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Unternehmen weiter optimistisch

Wildau Unternehmen weiter optimistisch

Die Wirtschaft im Landkreis Dahme-Spreewald hat sich auf hohem Niveau weiter stabilisiert. Die Hälfte der Unternehmen schätzen ihre Lage mit ‚gut‘ ein“, so lautet eine Erkenntnis aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Cottbus.

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IHK-Präsident Wolfgang Krüger bei der Pressekonferenz.

Quelle: Uta Schmidt

Wildau. Die Wirtschaft im Landkreis Dahme-Spreewald hat sich auf hohem Niveau weiter stabilisiert. Die Hälfte der Unternehmen schätzen ihre Lage mit ‚gut‘ ein“, so lautet das Fazit von Wolfgang Krüger, dem Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus nach der aktuellen Konjunkturumfrage im Kammerbezirk. Vor allem in Dahme-Spreewald zeigen die Zeichen des Aufschwungs weiter nach oben. Baugewerbe und Dienstleistern verzeichnen eine ungebremst hohe Nachfrage. „Die Mehrheit der befragten Unternehmen rechnen mit einem weiteren moderaten Wachstum und einem leichten Beschäftigungszuwachs“, so Krüger. Die Investitionsbereitschaft bewegt sich ebenso auf hohem Niveau.

Steuereinnahmen wuchsen um 178 Prozent

Der Landkreis bleibt der Motor der Wirtschaft im Kammerbezirk, dessen Wirtschaftsstärke erneut gewachsen ist. Das belegen Indikatoren wie die Steuerkraft und die Wertschöpfung. In den vergangenen zehn Jahren wuchsen etwa die Steuereinnahmen auf 228 Millionen Euro und damit um 178 Prozent. 93 Prozent der Firmen bezeichnen ihre Lage als gut oder befriedigend, 84 Prozent rechnen mit steigenden oder gleichbleibenden Geschäften. Ursache ist die anhaltend gute Inlandsnachfrage. Gute Aussichten bestehen auch für das kommende Weihnachtsgeschäft.

Hauptrisiken für eine weitere positive Entwicklung macht die IHK im zunehmenden Fachkräftemangel sowie in den Rahmenbedingungen wie Zins- und Rentenpolitik, Ölpreisen oder Veränderungen in Energiewirtschaft aus. Unternehmen wären gut beraten, sich stärker als bisher der Ausbildung anzunehmen.

Wirtschaftsdaten werden dreimal jährlich erhoben

Seit 15 Jahren erhebt die Industrie- und Handelskammer Cottbus dreimal im Jahr bei ihren Mitgliedsunternehmen aktuelle Wirtschaftsdaten. „Solche Ergebnisse bei den Umfragen hatten wir noch nie. Demnach ist die regionale Wirtschaft in ausgezeichneter Verfassung“, so Krüger. Dieser Aufwärtstrend werde nach der Inbetriebnahme des BER weiter anhalten. Hinsichtlich der Verkehrsinfrastruktur im BER-Umfeld zur Bewältigung von 25 bis 30 Millionen Passagieren pro Jahr steht die Wirtschaft „noch vor gewaltigen Herausforderungen“.

Repräsentativ ist die Konjunkturumfrage allerdings nicht. Lediglich 470 von insgesamt 37 000 Unternehmen im Kammerbezirk, davon 108 von 11500 Firmen im Landkreis, beteiligen sich daran. „Dennoch ist das ein geübtes Verfahren, um die Stimmung abzubilden“, sagte Susanne Kwapulinski, Referentin Volkswirtschaft.

LDS macht 50 Prozent der Wirtschaftskraft im IHK-Bezirk aus

Der geplanten Zusammenlegung der Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald steht der IHK-Geschäftsführer skeptisch gegenüber. „Der Kammerbezirk Cottbus würde nach dem Ausscheiden des Landkreises Dahme-Spreewald 50 Prozent seiner Wirtschaftskraft verlieren. Wir wollen stattdessen wollen wir mehr Beschäftigung aus dem Süden in den Norden bringen. Diese Pläne erschließen sich mir nicht“, sagte Krüger.

Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es 56 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Zahl stieg im vergangenem Jahr um 1,3 Prozent.

Von Uta Schmidt

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