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Verjüngungskur fürs alte Löschgerätehaus

Sporthalle des Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Verjüngungskur fürs alte Löschgerätehaus

Mit 1,7 Millionen Euro bildet die Sanierung des alten Löschgerätehauses in der Köpenicker Straße in Königs Wusterhausen gegenwärtig die größte Investition des Landkreises im Schulbereich. Das 1907 errichtete Gebäude soll künftig wieder als Sporthalle des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums dienen.

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Bis Frühjahr nächsten Jahres wird das 1907 erbaute Löschgerätehaus in der Köpenicker Straße generalsaniert

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. Als der Hausmeister des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums vor drei Jahren plötzlich zwei große Mauerwerksbrocken auf dem Boden der Sporthalle entdeckte, herrschte das blanke Entsetzen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich die schweren Brocken unterhalb des Daches während des Sportunterrichts gelöst hätten. Das 1906 als Löschgerätehaus und Turnhalle erbaute Gebäude in der Köpenicker Straße in Königs Wusterhausen wurde sofort gesperrt. Fachleute stellten erhebliche Schäden im Dachtragwerk fest. Bei diesem stadtbildprägenden Gebäude war guter Rat teuer. Zur Diskussion standen Neubau oder Sanierung.

Nach eingehenden Prüfungen fiel die Entscheidung zugunsten einer Generalsanierung des ohnehin unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Gerätehauses. „Ein Neubau wäre noch teurer gewesen als die jetzt veranschlagten 1,7 Millionen Euro“, sagt der zuständige Amtsleiter der Kreisverwaltung, Dietmar Licht.

Im Frühjahr 2014 startete diese derzeit größte Bauinvestition des Landkreises im Schulbereich. Handwerker entkernten das Gebäude komplett. Die eigentliche Sanierung startete im Oktober mit aufwendigen Dacharbeiten, denen drei Holzschutz-Gutachten zu Grunde lagen. „Bei der Dachkonstruktion wurde auf Wunsch der Oberen Denkmalbehörde für jeden Balken einzeln festgelegt, ob er ausgetauscht, verstärkt oder saniert wird“, sagt Licht, seinen Groll über dieses äußerst teure Verfahren nur mühsam verbergend. Anschließend wurden eine moderne Dämmung eingebaut und neue Dachziegel aufgelegt.

Die Funktionalität des Gebäudes veränderten die Planer der Firma Bauconzept, die auch in der Schwimmhalle in Wildau tätig sind, grundlegend. Neben einem neuen Eingang schufen sie jetzt einen Stiefel- sowie einen Turnschuhbereich. Auch der obere Bereich ist komplett neu. Dort befindet sich künftig der Sanitär- und Umkleidetrakt der Gymnasiasten. Neben der eigentlichen 244 Quadratmeter großen Sporthallenfläche entsteht ein 60 Quadratmeter großer Gymnastikraum, der mit Spiegeln verkleidet wird. Auf diese Weise erhalten auch die zahlreichen Vereine, unter anderem für Tanz und Aerobic, die diese Ein-Feld-Sporthalle nutzen, optimale Trainingsbedingungen. „Wir versuchten von Beginn an, die Wünsche der Schulkonferenz bis hin zum Farbkonzept der Sporthalle zu berücksichtigen“, sagt Licht. Gemeinsam mit dem Architekten fiel die Wahl auf einen grünen Pastellton, der mit Grau- und Gelbtönen Frische ausstrahlen soll.

Im Augenblick sind in der Halle drei der insgesamt etwa 20 notwendigen Gewerke tätig. In der vergangenen Woche führten dort die Fensterbauer Regie. Ursprünglich sollten die alten Fenster erhalten bleiben. Da sie aber nicht mehr den Energienormen entsprachen, mussten sie ausgetauscht und nach historischem Vorbild gefertigt werden. Mit der Fertigstellung der Sanierung wird im 1. Quartal 2016 gerechnet. Dann beginnt die etwa 620 000 Euro teure Sanierung des Schulhofes des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums.

Von Franziska Mohr

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