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Dahme-Spreewald Unterstützer aus Georgien und Kamerun
Lokales Dahme-Spreewald Unterstützer aus Georgien und Kamerun
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00:16 02.06.2015
Megi Gamtkitsulashvili, Madina, Standly Babila und Laura (v.l.) beim Basteln. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

„Megi, wie soll ich das machen?“, schallt es durch den Raum im Mehrgenerationenhaus am Fontaneplatz in Königs Wusterhausen. „Standly, hilfst du mir mal beim Ausschneiden?“ Bastelstunde steht auf dem Programm. Magi und Standly erklären geduldig, was zu tun ist, damit am Ende aus den Papierstreifen eine Raupe entsteht. Während die Kinder emsig die Streifen ausschneiden, übt Megi schnell noch einmal das Wort Raupe dass sie gerade neu gelernt hat. „Bis vorhin wusste ich noch nicht, wie dieses Tier auf Deutsch heißt“ , erklärt sie.

Megi Gamtkitsulashvili ist 20 Jahre alt und kommt aus Georgien, Standly Babila (27) stammt aus Kamerun. Im August vergangenen Jahres sind sie nach Bochum gekommen, haben dort einen Deutschkurs besucht und absolvieren nun seit Anfand des Jahres für acht Monate ihren Freiwilligendienst im Diakoniewerk Simeon in Königs Wusterhausen, helfen im Mehrgenarationenhaus und in der Tee- und Wärmestube, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. „Für uns ist es eine große Unterstützung, dass wir jetzt die beiden über das Projekt ,Weltwärts’ im Hause haben“, freut sich Heike Kötter, Koordinatorin im Mehrgenerationenhaus.

Megi Gamtkitsulashvili ist sehr engagiert in der Kinderbetreuung, so hilft sie beim Hausaufgaben machen, bastelt mit den Kindern, ist aber auch eine gute Unterstützung bei der Büroarbeit. Da Standly Babila medizinisch ausgebildet ist, begleitet er zum Beispiel Asylbewerber bei Arztbesuchen. Untergebracht sind die beiden in Gastfamilien. Standly Babila wohnt bei Familie Weber in Zeesen. „Ich fühle mich wohl hier und manchmal helfe ich meinen Gasteltern bei der Gartenarbeit“, erzählt er und verrät auch, dass er Fußballfan ist und bei Eintracht Königs Wusterhausen in der 2. Mannschaft mitspielen darf. „Meine größte Motivation ist es, internationale Erfahrungen im Bereich der Sozialarbeit zu sammeln und die deutsche Kultur und Sprache verstehen zu lernen“, erklärt Standly Babila, weshalb er nach Deutschland gekommen ist.

Megi Gamtkitsulashvili hat ihr Ökologiestudium in Georgien für ein Jahr unterbrochen. Sie möchte die deutsche Kultur und Tradition kennenlernen und ihre Sprachkenntnisse verbessern. „Hier denken die Menschen über die Natur nach und passen auf sie auf, das beeindruckt mich“, sagt sie.

„Weltwärts“ ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, der 2008 durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen wurde. Interessierte junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren aus Deutschland haben die Chance einen Freiwilligendienst in einem sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenland zu leisten. Seit dem Jahr 2013 können auch junge Menschen aus den Partnerländern ihrerseits einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Deutschland leisten.

Von Gerlinde Irmscher

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