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Dahme-Spreewald „Vergessene“ Werke von Elisabeth Jeske
Lokales Dahme-Spreewald „Vergessene“ Werke von Elisabeth Jeske
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19:21 09.06.2013
SCHULZENDORF

Verwunschener geht es kaum. Das Schulzendorfer Grundstück in der Puschkinstraße 60–62 liegt tief in einer Senke. Über vom Efeu zugewachsene Stufen geht es hinab. Rechts ist ein kleiner Teich zu entdecken; dahinter ein verfallener Schuppen, der kaum noch zu erkennen ist. „Die Natur holt sich alles wieder“, sagt Helmut Mencke, der das ideelle Erbe der bekannten Mosaizistin und Ehrenbürgerin von Schulzendorf Elisabeth Jeske angetreten hat und noch immer auf das Grundstück darf.

Hier, so erinnert er sich, haben Elisabeth Jeske und Heinrich Jungebloedt unbeschwerte Stunden ihrer Freizeit erlebt. Manchmal habe Jungebloedt hier auch gearbeitet. Die beiden seien sich dann nicht in die Quere gekommen, denn rund 2000 Quadratmeter Land seien groß genug, um sich aus dem Wege zu gehen. Helmut Mencke, der viele Jahre gemeinsam mit der Mosaizistin gearbeitet hat, erinnert sich an kleine Brücken, eine sanfte Hügellandschaft und einen Berg voller Krokusse im Frühjahr. Alles sei von den beiden Künstlern damals angelegt worden. Es war ihr Garten Eden.

Ganz tief unten im kleinen Tal befindet sich ein Bungalow. Links ist ein großes Panoramafenster; auf der rechten Seite die Eingangstür. Jeweils seitlich von ihr befinden sich an der Wand zwei etwa ein mal 1,20 Meter große Mosaiken – Arbeiten von Elisabeth Jeske aus längst vergangenen Tagen. Doch ihre Schönheit ist bis heute erhalten geblieben. Die goldenen Steinchen leuchten in der Sonne. „Ich könnte die Mosaiken abnehmen und sichern“, erklärt Helmut Mencke.

Doch möglicherweise gibt es einen anderen Weg, die wertvollen Arbeiten der Schulzendorferin für die Nachwelt zu erhalten. „Der Eigentümer hat uns das Grundstück zum Kauf angeboten“, sagt Bürgermeister Markus Mücke. Das Grundstück sei im Flächennutzungsplan der Gemeinde als Teil einer öffentlichen Parkfläche ausgewiesen. Als Nutzungsart sei Wald/Laubwald angegeben. „Hier stellt sich die Frage, ob die Gemeinde daran Interesse hat“, so der Bürgermeister, der die Anfrage bereits im Hauptausschuss vorgetragen hatte. Auch in der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch informierte er darüber. „Dann könnten die Kunstwerke an dem Gebäude der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden“, so die Überlegungen von Markus Mücke.

Die Nachbarn in der Puschkinstraße haben sich über die Jahre an den „Dschungel“ hier gewöhnt. Die Bäume sind inzwischen weit in den Himmel geschossen. Bei einem Sturm hat es zwei Riesen entwurzelt. Dem Schicksal ist es zu verdanken, dass dabei das Gebäude mit den Kunstwerken nicht zerstört wurde. Inzwischen ist Gras über den Baumbruch gewachsen. Dichtes Buschwerk hat sich überall breit gemacht. Das Land hier ist zu einem Stück Wildnis mitten in der Zivilisation geworden. „Es wäre schön, wenn sich ein Käufer findet, der die Werke von Elisabeth Jeske zu schätzen weiß“, meint Helmut Mencke. (Andrea Müller)

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