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Verschlungener Pfad in reizvoller Natur

MAZ-Osterwanderung am 28. März Verschlungener Pfad in reizvoller Natur

Bei der 23. Osterwanderung der Märkischen Allgemeinen am Ostermontag geht es durch das sagenumwobene Sutschketal. Kaum jemand kennt sich auf den Pfaden und Wanderwegen so gut aus wie Bernd Jaschen. Er ist der Wanderwegewart der Gemeinde Bestensee und kennt die Geschichten und Geheimnisse der Region.

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Idyllische Landschaft: Der Sutschke-See, auch „Paddenpfuhl“ genannt, im Sutschketal bei Bestensee.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Bestensee. Wenn Bernd Jaschen auf „seinen“ Wanderwegen unterwegs ist, hat er immer einen kleinen Werkzeugkoffer dabei. Er ist der Wanderwegewart von Bestensee und es könnte ja sein, dass mal ganz schnell etwas gerichtet werden muss. Sei es, eine Markierung neu anzubringen, oder einfach nur deren Farbe zu erneuern. „Irgendetwas gibt es immer zu tun“, sagt Jaschen.

Derzeit nimmt er gerade den Wanderpfad durch das Naturschutzgebiet Sutschketal unter die Lupe, damit am 28. März die Teilnehmer der MAZ-Osterwanderung dort ungehindert ihres Weges ziehen können. Hier und da gibt es noch einen Ast, der zu weit auf den Weg ragt, aber spätestens am Ostermontag wird er beseitigt sein.

Wanderwegewart Bernd Jaschen ist immer in Aktion

Wanderwegewart Bernd Jaschen ist immer in Aktion.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Als 2009 von Dana Klaus vom Tourismusverband Dahme-Seen die Anfrage kam, ob sich Bernd Jaschen vorstellen könne, die Wanderwege rund um Bestensee unter seine Obhut zu nehmen, bedurfte es keiner langen Überlegung. Der damals frischgebackene Rentner war nie einer, der die Hände in den Schoß legt. Er hat sich schon immer gerne ehrenamtlich engagiert, sei es im Heimat- und Kulturverein des Ortes, oder wo sonst seine Hilfe gefragt war. „Wenn Herbert Krenz vom Weinbauverein mal anruft, gehe ich eben helfen“, so der rüstige Rentner, getreu nach seinem Motto „Wer rastet, der rostet!“.

Am Anfang seiner Tätigkeit galt es, die bestehenden Wanderwege in Schuss zu bringen. Als es darum ging, einen neuen Weg für Wanderer zu erschließen, blieben ihm Absprachen mit dem Revierförster und zahlreiche Behördengänge nicht erspart. „Ich hätte vorher nicht gedacht, was da so alles beachtet werden muss“, erinnert sich Bernd Jaschen.

Obligatorisch muss der Wanderwegewart dreimal im Jahr kontrollieren, ob auf seinen Wegen alles in Ordnung ist – wenn der Winter vorbei ist, im Sommer und noch einmal im Herbst. Im Tourismusverband gibt es regelmäßige Treffen, wo sich die Wanderwegewarte über ihre Arbeit austauschen.

Knorrige Bäume

Knorrige Bäume: Welche Geschichten sie wohl erzählen könnten?

Quelle: Gerlinde Irmscher

Bernd Jaschen ist das ganze Jahr über unterwegs, denn nicht alle Wanderer sind diszipliniert. Da liegt mal schnell irgendwo Papier oder anderer Unrat im Wald, der weggeräumt werden muss, an einer Bank muss die Sitzfläche erneuert werden und außerdem macht es ihm Spaß, die Natur zu beobachten. Im Sutschketal kennt er buchstäblich jeden Baum und Strauch, er weiß, welche Tiere dort leben und wann der Sutschketalsee mit seiner Seerosenpracht am Schönsten aussieht. Jaschen weiß, was es mit der „Todesbahn“ auf sich hat und wie das mit der „Lehmwand“ war. Oder dass man an bestimmten Stellen den Strauch- und Baumwuchs auslichtet, um wieder Sonnenstellen zu schaffen, in der Hoffnung, dass es doch noch Sumpfschildkröten in der Region gibt und diese ihre Eier dort ablegen können.


Die Route der MAZ-Osterwanderung

Die Route der MAZ-Osterwanderung.

Quelle: Detlev Schweerbarth

Über all das kann Jaschen am Ostermontag berichten, während die Wanderer über den teilweise verschlungenen Pfad durch das Sutschketal laufen. Festes Schuhwerk ist da angebracht. Für Kinderwagen ist der Weg ungeeignet.

Obwohl klar ist, dass das Tal mit seinen Anhöhen Marienhofer Berg, Mühlenberg und Steinberg in der Eiszeit entstanden ist, rankt sich natürlich auch eine Sage um das heutige Naturschutzgebiet. Der Teufel soll mit seiner Großmutter auf dem Marienhofer Berg gewohnt haben. Als er eines Tages pflügen wollte, spannte er die Großmutter vor den Pflug und trieb sie mit der Peitsche an. Darüber wurde diese so wütend, dass sie zornig über den Hochflächenacker in Süd-Nord-Richtung raste. Dabei drang der Pflug so tief in den Boden ein, dass die „Riesenfurche“, das Sutschketal, entstand.

Von Gerlinde Irmscher

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