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Varianten des Kita-Neubaus vorgestellt

Zeuthen Varianten des Kita-Neubaus vorgestellt

Die Bestandskita „Kinderkiste“ in Miersdorf bekommt einen Erweiterungsbau. Im Entwicklungsausschuss wurden zwei Varianten des Neubaus vorgestellt. Kita-Leitung und Ausschussmitglieder sind mehrheitlich gegen einen Kompaktbau und für die aufgelockerte Variante. Kritik gab es wegen der Kostensteigerung von 1,4 Millionen Euro.

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Die Kita Miersdorf in Zeuthen soll einen Anbau bekommen. 2019 soll sie in Betrieb gehen.

Quelle: Foto: Josefine Sack

Zeuthen. 2019 soll der Kita-Neubau in Miersdorf in der Dorfstraße stehen, 2018 bereits mit dem Bau begonnen werden. In der jüngsten Sitzung des Sozial- und Bildungsausschusses wurden nun zwei gleichteure Varianten des Baus vorgestellt – ein rechteckiger Kompaktbau und eine aufgelockerte Variante in Dreiecksform. Beide Gebäudevarianten würden hinter Kinderbibliothek und Parkplatz entstehen und sich Richtung ehemaligen Bolzplatz erstrecken. Rund 1160 Quadratmeter Kitafläche mit acht Gruppenräumen sollen entstehen. 80 neue Kitaplätze sind geplant. Ein Verbindungsgang zwischen der Bestandskita „Kinderkiste“ und dem Neubau soll entstehen. Der Spielplatz soll auf den ehemaligen Bolzplatz verlagert werden.

Kostensteigerung wird kritisiert

Während sich Kita-Leitung und mehrere Ausschussmitglieder für die aufgelockerte Variante ausgesprochen haben, stößt die deutliche Kostensteigerung von über einer Million Euro auf Kritik, ebenso die späte Information über die Mehrkosten. Ursprünglich angesetzt waren 2,4 Millionen Euro – aktuell sind 3,8 Millionen Euro im Gespräch. „Die Mehrkosten sind Folge des Preisanstiegs auf dem Baumarkt. Bei kaum einem Bauprojekt reicht die ursprüngliche Kostenkalkulation daher aus“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD).

Abgeordnete und Kita-Leitung für Dreiecksbau

„Für uns ist maßgebend, wie die Eltern und die Kita-Leitung die vorgestellten Varianten bewerten“, sagte Karl Uwe Fuchs (FDP). Letztere bevorzuge die optisch aufgelockerte Variante. „Es wurde kein Wort darüber verloren, warum wir jetzt eine Kostensteigerung von 1,4 Millionen haben – zur Sozialausschusssitzung lag uns kein Dokument vor“, sagte Fuchs. Dies habe man erneut eingefordert. „Die Geschäftsgrundlage, auf der die Gemeindevertretung damals die Entscheidung getroffen hat, waren Baukosten von 2,4 Millionen. Nun liegen die Kosten bei knapp vier Millionen Euro“, so Fuchs. Man habe damals viel Geld für Planungsbüros gezahlt, die diese Zahlen errechnen sollten. „Ich erwarte von der Verwaltung, dass sie prüft, inwieweit man hier Geld zurückfordern kann“, so Fuchs. Die Verwaltung sei zudem mit einer Änderung beauftragt worden. So solle die Kita noch einen Bewegungsraum bekommen und dieser mit eingeplant werden. Rund 100 000 Euro wird die Kita dadurch teurer.

Ein Bewegungsraum fehlt

„Die Kostensteigerungen in den Einzelpositionen müssen uns nachgereicht werden – erst dann ist es möglich, dort vertieft einzusteigen. Das Amt war auf die Fragen nicht vorbereitet“, sagte Nadine Selch (CDU). „Die Preissteigerung ist zu gravierend, um diese nur mit Preissteigerungen auf dem Baumarkt zu rechtfertigen“, so Selch weiter. Ursprünglich sollte ein Anbau an der Bestands-Kita realisiert werden. Nun werde offenbar eine autarke Kita geplant, die man unabhängig betreiben könnte. Abstell-, Hausmeister-, Therapieräume seien unnötigerweise doppelt geplant – so die Kritik. „Es ist nicht nachvollziehbar warum wir nicht früher informiert worden sind“, sagte Robert Seelig (Linke). „Die aufgelockerte Variante ist schon deshalb besser, weil es im Außenbereich eine größere, kompakte Spielfläche gibt“, sagte Sonja Pansegrau (Linke). „Offensichtlich wurden 2016 bei der Projektvorstellung von den Planungsbüros nicht alle Kostenpositionen angegeben“, so Pansegrau weiter. Hinzu kämen Preissteigerungen auf dem Baumarkt. „Mir war klar, dass die Zahlen nicht mehr aktuell sein können“, so die Linken-Politikerin. Die Umsetzung eines Bewegungsraums müsse noch geprüft werden, ebenso die Realisierung des Bauvorhabens in einem Bauabschnitt – letzteres könne Kosten einsparen. Eine Kreditaufnahme zur Finanzierung sei möglicherweise erforderlich.

„Die zuvor angenommenen Zahlen waren eine Annahme aus der Machbarkeitsstudie und so eine Studie ist leider nicht so genau – es fehlten einige Posten“, sagte Karin Sachwitz (BfZ). Wegen des Bestandsschutzes sei nie nur ein Anbau, sondern ein eigenständiger Kitaneubau angedacht gewesen, der aber an die Bestandskita angeschlossen werde.

Von Oliver Becker

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