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Dahme-Spreewald Vernissage mit Modenschau
Lokales Dahme-Spreewald Vernissage mit Modenschau
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02:15 30.09.2015
Ein Magnet war die Modenschau „Chic im Osten“ mit Originalkleidung aus vier Jahrzehnten. Höhepunkt war die Fest- und Hochzeitsmode. Quelle: Uta Schmidt
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Königs Wusterhausen

Fantasievoll und bunt war die Mode in der DDR, kreativ waren die selbst nähenden Frauen und Modeschöpfer. „Da wurden auch schon mal Gardinen zu Blusen und Stoffreste zu Taschen umgearbeitet“, sagte Kulturwissenschaftlerin Ute Scheffler am Sonnabend bei der 19. Museumsnacht, die unter dem Motto „Chic im Osten“ mit einer unterhaltsamen Modenschau und einer Ausstellung über Damen- und Herrenmode aus vier Jahrzehnten stattfand.

Schauplatz der Mode-Zeitreise war das Dahmelandmuseum, in dem Eingangstreppe und Hof zu einem Laufsteg verwandelt wurden. Unter freiem Himmel zeigten Hobbymannequins aus Leipzig rund 50 Kleider, Mäntel, Kostüme, Hosenanzüge sowie Hochzeits- und Festmode aus den Werkstätten der DDR. Ältestes Stück in der Sammlung war ein Hochzeitskleid aus Fallschirmseide, das kurz nach dem Krieg entstand. Das jüngste war ein schicker Hosenanzug im Marinelook von 1990 aus dem damaligen „Exquisit“-Laden in Berlin. „Sehr beliebt waren Blumenmotive auf Kleidern und Blusen. Flowerpower in Großrundstrick“, kommentierte Scheffler die Modelle aus den 60er und 70er Jahren. Für das Publikum gab es ein Wiedersehen mit beliebten Modellen aus dem eigenen Kleiderschrank. Insgesamt hat Scheffler rund 500 originale Kleidungsstücke gesammelt, die sie seit vier Jahren bei Modenschauen zeigt.

Hannelore Gabriel war Chefdesignerin im DDR-Handelsbetrieb „Exquisit“. Sie steuerte Entwurfszeichnungen und Modelle zur Ausstellung bei. Quelle: Uta Schmidt

Viel Spaß hatten die zahlreichen Gäste der diesjährigen Museumsnacht im Heimatmuseum bei der kurzweiligen Schau allemal. Dazu gab es viele Informationen rund um das Thema DDR-Mode. Die reichten von einem Überblick über die Produktionsbetriebe, wie dem VEB Damenmode oder Apoldaer Strickwaren, bis hin zu einem Wiedersehen mit Mode- und Strickzeitschriften wie den „Modischen Maschen“. Im Obergeschoss des Museums lockte eine Ausstellung mit einer Auswahl von Modezeichnungen, Entwürfen, Materialcollagen und Produktionsanweisungen aus dem Archiv von Hannelore Gabriel aus Senzig.

Sie arbeitete bis zum Ende der DDR als Chefdesignerin für Freizeit- und Sportmode beim Handelsunternehmen „Exquisit“ in Berlin und konnte viel über die Herstellung von DDR-Mode erläutern. „In den Produktionsbetrieben wurden unsere Entwürfe umgesetzt. Die Schnitte waren international hoch aktuell, aber das Material oft nicht so hochwertig und synthetisch “, erklärte Gabriel bei einer Führung durch die Ausstellung. Für eine Sportkollektion habe es sogar einmal eine Goldmedaille auf der Leipziger Messe gegeben. Die DDR-Olympiamannschaft 1984 in Sarajevo trug Sportmode nach ihren Entwürfen. Gabriel schrieb zudem am Buch „Chic im Osten“ mit, das die bis zum 1. Dezember laufende Ausstellung begleitet. Im November ist eine Lesung der Modeschöpferin geplant. „Ich war von der Modenschau total begeistert“, sagte Brigitte Ulbrich aus Körbiskrug. Sie habe selbst viel genäht und so viele Erinnerungen an die Mode von damals auffrischen können.

Info: Die Macher der Modenschau und der Ausstellung sind immer noch auf der Suche nach Originalbekleidung aus der DDR. Kontakt unter uscheffler@chic-im-osten.de

Von Uta Schmidt

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