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Uwe Malich ist Aushängeschild der Linken

Wildau Uwe Malich ist Aushängeschild der Linken

Er ist der letzte verbliebene linke Bürgermeister in der Region. Uwe Malich strebt in Wildau seine dritte Amtszeit an. Aber diesmal ist das Rennen offen wie nie zuvor. Das liegt an der Herausforderin und an Malich selbst. Trotzdem kann sich seine Bilanz sehen lassen. Die Stadt steht so gut da wie nie zuvor seit der Wende.

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Uwe Malich ist 64 Jahre alt.

Quelle: Privat

Wildau. Das war ein Triumph, als die Linken bei den Wahlen 2001 vier Rathäuser in der Region eroberten. Der Schulzendorfer Herbert Burmeister wurde wiedergewählt, Eichwalde, Königs Wusterhausen und Wildau bekamen erstmals linke Bürgermeister. Aber nur einer von ihnen hat sich seither gehalten. Uwe Malich strebt in Wildau seine dritte achtjährige Amtszeit an und würde – falls er die Stichwahl am 15. Oktober gewinnt – den bisherigen Rekordhalter der Linken, Herbert Burmeister, überflügeln, der 16 Jahre lang im Amt war.

Kein Kantersieg, aber ein ordentliches Ergebnis

Mit gut 47 Prozent entschied Malich die Wahl vor knapp zwei Wochen deutlich für sich. Gemessen an seinem Kantersieg vor acht Jahren, als er mit knapp 73 Prozent der Stimmen auf Anhieb wiedergewählt wurde, ist das schlecht. Im Vergleich zu seiner ersten Wahl vor 16 Jahren, als er 38 Prozent und, in der siegreichen Stichwahl, 59 Prozent schaffte, ist es ein ordentliches Ergebnis. Dennoch ist die Ausgangslage diesmal für ihn vielleicht so schwierig wie noch nie. Mit Angela Homuth (SPD) hat er eine ernstzunehmende Herausforderin, die zwar deutlich hinter ihm lag, aber so viele Stimmen bekam wie keiner seiner Herausforderer bei einer anderen Wahl zuvor.

Kritik am Führungsstil und gesundheitliche Probleme

Der 64-jährige Malich hat in Wildau Großes geleistet, aber zuletzt mehrten sich die kritischen Stimmen an seinem Führungsstil. Nicht von ungefähr war die bessere Bürgerbeteiligung ein Versprechen aller Kandidaten im Wahlkampf, sogar von Malich selbst. Und dann sind da noch seine gesundheitlichen Probleme, die ihm in den zurückliegenden Jahren die Amtsführung erschwerten. Dass er sich nach einem Radunfall zudem derzeit nur mühselig fortbewegen kann, verstärkte den Eindruck, er sei körperlich nicht mehr fit genug für das Amt. Er selbst bestreitet das vehement. Für Spekulationen sorgte darüber hinaus sein langes Zögern, bevor er seine erneute Bereitschaft zur Kandidatur erklärte.

Malichs Bilanz spricht für sich

Die abermals große Zustimmung zeugt hingegen davon, dass viele Wildauer ihn weiter gerne als Bürgermeister sehen. Malichs Bilanz spricht für sich. Wildau ist unter seiner Regentschaft ein erfolgreicher Strukturwandel gelungen. Der abgewickelte Schwermaschinenbau-Standort mauserte sich zu einem aufstrebenden Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, der heute zu den ostdeutschen Top-Regionen gehört. In seiner Amtszeit wurde die denkmalgeschützte Schwartzkopff-Siedlung saniert. Gemeinsam mit Schönefeld und Königs Wusterhausen wird Wildau vom Land besonders gefördert. Die Einwohnerzahl steigt unaufhörlich und hat längst die 10 000er Marke überschritten. 12 500 Einwohner sollen es in einigen Jahren mindestens sein. Diese Grenze, so Malich, sichere der Stadt die weitere Eigenständigkeit.

Kräfteverhältnis im Stadtrat zugunsten der SPD

Anders als Angela Homuth will er das Wachstum nicht zwingend begrenzen und plädiert zum Beispiel für eine Wohnbebauung des Dahme-Nordufers. Gleichzeitig bekennt er sich zum Erhalt des grünen Stadtcharakters. „Wir unterscheiden uns im Stil und in einigen inhaltlichen Punkten“, sagt er über die SPD-Frau. In der Stadtverordnetenversammlung ist es für ihn schwerer geworden, Unterstützung zu finden. Seine Linksfraktion sieht sich einer Mehrheit von SPD sowie CDU/FPD gegenüber, außerdem folgt sie dem Bürgermeister nicht bedingungslos Malich sagt dann auch: „Wildau voranzubringen, geht nur gemeinsam.“

Von Frank Pawlowski

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