenfenster“, so Fritz.

Peter Aumeier brachte wie in jedem Jahr virtuos sowohl klassische Orgelwerke als auch weihnachtliche Weisen zu Gehör. Er wirkt seit 14 Jahren als Kirchenmusiker in Eichwalde und beherrscht das seltene Instrument besonders gut. „Die Orgel hat ein eingebautes Harmonium und ist mit Hochdruckpfeifen sowie einem großen Blasebalg ausgestattet“, so Aumeier. Mit nur neun Registern könne sie eine große Klangfülle erzeugen. Die 1908 gebaute Orgel wurde 2002 restauriert und ist ein Unikat in der weltweiten Orgellandschaft. Ihren sowohl gefühlvollen als auch kraftvollen Klang schätzt Konzertbesucher Jörg Schandog. „Ich komme seit Jahren extra aus dem Spreewald hierher und fühle mich der Kirche und dem Instrument besonders verbunden. Ihr einzigartiger Klang wird durch die gute Akustik im Kirchenraum besonders verstärkt“. Über die Ausleuchtung des Altarfensters freute sich Marga Taege: „Ich wurde 1963 in der Kirche konfirmiert. Das Fenster strahlt wunderbar, wenn zum Gottesdienst am Morgen die Sonne reinfällt. Das muss man einfach erleben“.

Von Uta Schmidt

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