Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Verhaltene Reaktionen nach Mückes Wahlsieg

Schulzendorf Verhaltene Reaktionen nach Mückes Wahlsieg

Verhaltene Reaktionen auf den Wahlsieg des amtierenden Bürgermeisters Markus Mücke (parteilos) in Schulzendorf. Parteiübergreifend wurde ein Aufeinanderzugehen angeraten, zugleich auf die angespannte Situation zwischen Bürgermeister und Gemeindevertretung verwiesen. Mücke tritt am 26. Januar seine zweite Amtszeit an.

Voriger Artikel
Personalengpass im Rathaus
Nächster Artikel
Zwei Verletzte bei Unfall

Stimmenzählung in Schulzendorf bei der Bürgermeister-Stichwahl am Sonntag.

Quelle: Karen Grunow

Schulzendorf. Nach dem knappen Wahlsieg von Amtsinhaber Markus Mücke (parteilos) zum Bürgermeister von Schulzendorf kommentierten Fraktionsspitzen und Abgeordnete das Bürgervotum der Stichwahl am Sonntag. Parteiübergreifend wurde dabei ein Aufeinanderzugehen angeraten, zugleich aber auf die angespannte Situation zwischen Bürgermeister und der Gemeindevertretung verwiesen. 7,4 Prozentpunkte lag Mücke im zweiten Wahlgang vor seiner Herausforderin, der Linken-Politikerin Winnifred Tauche. In der ersten Runde war der Abstand zwischen beiden Kandidaten noch deutlicher gewesen – 19 Prozentpunkte hatte Tauche hinter Amtsinhaber Mücke gelegen. Im Wahlkampf konnte Tauche Boden wieder gutmachen. Am Ende reichte es aber nicht zum Sieg.

„Wir haben uns natürlich einen anderen Wahlausgang gewünscht, dafür hatten wir gekämpft“, sagte Herbert Burmeister (Linke). „Wir akzeptieren das, was der Wähler gewählt hat“, so Burmeister weiter. Man werde weiter kritisch verfolgen, was in der Gemeinde Schulzendorf passiert. Mit Tauche habe die Linke eine „sehr gute Kandidatin“ gehabt, die eine hohe Akzeptanz in der Bürgerschaft gefunden habe. Man habe einen guten Wahlkampf vor der Stichwahl gemacht – das spiegele sich im knappen Wahlergebnis wider. CDU und Bürgerbündnis freie Wähler hatten die Linken-Kandidatin in der zweiten Wahlrunde unterstützt. Die künftige Verständigung und Politik werde laut Burmeister davon abhängen, wie der Bürgermeister sich gegenüber der Gemeindevertretung verhält. „Mücke sollte Brücken bauen – das ist das, was wir uns die ganze Zeit wünschen“, so Burmeister. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Rathauschef ist bereits seit Längerem bei der Kommunalaufsicht eingereicht. Linke, CDU und Bürgerbündnis hatten sie unterzeichnet.

Angespannte Situation bleibt

„Das war knapp. Viele Unterstützer Mückes dachten wohl nach der ersten Runde, die Wahl ist gelaufen“, sagte Andreas Körner (Grüne). Frau Tauche habe das optimale Ergebnis herausgeholt, Mücke konnte hingegen nicht alle seine Anhänger mobilisieren. „Ich hoffe, dass man nun wieder aufeinander zugeht, besser kommuniziert, um die Gemeinde voranzubringen“, sagte Körner. Weiter auf „stur zu schalten“, helfe nicht weiter. „Frau Tauche hat sich gut geschlagen. Schulzendorf scheint gespalten zu sein“, sagte Gernut Franke (Bürgerbündnis). Diejenigen, die im ersten Wahlgang Mücke nicht gewählt haben, hätten das auch am Sonntag nicht getan. Mücke müsste sich nun für den „Plakatklau“ entschuldigen. „Die angespannte Situation zwischen den Lagern in der Gemeindevertretung wird sich jetzt nicht verbessern“, so Franke. Es sei einmalig in der Geschichte Schulzendorfs, dass es ein Bürgermeister geschafft habe, die Mehrheit der Abgeordneten gegen sich aufzubringen. Die Informationspolitik des Rathauses müsse sich verbessern. „Der Wähler hat entschieden und als gute Demokraten haben wir das Ergebnis zu akzeptieren“, hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Kolberg am Wahlabend gesagt und hinzugefügt: „In der Gemeindevertretung wird es nicht leichter für uns.“

Von Oliver Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg