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Dahme-Spreewald Verlassener Bunker – Gefährlicher Spielplatz
Lokales Dahme-Spreewald Verlassener Bunker – Gefährlicher Spielplatz
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00:19 17.06.2017
Der Zeesener Bunker steht offen, hier spielen oft Kinder, berichtet der Anwohner. Quelle: Frank Pawlowski
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Zeesen

Mitten in einem Waldstück an der Schütte-Lanz-Straße in Zeesen ragt ein riesiger Betonklotz empor. Der Hochbunker aus Kriegszeiten zieht schon seit vielen Jahren Schaulustige an. Häufig spielen dort auch kleine Kinder. Ein Anwohner kann das nicht mehr mit ansehen. Er warnt vor dem lebensgefährlichen Spielplatz, wandte sich mehrfach vergeblich ans Königs Wusterhausener Ordnungsamt.

Eisentüren stehen offen

Er kann nicht verstehen, warum der Bunker nicht eingezäunt oder wenigstens die Zugangstür verschlossen wird. „Muss erst was passieren?“, fragt er. Ein alter Zaun rings um den Bunker ist heruntergetrampelt, die Wände sind mit Graffiti übersäht. Die schweren Eisentüren eines Eingangs zwischen den meterdicken Wänden stehen offen. An der Rückseite des Gebäudes befindet sich ein weiterer Eingang.

Ein Labyrinth auf drei Etagen

Auf Internetseiten wird beschrieben, wie es drinnen aussieht: drei Etagen, Arbeitsräume, Toiletten. Auch auf dem 15 Meter hohen Dach sollen schon Kinder und Jugendliche gespielt haben. Der Anwohner schüttelt den Kopf: „Wenn die Eltern das wüssten.“ Er fordert die Aufstellung von Warnschildern.

Neuer Lokaltermin mit der Bauaufsicht

Laut Stadtsprecherin Katja Klinner ist der Bunker im Privatbesitz. Der Eigentümer habe den Zaun mehrfach erneuert, er sei aber immer wieder zerstört worden. Auch die Türen seien zugeschweißt, aber sogleich wieder geöffnet worden. Nun soll es einen Vor-Ort-Termin mit der Bauaufsicht des Kreises und dem Ordnungsamt geben. Der Anwohner ist skeptisch. „Die Stadt muss das Grundstück auf Kosten des Eigentümers sofort sichern.“

Von MAZonline

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