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Urlauber zieht es in die Region

Dahmeland-Fläming Urlauber zieht es in die Region

Die Urlaubzeit bringt noch mehr Touristen in die Region Dahmeland-Fläming, als sowieso schon: Die Touristenverbände Fläming und Dahme-Spree vermelden für die ersten fünf Monate des Jahres Spitzenwerte an Übernachtungen und Gästen. Gründe sind unter anderem das anstehende Reformationsjubiläum und der Trend zum Deutschlandurlaub.

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Die Fläming-Skate ist für viele Aktiv-Urlauber interessant. Gleiches gilt für den Dahme-Radweg im Landkreis Dahme-Spreewald.

Quelle: MAZ

Dahmeland-Fläming. Die Urlaubszeit hat begonnen – doch in diesem Jahr sind die Menschen verhaltener, was Fernreiseziele angeht. Wie eine kürzlich veröffentlichte MAZ-Nachfrage bei hiesigen Reisebüros ergab, meiden viele Menschen derzeit klassische Reiseziele wie die Türkei oder Ägypten. Auch Frankreich zieht nach den Anschlägen von Paris und Nizza deutlich weniger Reiselustige an. Ganz im Gegensatz zu Brandenburg – die Region profitiert vom aktuellen Trend zum Deutschlandurlaub, den die politische Weltlage mit sich bringt. Zudem bringen Highlights wie das anstehende Reformationsjubiläum und vielfältige Möglichkeiten für Aktivtouristen zahlreiche Gäste in die Region. Dazu kommen die Tagetouristen: Vor allem für Berliner ist das Dahmeland-Fläming ein beliebtes Ausflugsziel.

Die hiesigen Tourismusverbände ziehen für das erste Halbjahr 2016 eine sehr gute Bilanz. Noch nie haben so viele Urlauber ihre Ferien in der Region Dahmeland-Fläming verbracht: In der Zeit von Januar bis Mai gab es laut dem Statistischem Landesamt Brandenburg 576 000 Übernachtungen und 304 000 Gäste in Unterkünften mit mehr als zehn Betten. Allein in der Region Dahme-Seen entspricht das einer Steigerung von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dort entfallen die meisten Übernachtungen auf die Tropical Islands, die Kieze in Heidesee sowie Hotels in Schönefeld. Auch die angrenzende Reiseregion Spreewald verzeichnet einen Zuwachs an Übernachtungen von 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die meisten Gäste kamen laut Pressesprecherin Kora Kutschbach um Ostern und im Mai.

Private Ferienunterkünfte sind beliebt

Nach Schätzungen des Tourismusverbands Fläming dürften es de facto etwa doppelt so viele Übernachtungen gewesen sein, wie die Statistik sagt. Denn die meisten Gäste übernachten in kleinen, privaten Ferienunterkünften – und die sind dem Statistischen Landesamt nicht meldepflichtig. Dieser statistisch nicht erfasste Markt wird deshalb auch als „grauer Markt“ bezeichnet. Jetzt, zur Reisehochsaison, steigen die Zahlen noch weiter an: Wer in den kommenden Wochen noch einen Spontanurlaub in der Region verbringen möchte, dürfte auf volle Pensionen stoßen.

Laut Daniel-Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Tourismusverbands Fläming, habe es im Vergleich zum Vorjahr monatlich bereits doppelt so viele Anfragen für Reiseziele in Teltow-Fläming gegeben. Besonders das Reformationsjubiläum2017 ziehe schon jetzt viele Gäste in die Region – vor allem nach Jüterbog. „Die Nachfrage nach Reformationstouren ist so groß, dass in Jüterbog gerade noch fünf zusätzliche Gästeführer ausgebildet werden“, sagt Menzel. Drei sind bereits jetzt im Einsatz. Besonders nachgefragt werden Touren auf der Fahrradroute „Reformation und Rad“, auf der Touristen und Anwohner auf den Spuren Martin Luthers von Berlin über Jüterbog nach Lutherstadt Wittenberg radeln können. „Das Thema Reformation wird uns in diesem und im nächsten Jahr sehr stark beschäftigen“, sagt Menzel. Mit einem enormen Besucheransturm rechnet er zum Kirchentag in Berlin im Mai 2017.

Radfahren und Wandern als Wirtschaftsfaktor

Nicht nur aus geschichtlicher Perspektive ist die Region für Radler und andere Aktivtouristen beliebt. Die Themen Radfahren und Wandern sind sowohl beim Tourismusverband Fläming als auch beim Tourismusverband Dahme-Seen die Hauptwirtschaftsfaktoren. Laut Menzel ist die Region wegen der Fläming-Skate oder des Dahme-Radwegs die beliebteste brandenburgische Reiseregion für ausländische Gäste. Besonders Tschechen und Polen würden hierzulande häufig Radtouren unternehmen – und diese dann gern noch mit einem Besuch des Tropical Islands verbinden. Während der Wassertourismus in Teltow-Fläming mit Ausnahme von Kallinchen und der Wassersportanlage Großbeeren eine untergeordnete Rolle spielt, ist er für den Tourismusverband Dahme-Seen ein sehr wichtiges Thema.

Reiseregionen

Die Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming zählen zu drei offiziellen Reiseregionen:

Das Reisegebiet Dahme-Seen umfasst den gesamten Altkreis Königs Wusterhausen. Die südliche Grenze liegt bei Märkisch Buchholz.

Das Reisegebiet Spreewald reicht von Märkisch Bucholz bis an die südlichen Grenzen des Landkreises Dahme-Spreewald und zum Teil noch deutlich darüber hinaus.

Das Reisegebiet Fläming umfasst den gesamten Kreis Teltow-Fläming. Zudem sind weite Teile des Landkreises Potsdam-Mittelmark und Teile der Landkreise Anhalt-Zerbst, Jerichower Land und Wittenberg vertreten.

Wie Juliane Franke, Marketingbeauftragte des Tourismusverbandes Dahme-Seenland, weiß, ist der beliebte Klassiker für Familien ein Ferienhaus am Wasser. „Da können Urlauber die Faktoren Wasser, Natur und Berlin perfekt miteinander verbinden“, sagt sie. Außerdem beobachtet sie zwei Trends in der Region: Hausbooturlaub und Angeln. „Es sind noch ein paar neue Hausboot-Anbieter dazugekommen, deren Boote permanent ausgebucht sind“, berichtet Franke. Und Angeln würden die Leute das ganze Jahr über, auch im Winter. „Das liegt gerade bei Jüngeren voll im Trend.“

Für die Zukunft sieht Juliane Franke noch weitere Potenziale im heimischen Tourismusmarkt. „Die Saison wird immer länger, die Leute nutzen vermehrt Feiertage für einen Kurzurlaub“, sagt sie. Damit sich der Markt weiterhin positiv entwickelt, müsse allerdings noch stärker an der Infrastruktur für den Wassertourismus gearbeitet werden. So gebe es laut Franke zum Beispiel noch großen Bedarf an Anlegemöglichkeiten mit Gastronomieangebot. So wie das vor wenigen Wochen neu eröffnete Wildauer Klubhaus „Villa am See“, in dessen Hafen jetzt auch Bootstouristen anlegen können.

Von Anja Meyer

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