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Versinken in Wasserlandschaften

Ausstellung in Eichwalde Versinken in Wasserlandschaften

Die Berliner Künstlerin Angelika Ludwig zeigt ihre poetisch-mystischen Werke in einer Schau in Eichwalde. Das kommt nicht nur bei anderen Künstlern gut an. Auch die Stadtpolitik lobt das anspruchsvolle Jahresprogramm der Alten Feuerwache, dessen Auftakt Ludwig nun bildet.

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Angelika Ludwig schiebt in ihren Werken Farbflächen übereinander

Quelle: Heidrun Voigt

Eichwalde. Unter dem Titel „mal woanders“ wurde am Freitagabend eine Ausstellung mit Arbeiten von Angelika Ludwig in der Alten Feuerwache Eichwalde eröffnet. In ihrer Malerei und Grafik verleitet die Berliner Künstlerin dazu, sich Irritationen hinzugeben und anderen Wirklichkeiten jenseits der konkreten Erfahrungen zu stellen.

Sie verdichtet und erzählt neu, indem sie abstrahiert und gegenständliche Elemente einwebt. In der kompositorischen Herangehensweise werden Angelika Ludwigs Erfahrungen aus der Theaterarbeit sichtbar. Die kreative Frau entwirft Bühnenbilder und Kostüme fürs Schlossplatztheater in Köpenick und realisiert Theaterprojekte mit Jugendlichen im Rahmen des Vereins Alte Möbelfabrik in Kooperation mit dem Berliner Projektfond Kulturelle Bildung.

In Ludwigs Malerei schieben sich Farbflächen übereinander, überlagert von gestischen Elementen und Indizien für erahnbare Darsteller. Hier ist deutlich der Einfluss der darstellenden Kunst zu sehen, das Bild fungiert als Bühne.

Schwebende Leichtigkeit in den Bildern

„Malen und Zeichnen ist für mich wie das Theater eine Forschungsarbeit, wo ich frage, was die Welt zusammenhält. Es ist existenziell“, so die Künstlerin. Nach einem naturwissenschaftlichen Studium und der Arbeit im Patentamt hat die gebürtige Zwickauerin in den Achtzigern Malerei und Grafik an der Kulturakademie in Berlin studiert. In den Neunzigern folgte ein zweijähriges Studium an der Universität der Künste in der Hauptstadt.

Ludwig bestückte mit ihren Arbeiten bereits Ausstellungen an renommierten Orten wie der Berliner Galerie im Turm und der Kleinen Humboldtgalerie.

Einen Teil der Ausstellung machen Ludwigs Wasser-Watt-Landschaften aus. Diese fangen das Licht regelrecht ein und erreichen in der Weite der Linien eine schwebende Leichtigkeit und zugleich atmosphärische Dichte. In ihren jüngsten Arbeiten, besonders den Druckgrafiken, konzentriert sich die Künstlerin hingegen auf die Figur. In einer stillen Versunkenheit entwickelt diese einen nahezu körperlich erfahrbaren, mystischen Bildraum.

Ausstellung läuft bis 5. März

Eichwaldes Bürgermeister Bernd Speer, der die Gäste begrüßte, sprach von einem ehrgeizigen Ausstellungsprogramm für die Feuerwache in diesem Jahr. „Die vier Ausstellungen wurden mit dem Kulturbeirat eng abgestimmt und das erste Ergebnis sehen wir heute hier“, so der Bürgermeister.

Zu den poetischen Bildern passten die Akkordeonklänge und der lyrische Folkgesang perfekt, mit denen Ulrike Fieguth die Ausstellung umrahmte. Die Kunsthistorikerin Karla Bilang hielt die Laudatio.

Der Eichwalder Künstler Martin Prinzler, der ebenfalls schon in der Alten Feuerwache ausstellte, lobte die Arbeiten von Angelika Ludwig. „Ich finde ihre Bilder spannend. Sie haben einen herrlichen Farbklang. Es macht Spaß, sie anzuschauen“, sagte Prinzler.

Die Schau „mal woanders“ ist noch bis 5. März freitags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr in der Alten Feuerwache zu sehen. Am 11., 17. und 25. Februar wird die Künstlerin anwesend sein.

Von Heidrun Voigt

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