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Verjüngungskur für Dach und Entwässerung

Sanierung der Sporthalle in Wildau Verjüngungskur für Dach und Entwässerung

Die Wildauer Sportler können aufatmen: Die Zeit des Schüssel-Aufstellens bei drohendem Regen ist vorbei. Das Dach und die Entwässerung der Sporthalle in der Wildauer Jahnstraße werden jetzt saniert. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Eine Komplett-Sanierung der Halle unterbleibt allerdings.

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Markus Neupert (vorn) und Holger Brockmann von der Holl Flachdachbau in Hohenleuben lassen die neuen Trapezbleche und Dämmstoff auf das Dach der Sporthalle in der Wildauer Jahnstraße einschweben.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. Die Zeiten, in denen die Hand- beziehungsweise Volleyballer bei drohendem Regen erst noch schnell Schüsseln in der Sporthalle in der Jahnstraße aufstellen mussten, um das undichte Dach zu kaschieren, gehören bald der Vergangenheit an. Ähnliches gilt auch für die Einsätze der Feuerwehr, die im Winter bei starkem Schneefall das Dach des Wildorado von der Schneelast befreien musste, um die Statik zu gewährleisten. Wildorado-Geschäftsführer Klaus-Dieter Kurrat ist optimistisch, dass bereits Anfang August ein komplett neues Dach die Sporthalle zieren wird. Aus der Stadtkasse werden dafür etwa 350 000 Euro fällig.

„Wir liegen bei den Anfang Mai begonnenen Bauarbeiten gut im Plan“, sagt Kurrat, nachdem die Sanierung des Sporthallendaches im vorigen Jahr aufgeschoben wurde, um vor allem den Spielbetrieb der HSV-Mannschaften nicht zu gefährden.

Entrauchungsklappen funktionieren noch einwandfrei

Bei der Sanierung kann das Grundgerüst der Dachbalken erhalten bleiben. Gutachter haben es noch als komplett tragfähig bewertet. Nach der Verjüngungskur wird die Dachhaut mit den Trapezblechen weitaus leichter als bisher sein, so dass mögliche Überlastungen bei Schnee ausgeräumt sind. Im Interesse des Brandschutzes unterbleibt auch der Einbau des bisher verwendeten leicht entflammbaren Styropors. Die schon kurz nach der Wende in der Sporthalle eingesetzten sechs großen Entrauchungsklappen, die im Brandfall sofort geöffnet werden, funktionieren noch einwandfrei. Sie werden jetzt demontiert, können später aber problemlos wieder eingesetzt werden.

Außerdem erhält die 500 Quadratmeter große Dachfläche der Sporthalle ebenso wie das Dach der Schwimmhalle eine neue Entwässerung, ein sogenanntes Drucksystem, bei dem nur noch halb so starke Rohre eingebaut werden müssen. Das Gebäude wird damit besser vor Wetterunbilden wie heftigem Starkregen geschützt.

Ursprünglich geplante Rundum-Sanierung bleibt aus

Die Regie der Sanierung liegt wie schon beim Einbau des neuen Edelstahlbeckens sowie der 2015 erfolgten Sanierung der Glasfassade der Schwimmhalle in den Händen der sächsischen Firma Bauconzept. „Das Unternehmen hat sich bewährt“, loben Vize-Bürgermeister Marc Anders (parteilos) und Geschäftsführer Kurrat übereinstimmend. Die ursprünglich beabsichtigte Rundum-Sanierung der Anfang der 70er Jahre errichteten Sporthalle mit behindertengerechtem Zugang, neuen Sanitär- und Beleuchtungsanlagen sowie modernem Fußboden unterbleibt allerdings. Dieses insgesamt 2,3 Millionen Euro teure Komplettpaket hatten die Stadtverordneten an die Bedingung geknüpft, dass die Stadt Wildau einen etwa 45-prozentigen Zuschuss aus dem insgesamt 140 Millionen Euro umfassenden Fördertopf des Bundes zum Ausbau von Sportstätten einwerben kann. „Dieses Bundesprogramm war mehr als 15-fach überzeichnet, so dass Wildau leider leer ausgegangen ist“, sagt Anders. Bei den Stadtverordneten hat daher jetzt der Neubau einer Sporthalle Priorität. Für seine Planung sind schon im diesjährigen Stadthaushalt 100 000 Euro vorgesehen. Eine erste Vorentscheidung zu den Standorten könnte möglicherweise schon am 28. Juni im Stadtparlament fallen. Acht Flächen im Ort sowie zwei Hallengrößen mit 400 beziehungsweise 1000 Zuschauerplätzen stehen zur Diskussion (die MAZ berichtete). Eine entsprechende Informationsvorlage wurde in der vorigen Woche im Bauausschuss vorgestellt. Dabei unterstrichen die Abgeordneten und sachkundigen Einwohner, dass sich zu diesem Neubau die Sportvereine eingehend positionieren sollten.

Zudem müssten die Folgekosten einer Mehrzweckhalle genauer analysiert werden. Auch der neue Infrastruktur-Ausschuss wird sich in seiner ersten Sitzung am 4. Oktober mit dem Projekt des Sportstätten-Ausbaus beschäftigten.

Von Franziska Mohr

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