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Veranstalter nach Tod auf Festival tief betroffen

Second Horizon Festival in Kiekebusch Veranstalter nach Tod auf Festival tief betroffen

Der Tod eines Festivalbesuchers überschattet das „Second Horizon“, eine Psychedelic-Sounds-Veranstaltung. Starb der Mann, der mit seiner Familie und Bekannten nach Kiekebusch in der Gemeinde Schönefeld gekommen war, an Drogen? Der Veranstalter zeigt sich einen Tag danach tief betroffen.

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Der Strand am Kiesee während des Festivals.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Kiekebusch.
Ein tragischer Todesfall überschattete am Samstagmorgen das Festival „Second Horizon“ in Kiekebusch. Besucher entdeckten am Ufer des Sees einen leblosen Körper. Rettungskräfte, die gegen 9.30 Uhr eintrafen, konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Gegenwärtig laufen die Ermittlungen zur Todesursache. „Sicher kann ich sagen, dass es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gegeben hat“, berichtet ein Sprecher der Polizei. Der 27-jährige Iraner, der noch nicht sehr lange in Deutschland lebte, hatte vermutlich eine Überdosis Drogen konsumiert. Der Mann war mit Familie und Bekannten nach Kiekebusch gekommen.

„Als ich davon erfuhr, war ich erst einmal nervlich am Boden“, so Victor Rudek, Geschäftsführer von Second Horizon Events, „schließlich organisiere ich Veranstaltungen, damit sich Leute freuen können und Spaß haben.“

Sicherheit hat oberste Priorität

Sicherheit sei das Wichtigste für ihn, wenn es um die Organisation eines Festivals geht. So auch beim Debüt des „Second Horizon Festival“ vom 1. bis zum 4. Juli am Strand des Kiessees in Kiekebusch, einem Ortsteil der Gemeinde Schönefeld. „Ich habe darauf geachtet, dass alles in den Richtlinien bleibt, um für Sicherheit zu sorgen“, erklärt Rudek. 2200 Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland waren angereist zu dem Psychedelic-Sounds-Festival. Damit war die Platzkapazität erschöpft, das Gelände musste geschlossen werden, was zu Unmut bei weiteren Interessierten führte.

Besucher wurden über den Vorfall informiert

Von der Polizei sei ihm bestätigt worden, dass er alle Sicherheitsvorkehrungen, die für so ein Festival vorgeschrieben sind, eingehalten hat und dass es sich bei dem Tod des Besuchers um einen tragischen Unglücksfall handelt, so Rudek. In Rücksprache mit der Polizei wurde beschlossen, das Festival nicht abzubrechen, was auch aus logistischen Gründen schwierig gewesen wäre. Die Besucher wurden über den Vorfall informiert und bis zur Klärung der Situation blieb die Musik aus. „Für uns ist die Geschichte super tragisch“, sagt Produktionsleiterin Maria Jaeche, „aber wir können auch nicht den Konsum jedes Gastes überprüfen.“

Badeverbot am Strand

Aus Sicherheitsgründen ist während des Festivals das Baden im See verboten. Zwei Rettungsschwimmer wachen am Strand darüber, dass dieses Verbot eingehalten wird.

Die Verwandten und Bekannten des Toten wurden nach dem Unglück vor Ort betreut und dann an ihren Wohnort zurückgebracht. Der junge Mann lebte seit Kurzem in Hessen.

Von Gerlinde Irmscher

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